Viel weniger Besucher auf dem Oldtimertreffen in Jesenwang - Veranstalter trotzdem zufrieden

Großer Ansturm blieb aus

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Jesenwang – Für die Freunde alter Fahrzeuge und historischer Flugzeuge ist das jährliche Oldtimertreffen auf dem Flugplatz in Jesenwang ein Pflichttermin. So konnten sich der Betreiber des kleinen Flugplatzes, Max Walch Junior, und der Präsident des veranstaltenden Vereins „pro Luftfahrt“, Andreas Isenberg, auf ihre Freunde verlassen. Trotz frischer Brise und wolkenverhangenem Himmel ließen sich Oldtimer-Liebhaber von einem Ausflug nach Jesenwang am Tag der Einheit nicht abhalten.

Zum 19. Mal organisierte der Verein das weit über die Region hinaus bekannte und beliebte Oldtimertreffen, zu dem von Jahr zu Jahr mehr Besucher strömen. So tummeln sich bei warmem und trockenem Herbstwetter fast 10.000 Besucher jedes Jahr auf dem Flugplatzareal. Heuer waren es einige tausend weniger. „Ich schätze es werden diesmal etwas mehr als 5.000 kommen“, meinte Max Walch Junior mit einem Blick in den von dicken Wolken verhangenen Himmel. Das sei halt so, meinte Walch. Viele würden nicht kommen, weil es regnen könnte. „Auf Besucherrekorde sind wir auch nicht scharf“, ergänzte Andreas Isenberg dazu. „Deshalb verzichten wir auch auf eine besondere Werbung.“ Die Veranstaltung habe sich längst zu einem Selbstläufer entwickelt. Eigentlich wolle man ein familiäres Treffen mit den Menschen aus der Region, vor allem mit den Landwirten und ihren Traktoren und nicht die „Großkopferten“ aus den Münchner Vereinen, so der „pro-Luftfahrt“-Präsident. „Mit 10.000 Besuchern und Ausstellern wird es auch langsam kritisch“, sagte Max Walch Junior, „da stoßen wir an unsere Grenzen. Mehr geht wirklich nicht.“

Dank für die Unterstützung sprach der Flugplatzbetreiber in Richtung Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf und der Freiwilligen Feuerwehr Jesenwang aus. Mit der steigenden Aussteller- und Besucherzahl stiegen für den Verein „pro Luftfahrt“ auch die Anforderungen an die Sicherheit der Veranstaltung. Inzwischen sind vier Genehmigungen einzuholen für die Veranstaltung als solche und für die Verkaufsstände. Auch eine stärkere Lautsprecheranlage musste beschafft werden, damit im Notfall jeder auf dem Gelände akustisch erreicht wird, falls der Platz plötzlich geräumt werden müsste. Auch das Sanitätspersonal musste drastisch aufgestockt werden. „Das ist alles mit enormen Kosten verbunden“, so Isenberg. Deshalb entschloss man sich, heuer erstmals einen Beitrag von fünf Euro je Fahrzeug zu verlangen – egal, ob ausstellend oder parkend. Nur die Traktoren und Motorräder waren davon ausgenommen. Eine kleine Umfrage unter den Besuchern und ausstellenden Oldtimerfahrzeug-Besitzern ergab, dass die fünf Euro Standgebühr jedenfalls keinen davon abhalten werden, auch im kommenden Jahr zum 20. Oldtimertreffen Jesenwang wieder anzusteuern. Auch wenn der große Ansturm heuer ausblieb, so wurde das Oldtimertreffen zu einem Erfolg. Die, die da waren, waren wieder von der Vielfalt der Oldtimer begeistert.

Dazu passend sorgte der Veranstalter für Unterhaltung und entsprechende Bewirtung. So ertönte Musik aus vergangenen Tagen und das Münchner Saxofon-Ensemble „New House Demolition“ unterhielt die Besucher in einer Flugzeughalle, in der sogar Glühwein ausgeschenkt wurde. Zum Höhepunkt zählte am frühen Nachmittag die Segnung der Fahrzeuge durch Benediktiner- Pater Eugen vom Kloster St. Ottilien. Auf spektakuläre Flugvorführungen verzichtete der Veranstalter auch diesmal. Aber Rundflüge mit einem Hubschrauber für 35 Euro waren möglich. Und der Überflug der legendären „Tante Ju“, der dreimotorigen Junkers Ju aus dem Jahre 1932, durfte nicht fehlen.

Dieter Metzler

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