Am "Tag der Deutschen Einheit" stand der Flugplatz Jesenwang wieder ganz im Zeichen der Oldtimer

Zehntausend Besucher beim 18. Oldtimer-Treffen mit Überflug der "Tante JU"

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10 000 Besucher und mehrere hundert Oldtimer beim 18. Oldtimer-Treffen am Jesenwanger Flugplatz.

Jesenwang – Nach wie vor ungebrochen ist die Begeisterung bei Jung und Alt für die Schnauferl und Vehikel längst vergangener Tage. Bei strahlendem Sonnenschein lockte das Oldtimer-Treffen in Jesenwang auch heuer wieder am „Tag der Einheit“ zehntausend  Besucher an. Zum 18. Mal veranstaltete der Verein „Pro Luftfahrt“ in Kooperation mit dem Flugplatzeigentümer Maximilian Walch am dritten Oktober das beliebte Oldtimer-Treffen auf dem Sonderflugplatz. 

 Schon vor der offiziellen Eröffnung tauchten die ersten Oldtimer fast noch im Morgengrauen auf, um sich einen der begehrten „oberen Plätze“ zu sichern. Dazu zählte auch der 57-jährige Moorenweiser Erwin Böck mit seinem Ford „T“ Coupé, Erstzulassung 26.2.1927, der später bei der Fahrzeug-Vorstellung den Reigen anführte. Erst im vergangenen Jahr hat er sich den Vierzylinder mit 20 PS und drei Liter Hubraum in den USA gekauft. Den Preis wollte er nicht verraten. „Das ist eine geheime Sache“, so Böck, der durch einen Freund mit den Oldtimervirus infiziert wurde. Der Ford Tin Lizzie (T) war das erste Auto, das mittels Fließbandfertigung hergestellt wurde. „Unser Treffen ist inzwischen so beliebt, dass wir eigentlich schon gar keine großartige Werbung mehr machen dürften“, meinte der erste Vorsitzende des 560 Mitglieder zählenden Vereins von „Pro Luftfahrt“, Andreas Isenberg. Unter den Oldtimer-Freunden hat sich der jährliche Termin längst ins Gedächtnis eingebrannt. „Da reisen Aussteller bis aus Leipzig an, und die Besucher kommen bis aus Stuttgart“, wusste Isenberg zu berichten. Stolz ist der Vorsitzende von „Pro Luftfahrt“ vor allem aber auf seine vielen unzähligen Helfer, insbesondere auf die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Jesenwang und auf die Mitglieder des MC Würmtal. „Ohne ihre Hilfe wäre diese Veranstaltung von unserem Verein allein nicht zu stemmen.“ Ins Lob schloss Isenberg auch die VG Mammendorf mit ein, die die im Vorfeld notwendigen Genehmigungen für die Großveranstaltung erteilte. 

„Wir wollten einfach Oldtimerfreunde aus dem Luftverkehr mit Oldtimerfreunden aus dem Straßenverkehr zusammenbringen“, erinnerte sich Maximilian Walch an das erste Oldtimertreffen vor 18 Jahren. Und so firmierte auch die erste Veranstaltung damals unter dem Namen „Wings meets Wheels“ (Flügel treffen Räder). „Anfangs steuerten überwiegend alte Traktoren den Flugplatz an“, berichtete Walch. Doch im Laufe der Jahre habe sich das Treffen immer weiter entwickelt. „Es nahm eine unglaubliche Eigendynamik an.“ Inzwischen reicht das Flugplatzgelände zur Bewältigung des Ansturms nicht mehr aus. Die umliegenden Landwirte zeigten sich aber sehr kooperativ und stellen jedes Jahr ihre Felder zur Verfügung. „Wir sind ein nicht kommerzielles Treffen“, betont Isenberg. 

Der Verein „Pro Luftfahrt“ verlangt keinen Eintritt, auch wenn er jedes Jahr zwischen zwei- bis dreitausend Euro drauflegt. „Das ist uns die Veranstaltung wert. Wir machen das aus reiner Freude an der Sache.“ Die drei Euro Parkplatzgebühr erhält die Freiwillige Feuerwehr Jesenwang für ihr großartiges Engagement. „Die managen die reibungslose Zu- und Abfahrt jedes Jahr hervorragend.“ 

Auch heuer zählte neben der Segnung der Fahrzeuge durch Pater Eugen aus St. Ottilien der Überflug der guten alten „Tante JU“ der Lufthansa-Stiftung zu den Highlights des Treffens in Jesenwang. Gleich viermal konnten die Besucher einen Überflug verfolgen, einmal sogar eine Formation mit einer zweiten „JU“, die zufällig zeitgleich unterwegs war. Und auch die Fliegerstaffel Edelweiß 2 der bayerischen Polizei sowie Sigi Angerer mit einer Cessna Push-Pull Variante, der seltenen C337 Skymaster überflogen den Platz. Ansonsten war an diesem Tag kein Flugbetrieb, außer der Möglichkeit, sich zu einem Helikopter-Rundflug in die Lüfte zu begeben. Die Möglichkeit ließ sich allerdings Susanne Heil aus Eichenau entgehen. In Anlehnung an den 25. Geburtstag der Wiedervereinigung gab es für jeden Besucher, der am 3. Oktober 25. Geburtstag feierte, eine Überraschung. Die Eichenauerin zog ein Mittagessen dem Rundflug vor. 

Dieter Metzler

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