Nicht öffentliche Sitzung am 25.3. mit dem Israelischen Generalkonsul, Charlotte Knobloch, Landrat Karmasin und weiteren Akteuren

Erinnerungsort Opfer des Olympia-Attentats 1972: Eckpunkte formuliert

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Unser Archivbild zeigt einen Rabbiner sowie  christliche Seelsorger an der vom Gröbenzeller Künstler Hannes L. Götz geschaffenen Gedenkstätte vor dem Haupttor des Fliegerhorstes. Dort sind die Namen der Opfer des Olympia-Attentats in einer Gedenktafel eingelassen.

Fürstenfeldbruck/München – Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hatte im September letzten Jahres das vom Freistaat Bayern beauftragte Konzept für einen „Erinnerungsort Olympia-Attentat 1972“ vorgestellt. Auf der Grundlage dieses Konzepts soll bis 2016 in München ein Memorium errichtet werden. Es enthält darüber hinaus Vorschläge, wie - nach Auflösung des Fliegerhorstes frühestens ab 2019 - in Fürstenfeldbruck eine Gedenkstätte aussehen könnte.

Während der XX. Olympiade in München überfielen palästinensische Terroristen die israelische Olympiamannschaft, töteten zwei Menschen und nahmen neun weitere als Geiseln. Beim Versuch, diese zu befreien, starben am 5. September 1972 auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck neun israelische Sportler und ein deutscher Polizeibeamter.

Das Münchner Konzept sieht ausdrücklich vor, in die Abstimmungsprozesse alle Beteiligten miteinzubeziehen. Dazu hat sich entsprechend eines Beschlusses des Kulturausschusses des Kreises im Herbst 2013 ein Forum gebildet, dem Vertreter der Fraktionen, der Stadt Fürstenfeldbruck, der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), des Generalkonsulates des Staates Israel, der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, eine wissenschaftliche Fachkraft und Vertreter der Verwaltung angehören. „Ein so wichtiges und bedeutendes Vorhaben, das zugleich so viele Beteiligte und Akteure hat, braucht Zeit und muss sensibel und umsichtig in Angriff genommen werden. In der zweiten Forumssitzung konnten wir wichtige Eckpunkte der Projektleitung in München übermitteln, um so rechtzeitig bei den Planungen des Freistaates berücksichtigt zu werden“, so Landrat Thomas Karmasin, der den Vorsitz im Forum inne hat.

In der Sitzung am 25.3.2014 nahmen die Präsidentin der IKG, Dr. h. c. Charlotte Knobloch, der Generalkonsul des Staates Israel, Dr. Dan Shaham, einer der drei Konzeptautoren aus München, Werner Karg von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit sowie Vertreter der Kreistagsfraktionen teil. Zu den Eckpunkten gehören, auch wenn die künftigen Eigentumsverhältnisse noch unklar sind, Überlegungen, den Originalschauplatz (Teile des Flugfelds und den Alten Tower) zu erhalten und die Fortführung des Fürstenfeldbrucker Gedenkens mit einem Ausstellungs- und Erinnerungsraum sowie einem Ort der Begegnung für Seminare oder Unterricht sicherzustellen. Überlegt wurde auch ggfs. das bisherige Denkmal (Objekt mit Tafeln) in Abstimmung mit dem Gröbenzeller Künstler Hannes L. Götz vom Haupttor der Kaserne in würdigem und angemessenem Umfang an den Originalschauplatz umzusetzen. Um diese und weitere Überlegungen voranbringen zu können, beschlossen die Forumsmitglieder spätestens im Frühjahr nächsten Jahres ein Symposium abzuhalten und ein Gebäudegutachten, das grundsätzlich Realisierungsmöglichkeiten im Alten Tower prüft, in Auftrag zu geben.

Da mit den Kommunalwahlen sich auch die Zusammensetzung des Forums ändert, wird das neue Forum zu weiteren Sitzungen erst nach den konstituierenden Sitzungen der Kreisgremien wieder zusammentreten.

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