Förderverein des Pfefferminzmuseums macht Minze Stress

Uni Jena forscht auf dem Teeacker des Eichenauer Pfefferminzmuseums 

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Das Versuchsfeld der Uni Jena in Eichenau.

Eichenau - Jetzt lüftet der Förderverein Pfefferminzmuseum Eichenau das Geheimnis, was er seit dem Frühjahr 2013 auf einem Teil seines Ackers Außergewöhnliches macht: Er führt für die Friedrich-Schiller-Universität Jena einen Vorversuch zu den Auswirkungen von Stress auf die Pfefferminze durch.

 

Seit Monaten wundern sich Anwohner, Spaziergänger und Passanten über neun rechteckige Holzgestelle auf einem Teil des Pfefferminzackers im Westen der Gemeinde Eichenau. Zur Besorgnis, hier würden Gen-Versuche durchgeführt, bestand und besteht keinerlei Anlass, versichert Fördervereinsvorsitzender Hans Kugler: „Unter Leitung von Wolfgang Heilmann, unterstützt durch Egon Ondrusch und Michael Gumtau, setzen wir unsere Minze lediglich unterschiedlichem Stress aus: geringe und starke Beschattung, keine Düngung, Überdüngung, Regenschutz oder kein Unkrautjäten sowie verschiedene Kombinationen dieser Stressfaktoren.“

 Eine umfangreiche Dokumentation des Vorversuchs wird in wenigen Wochen fertiggestellt sein und dann der Uni Jena zur Verfügung gestellt. Wissenschaftler dieser Hochschule, in deren Auftrag sich die Eichenauer engagieren, erhoffen sich Erkenntnisse darüber, ob Stress bei der Pfefferminze zur Bildung von Antioxidantien führen könnte, die wiederum gegen freie Radikale und damit möglicherweise gegen Krebs wirken würden. Sollte sich dies auf Grund der Eichenauer Versuche als realistische Annahme herausstellen, würde die Universität Jena Fördermittel für einen wissenschaftlichen Großversuch beantragen. 

 Das Team des Fördervereins Pfefferminzmuseum hat aus den neun für den Test angelegten Teilflächen die Heilpflanze inzwischen schon zu drei unterschiedlichen Wachstumsphasen geerntet, jeweils alle neun Proben getrennt getrocknet, danach einzeln verpackt und dann an das Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Jena sowie an das elektrochemische Speziallabor EQC in Kelheim geschickt. „Wir sind sehr gespannt, inwieweit sich die Erwartungen an unsere Arbeit erfüllen“, zeigt sich Hans Kugler noch ein wenig skeptisch. Doch lässt er keinen Zweifel aufkommen, dass es „eine Riesensache wäre, wenn sich die Hoffnungen der Wissenschaftler bestätigen würden und wir also einen Beitrag zu wichtigen neuen Erkenntnissen geleistet hätten.“ Denn dann hätte sich ja schließlich erwiesen, dass die vielseitige Heilpflanze Pfefferminze noch um weitere gesundheitsrelevante Funktionen reicher ist. 

Informationen:  www.minzmuseum.de

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