Neue Wohnformen im Alter - Großes Interesse an Veranstaltung des Puchheimer Podiums

Neue Wohnformen im Alter - diese Informationsveranstaltung des Puchheimer Podiums war gut besucht. Foto: priv

Fast hätte der große Pfarrsaal St. Josef in Puchheim –Bhf. nicht ausgereicht, um all die Interessenten an der großen Info-Veranstaltung des Puchheimer Podiums zum Thema „ Wie will ich im Alter wohnen?- die wichtigsten Möglichkeiten, und was davon in Puchheim geht“ zu fassen. Das Konzept des Veranstalters war aufgegangen: keinen eintönigen Vortrag anzubieten, sondern erst einen einführenden Film mit besonders gelungenen Beispielen von Wohnkonzepten für das Alter zu zeigen, dann ausgewiesene Experten für die einzelnen Wohnformen durch einen Moderator zu befragen, und hinterher eine „Bürgersprechstunde“ mit Experten und Anbietern von altenbezogenen Leistungen anzubieten.

Seniorenresidenzen, Wohnstifte Mehrgenerationenhäuser, Wohnen im „Quartier“, Selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen, ambulant betreute Wohngemeinschaften (z.B. für demenziell Erkrankte), Betreutes Wohnen, das Wohnenbleiben zu Hause und schließlich die Alten- und Pflegeheime: alles wurde erläutert, auf Kosten und Zuschussmöglichkeiten hin untersucht, Vor- und Nachteile abgewogen. Wer für sich etwas Konkretes sucht, wurde auf die persönlichen Beratungsangebote von Behörden und Einrichtungen hingewiesen. Der Vertreter der Gemeinde Puchheim, Herr Winter, nahm eine Frage ds Moderators, ob sich das Wohnen im Quartier“ nicht auch auf Puchheim übertragen ließe. Er hatte sich dieses Modell auch schon notiert. Der Pflegeexperte P. Wittkop riet vor der Entscheidung für eine bestimmte Einrichtung dringend an, dort erst einmal einige Tage auf Probe zu wohnen und zu essen, aber auch das Gespräch mit Bewohnern zu suchen. Das sage mehr als alle Prospekte. An den Wänden des Pfarrsaals standen Tische mit Info-Material von Dienstleistern wie Maltesern, Johannitern, Nachbarschaftshilfe u.a., an denen sich viele Besucher eifrig bedienten und beraten ließen. Sehr originell war die Einbeziehung einer Puchheimer Dame, die das Modell „Wohnen für Hilfe“ des Seniorentreffs Neuhausen an ihrem eigenen Beispiel vorstellte. Bei ihr wohnt ein Student umsonst oder für eine sehr günstige Miete, der dafür fünf Stunden in der Woche für Hilfsdienste zur Verfügung steht (Einkaufen, Rasen mähen usw.). Ein nachahmenswertes Beispiel, für das man halt ein wenig Mut braucht. Der Moderator Roland Frank wies auch auf das vom Landkreis erarbeitete „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ hin, nach dem der Landkreis gut mit Alten- und Pflegeheimen ausgestattet sei und das Wohnenbleiben im eigenen Haus gefördert werden solle. Die Besucher konnten hierfür schon einmal erste Informationen mit nach Hause nehmen.

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