145 Polizeibeamte beendeten ihr Studium in FFB - Feier mit dem Innenminister

„Heute können sie sich entspannt zurücklehnen“, sagte der Fachbereichsleiter Hermann Vogelgsang zu den 145 Polizeibeamten, die ihr dreijähriges Studium an den Fachhochschulen in Fürstenfeldbruck und Sulzbach-Rosenberg erfolgreich abgeschlossen haben. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, Polizei und Bundeswehr erhielten die zehn besten Prüfungskandidaten im Rahmen einer festlichen Diplomierungsfeier aus den Händen von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ihre Diplome. Musikalisch umrahmt wurde die Feier im Brucker Stadtsaal vom Bläserensemble des Musikkorps der Bayerischen Polizei unter der Leitung von Alfred Menzinger.

Die Präsenz hoher Gäste aus dem öffentlichen Leben dokumentiere den Stellenwert, den die Ausbildung im Polizeidienst genieße, stellte Direktor Vogelgsang heraus. Er erinnerte die ab 1. Mai in verschiedenen Dienststellen in Bayern in der mittleren Führungsebene oder als Sachbearbeiter des gehobenen Dienstes eingesetzten Polizeikommissare daran, dass Lernen aber niemals ein abgeschlossener Prozess sei und sie stets bereit für Neues sein müssen. Der verspätet zum Festakt ankommende Staatsminister Joachim Herrmann stellte anschließend auch noch das vorgesehene Protokoll auf den Kopf, als er unmittelbar nach der Begrüßungsansprache von Vogelgsang seine Festrede hielt. Dem Präsidenten der Bayerischen Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, Reinhard Brey, blieb ebenso wie Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer somit nur übrig, ihre Grußworte nachzuholen. Auch der Vertreter der Absolventen musste sich mit seiner Rede hintenan stellen. Der Brucker Rathauschef erinnerte daran, dass bereits seit 85 Jahren in Fürstenfeld ausgebildet werde. Nicht nur deswegen würde der Großen Kreisstadt zusätzlich auch der Beiname Fachhochschulstadt gut zu Gesicht stehen, griff Kellerer den Gedanken Vogelgsangs auf, als dieser bei der Begrüßungsansprache ein eigens gefertigtes Ortsschild schon einmal in die Höhe hielt. „Wir haben ein großes Sicherheitsbedürfnis“, so Kellerer weiter. „Deshalb würde ich mir wünschen, dass die Polizei vor Ort mehr Präsenz zeigen würde.“ Die Verlegung der Polizeidirektion von Fürstenfeldbruck nach Ingolstadt könne er nicht nachvollziehen. „Ab heute sind sie wer“, rief der Präsident der Bayerischen Fachhochschule, Reinhard Brey, den Absolventen zu. Auch wenn der Dienstherr den Beamten die Verleihung auf Lebenszeit antrug, so will er aber auch etwas zurück haben, gab Brey den Beamten mit auf den Weg. „Er will, dass sie sich mit voller Hingabe ihrem Beruf widmen“. Innenminister Joachim Herrmann stellte in seiner Festrede die allgemeine Situation der Polizei in Bayern dar. Bayern nehme in der Kriminalstatistik dank geringer Verbrechensrate und hoher Aufklärungsquote im Vergleich zu den übrigen Bundesländern einen Spitzenplatz ein, so Herrmann. Der Zweck sei jedoch kein Ranking, sondern die Sicherheit für die Menschen in Bayern zu garantieren. 2800 Stellenanhebungen enthält der neue Haushalt, so Herrmann. Im Durchschnitt werden die Polizeibeamten alle sechs Jahre befördert. 1500 neue Fahrzeuge werden beschafft, die Hubschrauberflotte werde erneuert und 4000 neue Computer werden verteilt. Auch die umfangreiche Ausbildungsreform streifte Herrmann und gestand ein, dass sie für Dozenten und Lernende gleichermaßen eine große Herausforderung darstellte. Der im Namen der Absolventen sprechende Sebastian Pinta stellte in einer humorigen Rede den Schulalltag dar, brachte aber auch kritische Töne an. So erteilten die Lehrgangsteilnehmer der beiden Schulen in Fürstenfeldbruck und Sulzbach-Rosenberg dem internen Tauziehen, wer die beste Schule sei, eine klare Absage. „Alle sollten in eine Richtung ziehen“, forderte Pinta für die Zukunft. Gar als „Drama“ und schwere Belastung während der Prüfung bezeichnete Pinta die späte Bekanntgabe des neuen Verwendungsortes erst eine Woche vor den Prüfungen.

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