Das Regenwetter war bei den diesjährigen Oldtimertagen der bestimmende Faktor

Nasse Füße am Kloster Fürstenfeld

1 von 22
2 von 22
3 von 22
4 von 22
5 von 22
6 von 22
7 von 22
8 von 22

Fürstenfeld – Wo in den vergangenen Jahren stets zwischen 1.000 und 1.200 Fahrzeuge aus den verschiedensten Epochen der Auto- und Motorradgeschichte den Weg nach Fürstenfeldbruck auf das historische Klostergelände gefunden hatten, waren diesmal gerade einmal die Hälfte angereist. Da konnte selbst der Schutzpatron der Autofahrer, der Heilige Christopherus nicht helfen. Der angestrebte Rekordversuch von 15.0000 Besuchern wurde im wahrsten Sinne des Wortes vom Regen weggespült.

Auch bei dem für heuer eigens entwickelten neuen Verkehrskonzept, das dafür sorgen sollte, dass sich keine langen Staus bei der Anfahrt ins Fahrerlager bildeten, wird sich die Effektivität erst im nächsten Jahr wohl zeigen, ob es funktioniert. Heuer gab es jedenfalls keinen Stau. Und die Unverdrossenen, die sich vom Regen dennoch nicht abhalten ließen, suchten vornehmlich an beiden Tagen die Stände auf, die in der Tenne, in der Stadthalle oder dem Säulensaal aufgebaut waren, jedenfalls da, wo sie trockenen Fußes hinkamen. Auch die Gastronomie lud kaum bei dem Wetter zum Verweilen an den aufgestellten Bierbänken ein. Die Stimmung bei den Händlern erreichte in den zwei Tagen einen echten Tiefpunkt. Regelmäßig seit zehn Jahren nimmt Romano Schmidt aus Nürnberg an den Oldtimertagen in Fürstenfeld mit seinen VW- und Porsche-Ersatzteilen teil. „So schlimm wie heuer war das Wetter noch nie“, erinnert er sich. „Sicher, es gab schon mal hin- und wieder Regen an einen der beiden Veranstaltungstage, aber nie durchgehend an beiden Tagen, so wie heuer. Es ist schade. Dass weniger Besucher kommen, macht mir nichts aus, aber dass auch das Fachpublikum wegbleibt, das ist schade, schließlich sind wir kein Museum, sondern ein Aktivposten.“ Dennoch wird Romano Schmidt auch im kommenden Jahr wieder dabei sein, versicherte er.

Und auch Mathias Häberle aus Brackenheim bei Heilbronn, der seinen großen Ersatzteil- und Zubehör-Stand im neu gepflasterten Innenhof zwischen Tenne und dem Restaurant Fürstenfelder aufgestellt hatte und wegen des Regens seine Auslagen mit großen Planen abdecken musste, beklagte, dass keine Leute kämen. „Für eine Stunde bat ich meinen Vater, den Stand zu übernehmen, um mich mit einem warmen Kaffee aufzuwärmen. Er rief mich nach einer Stunde an und sagte, ich könne ruhig noch eine weitere Stunde bleiben, nicht ein Käufer sein aufgetaucht.“

Das Resümee des Geschäftsführers Eike Sommer von Magna Ingredi, dem Veranstalter der Oldtimertage in Fürstenfeld, fiel hingegen doch noch sehr positiv aus. „Der Samstag war sehr ruhig, aber ab Sonntagmittag strömten die Leute herbei, und es bildeten sich lange Schlangen an den Zugängen. Das hat uns natürlich überrascht. Hier sind wir vor allem unserer treuen Fangemeinde dankbar, die die Fahne hochgehalten hat.“ Wechselhaftes Wetter habe man immer mal wieder gehabt, aber noch nie zwei Tage Dauerregen, erinnerte sich Sommer. Gut kam die erstmals durchgeführte Auktion an, berichtete Sommer. Von den 30 Fahrzeugen wurden 10 vorbehaltlich versteigert. Viele Oldtimer- Besitzer reisten mit ihrem normalen Fahrzeug an und ließen ihr geliebtes Vehikel lieber in der Garage, dennoch wollten sie aber dabei sein. „Insgesamt wurden es trotzdem knapp 10.000 Besucher“, so Sommer. Und der Termin für das nächste Jahr steht auch schon fest: 16./17. September 2017.

Dieter Metzler

Meistgesehene Fotostrecken

Kein Platz für Populismus

Gröbenzell – Fast 500 Bürger versammelten sich am 17. November am Abend mit Kerzen, Plakaten und Fahnen auf dem Rathausplatz in Gröbenzell. Sie …
Kein Platz für Populismus

Adventszeit mit Lagerfeuer-Romantik

Fürstenfeldbruck – In Brucks guter Stube, dem Viehmarktplatz, duftet es seit vergangenem Wochenende wieder nach Glühwein, Lebkuchen und …
Adventszeit mit Lagerfeuer-Romantik

Tänzelndes Lichtermeer

Fürstenfeldbruck – 700 leuchtende Füchse, Kürbisse, Schafe, grüne Monster und vor allem Eulen tänzelten über den finsteren Klostergarten. Die Kinder …
Tänzelndes Lichtermeer

Kommentare