Das Rassoburg-Theater Grafrath e.V. hat sich modernen Stücken, Klassikern und bayerischen Komödien verschrieben 

Dramen und seriöses Volkstheater mit Regisseur Günter Mayr 

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 2011 führte das Rassoburg-Theater „Anatevka“ auf. 

Grafrath – Das Rassoburg-Theater Grafrath e.V. hat sich vor allem modernen Stücken, Klassikern und bayerischen Komödien verschrieben. Seit der Gründung im Jahr 2008 führte es Stücke von Ludwig Thoma, Karl May, Tennessee Williams und Loriot auf. Angefangen hat alles mit dem Historienspiel „Rasso – dux bavariae“, das 2004 in Grafrath mit großem Erfolg aufgeführt wurde. 

  Regisseur Günter Mayer, der zur 1050 Jahrfeier das Rasso- Stück geschrieben hat, setzte viele Schauspieltalente ein und begeisterte Zuschauer und Spieler gleichermaßen. Offiziell wurde das Rassoburg-Theater vier Jahre später aus der Taufe gehoben. Erste Spielstätte war die geräumige Bühne im Saal des Bürgerstadls, mit Platz für ca. 250 Personen. Hier spielt das Rassoburg-Theater seit der Komödie „Die Medaille“ vorwiegend humorvolle Stücke in bayerischer Mundart. Für den künstlerischen Leiter Günter Mayr war die Umsetzung seiner Ideen sehr wichtig: „Ich wollte Stücke inszenieren, die lustig sind, aber zugleich Volkstheater seriös. Ich mag keine Klamauk-Stücke“. 

 Das zeigt sich auch in der Historie des Theaters: 2007 wurde „Ein bayerischer Sommernachtstraum“ aufgeführt, 2008 folgte „Gasthaus zum alten Simpl“, gefolgt von „Der Schusternaz“ von Thoma, „Das Tagebuch der Anne Frank“, „Die Wilden“, „Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams, „Szenen von Loriot“ (2012), „Der zerbrochene Krug“ von Kleist und „Valentinaden“ – Szenen von Karl Valentin im Frühjahr 2013. Dramatische Stücke oder Loriot spielt die Theatergruppe seit 2011 im schönen Dachsaal Marthashofen. Auch im idyllischen Bauernhofmuseum Jexhof präsentierte der Theaterverein 2010 das Drama „Das Tagebuch der Anne Frank“ und im Rahmen der Sommerausstellung das Musical „Anatevka“.

Günter Mayr, der Gesang- und Schauspiel studiert hat, ist stolz auf seine Mitglieder. „Auf 50 Leute kann ich regelmäßig zurückgreifen. Sie sind damals aus dem Rassospiel entstanden und mir treu geblieben“. Der Regisseur erzählt, dass ihm die Arbeit mit den Schauspielamateuren sehr großen Spaß mache: „Oft besitzen sie mehr Leidenschaft und Herzblut“, fügt er hinzu. Bis zu drei Theaterstücke pro Jahr studiert die Gruppe ein. Im Oktober soll sich der Vorhang für die Gespensterkomödie „Geisterbräu“ von Josef Maria Lutz heben. Ab Ende August heißt es also für die Darsteller wieder dreimal wöchentlich proben. „Man muss viel von seiner Freizeit opfern, aber die meisten machen es gerne“, so Günter Mayr. „Statt abends Fußball zu spielen, stehen sie lieber auf der Bühne“.

Infos unter: www.rassoburgtheater.de

Nicole Burk  

 

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