Das "Glück der Tüchtigen"

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Bürgermeister Andreas Magg brachte den Kindern des Nautilus Kinderhauses einen Korb voller Spielzeug mit.

Olching – Bereits im Februar zogen die ersten Kinder in die Räumlichkeiten des neuen Kinderhauses Nautilus in der Wendelsteinstraße 44 in Olching ein. Die Einweihung der vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) betriebenen Kindertageseinrichtung fand nun am 27. Juni statt. 

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergaben Olchings Bürgermeister Andreas Magg und der BRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste das Haus seiner Bestimmung.

Insgesamt 124 Kinder können ganztägig in dem neugebauten Kinderhaus betreut werden. In dem in Modulbauweise errichteten Gebäude, dessen Errichtung knapp zwei Millionen Euro betrug, sind die Kinderkrippe, der Kindergarten und Hort untergebracht. Man habe in den vergangenen sechs Jahren 340 neue Betreuungsplätze geschaffen, führte der Olchinger Rathauschef in seiner Ansprache aus. Dennoch habe man bald schon wieder einen Engpass festgestellt. So sei die nahezu rekordverdächtige Bauzeit ein wahrer Glücksfall. 

Erst im Februar 2013 habe man mit der Planung begonnen, im Mai den Projektbeschluss verabschiedet und im Juni die Entscheidung über die Trägerschaft gefällt. Im September wurde mit dem Bau begonnen und nach knapp fünf Monaten fertiggestellt. „Das klappt nur wenn alle Beteiligten gut zusammenspielen und an einem Strang ziehen“, lobte Magg und bezeichnete es als Glück des Tüchtigen, dass der Stadt auch ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung stand. 

Er sei von dem Gebäude gleich beim ersten Besuch begeistert gewesen, sagte Magg und meinte, dass sich die Nachbarschaft, die anfangs dem Projekt kritisch gegenüberstand, inzwischen wieder beruhigt habe. Das Baurecht für das brachliegende städtische Grundstück habe schließlich schon immer bestanden, so Magg. 

BRK-Kreisgeschäftsführer Bertram begrüßte Magg gleich „doppelt“, einmal in seiner Funktion als Bürgermeister und zum anderen als seinen „Chef“, denn Magg ist zugleich auch der Kreisvorsitzende des BRK-Kreisverbandes. Bertram ging in seiner Ansprache auf die geschichtlichen Wurzeln der Kindertageseinrichtungen im Deutschen Roten Kreuz (DRK) ein, die bis ins Jahr 1880 zurückreichen. Auf Initiative der damaligen Vaterländischen Frauenvereine, des Ursprungs des heutigen Wohlfahrtsverbandes DRK, wurden die ersten Kinderhorte und sogenannten „Kinderbewahranstalten“ eingerichtet. 

Feierliche Segnung 

Was bereits damals galt, sich in besonderer Sorge benachteiligten und in Not geratenen Kindern und deren Familien zuzuwenden, so Bertram, muss auch heute maßgeblich für das Engagement des DRK sein. Im BRK werden bayernweit 146 Kindertagesstätten mit insgesamt 7.700 Plätzen betrieben. Ca. 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich für die Kinder da, informierte Bertram. Im Kreisverband Fürstenfeldbruck werden ab September 196 Plätze zur Verfügung stehen. Mit dem Lied der Kindergartenkinder „Ich kenn ein Haus“ sowie der Segnung der Kindertagesstätte durch Pastoralreferentin Beate Czabaun endete schließlich die kleine Feierstunde.

Dieter Metzler

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