Puchheim: SPD-Bürgermeisterkandidat Norbert Seidl will auf neuen Wegen bewährte Politik fortsetzen

Puchheims SPD-Bürgermeisterkandidat Norbert Seidl (l.) kann sich im Wahlkampf der tatkräftigen organisatorischen Hilfe des Ortsvorsitzenden Jean-Marie Leone sicher sein. – Foto: Hans Kürzl

„Als Stadt haben wir eine Menge zu tun“, sagt Norbert Seidl. Auch deshalb hat der Bürgermeisterkandidat der Puchheimer SPD ein Programm über 48 Seiten abgeliefert. „Die Grundlagen, nach denen wir arbeiten wollen“, beschreibt Seidl das Werk. Es solle aber auch die Ernsthaftigkeit seiner Kandidatur unterstreichen, betont der 48-jährige. Seinen Wahlkampf führt Seidl unter dem Motto „Erfolge fortsetzen – Mut zur Zukunft“.

Damit soll auch eine Brücke geschlagen werden zum amtierenden SPD-Bürgermeister Herbert Kränzlein. Was er an Grundlage geschaffen habe, sei eigentlich einmalig, so Seidl – und nennt Beispiele: solide Finanzen, Gewerbepolitik und ein gesundes soziales Miteinander. Dennoch will sich Seidl ein wenig abheben. „In der Art und Weise wie ich politische Entscheidungen angehe, möchte ich verändern.“ Er sei ein Mensch, der auf Kommunikation und Moderation setze. Das wird bei einem der Puchheimer Hauptthemen nötig sein – der Gestaltung der Ortsmitte. „Das Zentrum muss wirken und nach außen strahlen“, sagt Seidl dazu und ergänzt: „Für die Stadtmitte muss ein Gesicht entstehen, das man wieder erkennt.“ In dem Zusammenhang erwähnt Seidl auch die Sanierung der Alten Schule in Puchheim-Ort. Die Unterbringung der Musikschule könne er sich dafür vorstellen. Aber Seidl will ergebnisoffen in die Diskussion gehen. Der Zweck, zu dem die Alte Schule genutzt werde, müsse lediglich für die Stadt Sinn machen. Und klare Grenzen setzt er, unabhängig von allen Wünschen ebenfalls: „Die Sanierung darf nicht mehr als zwei Millionen Euro kosten.“ Auch Bildungspolitik liegt dem beruflich in München als Mittelschullehrer tätigen Seidl am Herzen. „Bildung, das ist etwas typisch sozialdemokratisches“, sagt Seidl. Mehr fördern als fordern, soll man da, findet er. Kindern und Jugendlichen solle eine gute Zukunft ermöglicht werden. Sogar Visionen entwickelt Seidl – energiepolitisch. „Mein Ziel ist es, die Energieversorgung bis 2020 aus regenerativen Quellen sicherzustellen.“ Dem zeitlich doch sehr viel näheren Wahlkampf sieht Seidl gelassen entgegen. Mit den anderen Kandidaten Harald Heitmeir (CSU), Manfred Sengl (Grüne) und Wolfgang Wuschig (ubp) bestehe ein gutes Verhältnis. Bei vier Bewerbern geht der SPD-Mann, der einen Wahlkampfetat von 8000 bis 10.000 Euro hat, von einer Stichwahl aus. Zu seinen Chancen für den 8. Juli meint Seidl: „Ich habe nichts zu verlieren.“ Immerhin hat der Vater von drei Kindern (1993, 1996 und 2000 geboren) kommunalpolitisches Blut in den Adern. Im niederbayerischen Freyung geboren, wuchs er in Neuraimundsreut auf. Dort war sein Vater Gemeinderat und zweiter Bürgermeister. Der SPD trat Norbert Seidl 1989 im Ortsverein München-Neuhausen bei, 2007 wurde er in den Vorstand des Ortsvereins Puchheim gewählt. Seit November 2010 sitzt Seidl als Nachrücker im Stadtrat, ist dort Mitglied des Finanzausschusses. Zudem ist er Vorsitzender der Nachbarschaftshilfe Puchheim.

Meistgelesene Artikel

Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Hattenhofen/Mammendorf - Erneut ereignete sich auf der Bundesstraße 2 zwischen Hattenhofen und Mammendorf ein tödlicher Verkehrsunfall. Erst am 7. …
Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Fürstenfeldbruck – Brucks 53-jähriger Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) ist nach Feststellung einer amtsärztlichen Untersuchung auf Dauer …
Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Famata erfolgreich behandelt

Fürstenfeldbruck – Als Fatama Cephas vor vier Jahren das erste Mal im Klinikum behandelt worden ist, war sie acht Jahre alt. Nach einem Sturz ist ihr …
Famata erfolgreich behandelt

Kommentare