"Vollendung des Tulpenfelds"

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Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Schule und Wirtschaft wohnten der Einweihung des neuen Erweiterungsbaus bei.

Fürstenfeldbruck – Mit einer kleinen Feierstunde weihte die Staatliche Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/ BOS) Fürstenfeldbruck am 17. Oktober ihren neuen Erweiterungsbau ein. Der dreigeschossige Anbau beherbergt 17 Klassen, zwei Lehrmittelräume, einen Kunst-Lehrsaal, einen zusätzlichen Pausenbereich mit Außenfläche sowie eine Schülerbibliothek und einen SMV- und Mehrzweckraum. Die Baukosten be- trugen insgesamt 6,5 Millionen Euro.

Aufgrund des großen Andrangs bei der FOS/BOS in Fürstenfeldbruck wurden die angenommenen Schülerzahlen nach der Inbetriebnahme der Schule bald schon deutlich überschritten, wie die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler (CSU) bei ihrem Grußwort in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Schule und Wirtschaft mitteilte. Schon nach einem Jahr mussten Klassen ausgelagert werden, zuletzt waren es 13 Klassen, die anderswo unterrichtet werden mussten.

Und, obwohl das gesamte Schulgebäude jetzt Platz für mehr als 1.400 Schülerinnen und Schüler bietet, müssen dennoch einige von ihnen im angrenzenden Graf-Rasso-Gymnasium unterkommen. „Die FOS/BOS bleibt weiterhin eine Herausforderung“, so Drechsler. Als die „Vollendung des Tulpenfelds“ bezeichnete Oberstudiendirektor Otto Kolbe den neuen dreigeschossigen Anbau an der Münchner Straße 67 in Fürstenfeldbruck. Die FOS/BOS sei in der Bevölkerung angekommen, stellte Kolbe die immer beliebter werdende Schul- form, über die man die Fachhochschulreife erlangen kann, heraus. 

Zwei Drittel seiner Schülerinnen und Schüler kommen von der Realschule, ein Sechstel wechselt vom Gymnasium, der Rest von Mittel- und Wirtschaftsschulen zur FOS/ BOS. Auch sei der Migrationsanteil deutlich höher als bei anderen Schulen. „Ich wollte schon immer eine Schule leiten, in der sich Schüler und Lehrer wohlfühlen“, sagte Kolbe. „Ich glaube, das haben wir geschafft. Wir haben ein sehr angenehmes Klima. Wer sich wohlfühlt, der arbeitet und lernt viel besser“, dankte Kolbe allen am Bau beteiligten Personen und Firmen. 

Insgesamt 39 Firmen waren an dem Bau beteiligt, informierte Architektin Alexandra Seitz. 164 Tonnen Stahl sowie 995 Quadratmeter Glasfassade wurden verbaut. Die Planungszeit habe zwölf Monate betragen, das Richtfest wurde am 11. Juni 2013 gefeiert, und im Juli 2014 konnte die erste Lehrerkonferenz im neuen Gebäude stattfinden. Durch die Erweiterung und die Umbaumaßnahme präsentiert sich die FOS/BOS nun als moderne, zeitgemäße Schule mit neuen räumlichen Möglichkeiten, um allen Schülerinnen und Schülern den Weg zum Abitur zu ermöglichen, so Seitz. 

Bei der anschließenden Segnung der Räume durch Dekan Albert Bauernfeind und Dekan Stefan Reimers, sagte Bauernfeind, er könne gut verstehen, dass die FOS/BOS in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei, habe er doch selbst seinen Weg über den zweiten Bildungsweg beschritten. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Julia Hempe, Schülerin der zwölften Klasse.

Dieter Metzler

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