Verabschiedung des 113. Offizierlehrganges

Die neuen Flügel der Luftwaffe

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Kommandeur der Offizierschule, Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, Staatsministerin Dr. Beate Merk und der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner bei der Verabschiedung des 113. Offizierlehrganges.

Fürstenfeldbruck – Für 364 Offizieranwärter, darunter 63 Offizieranwärterinnen, und neun ausländischen Lehrgangsteilnehmern aus Frankreich, Korea, Tansania, Thailand und den USA hieß es am 9. September Abschied nehmen von Fursty und dem „Blauen Palais“. Sie absolvierten erfolgreich den 113. Offizierlehrgang für Offizieranwärter des Truppendienstes.

Während eines Appells auf dem Air-Force-Platz verabschiedeten der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, und der Kommandeur der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw), Brigadegeneral Bernhardt Schlaak, die erfolgreichen Absolventen. Als Lehrgangsbester wurde Oberfeldwebel OA Philip Groß ausgezeichnet. Mit der Bayernhymne und der Deutschlandhymne, einem Vorbeiflug von zwei Eurofightern und einem Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 sowie dem Ausmarsch der Truppenfahne unter den Klängen des Heeresmusikkorps Ulm endete der feierliche Appell.

Flügel, Nestwärme und aerodynamische Grundlagen

Brigadegeneral Schlaak, der zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Kommandeur der OSLw, einen Offizierlehrgang verabschiedete, gratulierte den Luftwaffenoffizieren zur bestandenen Offizierprüfung. „Der heutige Tag gehört Ihnen. Sie haben die hohen Anforderungen, die an einen Offizier des Truppendienstes gestellt werden, angenommen und erfolgreich bewältigt. Darauf dürfen Sie stolz sein. Der Offizierlehrgang hat Ihnen die Flügel, die Nestwärme und die aerodynamischen Grundlagen für den weiteren Weg in der Luftwaffe und zu neuen Höhen mitgegeben. Wir brauchen den modernen Offizier, der sein Aufgabengebiet professionell beherrscht, der Menschen für unterschiedlichste Aufträge und Anforderungen ausbildet, erzieht und motiviert sowie – ich betone dies besonders – unter Einsatzbedingungen überzeugend und mit Beispiel führt. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg, alles Soldatenglück und – im Sinne der Luftwaffe – Hals- und Beinbruch.“

Verantwortung für Deutschland

Als Kernaspekt bezeichnete der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Müllner, den Eintrag ins Mentorenbuch des abwesenden Mentors, Staatsminister Marcel Huber. Er hatte sich bei einem Besuch des Lehrgangs im Juli bei den angehenden Offizieren bedankt, dass „sie für unser Land Verantwortung übernehmen.“ Dabei erinnerte Müllner daran, dass sich die Luftwaffe gegenwärtig im Einsatz in Afghanistan, in Mali, in Syrien und dem Nordirak sowie im Baltikum befindet. Als eine Generation, die weiß, was sie will, bezeichnete Müllner die angehenden Offiziere, deren klares Bekenntnis, „Verantwortung für unser Land zu übernehmen“, eines von drei Aspekten sei, die sie auszeichnen. „Niemand kann Ihnen heute sagen, mit welchen Herausforderungen Sie in Ihrer Dienstzeit konfrontiert werden. Deshalb bewahren Sie sich, was Sie heute bereits auszeichnet: Bleiben Sie engagiert, zielstrebig, neugierig, zukunftsoffen und hören Sie nie auf, an sich zu arbeiten. Ihr könnt sicher sein: Genauso wie Ihr seid, brauchen wir Euch!“

Vorbilder für junge Generationen

„Ich will!“ – so lautet das Motto der Offizierschule“, sagte die Staatsministerin Beate Merk bei ihrer Ansprache zu den Offizieranwärter und dankte ihnen. „Sie sind schon jetzt Vorbilder für die junge Generation, handeln aus innerer Überzeugung mit Herzblut und Leidenschaft und im Geiste unseres Grundgesetzes.“ In einer Welt voller Krisen und Konflikte riskieren sie Tag für Tag ihr Leben in Auslandseinsätzen, so die Ministerin weiter. „Wir stehen bei Ihnen allen in der Pflicht.“ Sie sei selbst in den Einsatzgebieten gewesen, daher weiß sie, was die Soldaten täglich leisten.

69 Prozent für Inlandseinsätze

Aufgrund der Angriffe auf die Werte unserer Gesellschaft durch den islamistischen Terror beschloss Bayern die größte Sicherheitsoffensive in ihrer Geschichte, erzählte Merk. Dazu gehöre auch eine personell und materiell besser ausgestattete Bundeswehr und dazu gehöre auch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren. In Bayern sei man überzeugt, dass im Falle eines Terroranschlags die Bundeswehr die Polizei wirkungsvoll unterstützen könne. Das würden auch 69 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten. Außerdem soll die Bundeswehr zur Grenzsicherung zum Einsatz kommen. Dazu sei allerdings eine Grundgesetzänderung erforderlich. „Ohne Sicherheit gibt es keinen Frieden“, schloss die Ministerin ihre Ausführungen. Die Bundeswehr habe einen großen Anteil daran, dass „wir Deutsche in aller Welt einen hervorragenden Ruf genießen. Als Soldatinnen und Soldaten sorgen Sie für die Sicherheit der Menschen – auf der ganzen Welt und daheim in Bayern.“

Dieter Metzler

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