Nur 14,76 Prozent für den einstigen Hoffnungsträger der Brucker SPD, Axel Lämmle  – OB-Kandidat  Andreas Lohde  (CSU) errang 38,26%

Bittere Niederlage für SPD-Spitzenkandidat Axel Lämmle

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Erfolgloser SPD-Spitzenkandidat in FFB: Axel Lämmle schaffte es erneut nicht, den OB-Sessel zu erobern. Er ist auch nicht mehr im Kreistag vertreten. 

Fürstenfeldbruck – „Das ist kein Ergebnis, das man einfach abnickt“, sagte unmittelbar nach dem demütigenden Wahlergebnis am Sonntagabend ein maßlos enttäuschter Axel Lämmle . Dem SPD-Spitzenkandidat gelang es nach 2008 erneut nicht, den OB-Sessel im Brucker Rathaus zu erobern. War der Fahrschullehrer aus der Kreisstadt vor sechs Jahren an Amtsinhaber Sepp Kellerer (CSU) gescheitert, so schaffte Lämmle diesmal nicht einmal den Sprung in die Stichwahl gegen Kellerers Thronfolger Andreas Lohde. 

 Magere 1.894 Stimmen (14,76 %) der Wähler entschieden sich für Lämmle, 4.910 (38,26 %) für Lohde. Das Rennen um die Stichwahl gegen den CSU-Kandidaten Lohde machte überraschend Klaus Pleil von der Brucker Bürgervereinigung (BBV) mit 3.835 Stimmen (29,89 %). Doch es kam noch dicker für den SPD-Spitzenkandidat Lämmle. Auch seine Partei erlitt eine heftige Schlappe, schnitt mit 14,6 Prozent noch um ein Zehntel schlechter ab, als Lämmle als OB-Kandidat. Die rote Liste verlor gegenüber der letzten Wahl 4,2 Prozent und zieht nur noch mit sechs Stadträten ins Rathaus ein. Zweitstärkste Kraft hinter der CSU ist die BBV mit elf Mandaten. Da konnte sich Lämmle auch nicht über das persönliche Ergebnis bei der Wahl in den Stadtrat trösten, wo er mit 4.441 Stimmen als Listenführer die meisten Stimmen erhielt. 

Die nächste „Watschn“ erhielt Lämmle, als das Ergebnis zur Kreistagswahl verkündet wurde. Auch hier verweigerten die Wähler dem SPD-Fraktionsvorsitzenden die Gefolgschaft und er flog aus dem Kreistag heraus. Lämmle zählt nicht mehr zu den 13 in den Kreistag gewählten SPD-Kreisräten. Zwei Tage nach dem sowohl für die Partei als auch für ihren OB-Spitzenkandidaten niederschmetternden Wahlpleite zog Lämmle die Konsequenzen. Er werde sein Stadtrats-Mandat nicht annehmen und übernahm zugleich die Verantwortung für das politische Desaster seiner Partei. Zwölf Jahre habe er sich als Stadtrat eingebracht, doch wenn 85 Prozent gegen einen stimmen, dann sehe er keine Basis. 

Er mache den Weg frei, um der SPD eine Chance zu einem Neuanfang in der Fraktion und im Ortsverein zu geben. Er werde sich im Ortsverein weiter einbringen, strebe aber bei den anstehenden Wahlen im Juni im Ortsverein kein Amt in erster Reihe an. 

Dieter Metzler

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