Photovoltaikanlagen - Grundsatzentscheidung in Moorenweis: Der Deckel geht bei 120 Prozent zu

Künftig wird die Gemeindeverwaltung die Errichtung von neuen Photovoltaikanlagen solange zugelassen oder zumindest geprüft, bis der Eigenbedarf zu 120 Prozent gedeckt ist. Diesen Grundsatzbeschluss fasste der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit der knappen Mehrheit von 9:7 Stimmen. Der Entscheidung vorausgegangen war eine ähnlich engagierte Diskussion wie bereits im Dezember des vergangenen Jahres. Mit den bisher im Gemeinderat installierten Anlagen wird ein Deckungsgrad von rund 90 Prozent erreicht.

Daher war sich auch eine knappe Mehrheit des Gremiums einig, für künftige Planungen den Bürgern einen gewissen Spielraum zu geben. So schlugen Gertraud Riedl-Steininger (SPD) und Michael Vogt (Bürgervereinigung) vor, den Grad der Deckung auf 150 Prozent festzusetzen. Vogt ergänzte seinen Vorschlag dahingehend, alle bisherigen Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs solange zu bearbeiten, bis die 150 Prozent erreicht. Der 2. Bürgermeister Hubert Leib (CSU) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man mit den bisher vorliegenden Anträgen etwa 190 Prozent erreichen würde. Die Wahrscheinlichkeit von Ablehnungen sei also groß, Einzelfallentscheidungen aber sinnvoll, so Leib. Zurückhaltend gegenüber großzügigen Regelungen zeigte sich Franz Paul Niedermeir (CSU): „Auch eine Landschaft im hintersten Eck ist eine Landschaft“, sagte er im Hinblick auf das Erscheinungsbild. Einen weiteren Aspekt brachte noch Rudi Keckeis (Bürgervereinigung): „Die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Energieform leidet, wenn ich einen Solarpark nach dem anderen baue.“ Mit 120 Prozent Eigenbedarfdeckung habe man genug Engagement für alternative Energieformen gezeigt, meinte Keckeis. Josef Spicker gab zu bedenken, dass die Rendite sinken könne. „Mit den Photovoltaikanlagen wird es so sein wie mit der Abwrackprämie. Irgendwann ist der Topf leer.“ Und Hubert Leib wies zudem auf Regelungen in anderen Gemeinden hin. „Man kann dem Bürger auch mal sagen, dass er in Kottgeisering gar keine Anlage bauen dürfte“, wies Leib auf eine entsprechende der ein paar Kilometer entfernten Gemeinde hin.

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