Noch grüner fahren mit Bio-Erdgas - Der Landkreis FFB hat eine neue Erdgastankstelle

Sie übergaben die neue Erdgas-Tankstelle offiziell ihrer Bestimmung (v. li.): OB Sepp Kellerer, Geschäftsführerin Ökumenische Nachbarschaftshilfe Beate Hollenbach, 2. Bürgermeister Maisach Roland Müller, 2. Bürgermeister Olching Robert Meier, Autohaus-Chef August Rasch, ESB-Südbayern Fachbereichsleiter Helmut Schmidbauer, Rasch-Verkaufsleiter Wilhelm Brugglehner sowie Thomas Wöber vom Beratungsunternehmen „gibgas“. Foto: Dieter Metzler

Der Landkreis Fürstenfeldbruck verfügt wieder über eine Erdgastankstelle. Nachdem fast aufs Jahr genau die Erdgastankstelle in der Maisacher Straße ihren Betrieb einstellte und die Erdgas-Autobesitzer in benachbarte Landkreise ausweichen mussten, eröffnete das Autohaus Rasch mit der Erdgas Südbayern GmbH als Partner auf dem Gelände des Autohauses am 29. März wieder eine Tankstelle mit einer CNG-Zapfsäule. „Trotz frostiger Witterung konnte die Tankstelle im Dezember des vergangenen Jahres fertiggestellt werden“, berichtete Helmut Schmidbauer von Energie Südbayern bei der kleinen Feierstunde vor zahlreichen Gästen im Autohaus Rasch.

Bereits seit 18. Januar 2011 haben die Erdgasfahrer in der Region wieder eine Tankmöglichkeit. „Dass wir heute die offizielle Eröffnung feiern können, liegt vor allem an der guten Zusammenarbeit mit den Entscheidern auf kommunaler Ebene und dem Autohaus Rasch, auf dessen Grundstück wir den Tankautomaten errichten durften“, bedankte sich Schmidbauer bei allen beteiligten Stellen. Neu ist nicht nur der Standort, sondern auch ein CO2-armer Kraftstoffmix, den Erdgasfahrer vom 1. April an dieser Zapfsäule erhalten. „Wir mischen 20 Prozent Bio-Erdgas dazu“, erläuterte Schmidbauer. Dadurch stoßen Fahrzeuge knapp 40 Prozent weniger CO2-Emissionen aus als mit konventionellem Kraftstoff. Das Bio-Erdgas stammt aus einer Anlage in der Nähe von Freising, wo es direkt ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Beimischung von Bio-Erdgas ist Teil des neuen Tankstellenkonzepts der ESB, das vorsieht, die emissionsarmen Erdgasfahrzeuge noch ein Stück umweltfreundlicher zu machen. An acht ESB-Erdgastankstellen wird Bio-Erdgas beigemischt. Gegenüber anderen Biokraftstoffen wie Bio-Ethanol, das auch im Kraftstoff Super E10 enthalten ist, besitzt Bio-Erdgas, auch Bio-Methan genannt, entscheidende Vorteile, so Schmidbauer. Bei der Produktion liegt dessen Energieausbeute aus nachwachsenden Rohstoffen um rund 50 Prozent höher. Somit ist für die gleiche Kraftstoffmenge weniger Anbaufläche notwendig. Dank der identischen chemischen Struktur ist es einem Erdgasmotor egal, ob das Gas bereits vor Jahrmillionen entstanden ist oder erst letzte Woche durch Vergärung von pflanzlichen Stoffen in einer Biogasanlage. Erdgasfahrzeuge können daher bedenkenlos mit beliebig viel Bio-Erdgas betankt werden. Die Kosten für ein Kilo Erdgas liegen bei 1,098 Euro. So kommt ein VW Touran beispielsweise mit Erdgas für fünf Euro rund 100 Kilometer weit; beim Benzinmodell wird es mehr als doppelt so teuer. Thomas Wöber vom Beratungsunternehmen „gibgas“ ist seit 15 Jahren Erdgasfahrer. In dieser Zeit habe er gegenüber einem „Benzintanker“ 28.000 Euro gespart. Ein Drittel des CO2-Ausstoßes in der Kreisstadt verursache der Verkehr informierte Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer. Die Stadt freue sich, dass so eine umweltfreundliche Tankstelle wieder in Betrieb genommen wurde. Durch einen Umstieg auf Erdgas oder Strom habe jeder die Chance, zu einer Verringerung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes beizutragen.

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