Nach dem Vorbild von Kopenhagen – Umwelt- und Verkehrsausschuss stimmte am 11. März mit 9:6 Stimmen einer Testphase zu

Kostenloser Fahrradverleih in FFB geplant 

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Vor einem Jahr warben die Grünen im Rahmen der bevorstehenden Kommunalwahlen noch mit einer besonderen Aktion für eine Radl-freundlichere Kreisstadt, vorweg die jetzige dritte Bürgermeisterin Karin Geißler.

Fürstenfeldbruck – Die Große Kreisstadt nimmt sich ein Beispiel an Kopenhagen und will einen Fahrradverleih einführen. Hatte Brucks neuer Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) im Wahlkampf vor einem Jahr stets die dänische Hauptstadt hinsichtlich ihrer Fahrradfreundlichkeit als vorbildlich gepriesen, so sollen an zehn Stationen im Stadtgebiet für jedermann Fahrräder zur kostenlosen Benutzung bereitgestellt werden.

 Der Umwelt- und Verkehrsausschuss im Brucker Stadtrat stimmte am 11. März mit 9:6-Stimmen einer Testphase von zunächst zwei bis drei Jahren zu, wobei die im Fundbüro nicht abgeholten Fahrräder dazu eingesetzt werden sollen. In der Vergangenheit wurden diese herrenlosen Fahrräder stets beim Altstadtfest öffentlich versteigert. In der kontrovers geführten Diskussion hatten einige Stadträte die Einführung eines kommerziellen Räderverleihs gefordert. Sie vertraten die Meinung, die Fundfahrräder würden nicht zu den Stationen zurückgebracht, sondern sie würden einfach irgendwo abgestellt und man müsste sie dann einsammeln. 

Die Verwaltung wurde beauftragt, die Modalitäten zu prüfen. Brucks Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) könnte sich einen Verleih noch in diesem Jahr vorstellen. Die Fahrräder sollen farblich gekennzeichnet und durchnummeriert werden, teilte die städtische Fahrradbeauftragte Josefa Dahme mit. Die Stadt vertraue den Benutzern und gehe davon aus, dass das kostenlose Angebot nicht missbraucht werde. Damit jeglicher Haftungsanspruch ausgeschlossen werden kann, müssen die Fahrräder allerdings verkehrssicher sein und regelmäßig gewartet werden. Dahme sucht dafür Partner, die die Wartung und regelmäßige Kontrollen durchführen können. Ggf. könnte man auch prüfen, ob der städtische Bauhof mit den Arbeiten beauftragt werden kann. Mit wieviel Rädern der Verleih-Betrieb eröffnet werden kann, muss auch noch abgeklärt werden. Im Fundbüro beim Bauhof landen pro Jahr ca. 25 einigermaßen verkehrstüchtige Räder. Weitere Fundräder müssten eventuell repariert werden, ein Zukauf von neuen Rädern lehnt man vorerst ab. Vielleicht könne man Brucker Firmen als Sponsoren gewinnen. Die Kosten für die Aufbereitung aller Räder und die Errichtung der überdachten Fahrradstationen würden im ersten Jahr rund 60.000 Euro betragen. 

In den Folgejahren rechnet Dahme mit jeweils etwa 20.000 Euro für den laufenden Betrieb. Auch hier könnte man versuchen, die Kosten für das Projekt über Werbung von ortsansässigen Firmen an den Rädern aufzufangen. 

Dieter Metzler

 

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