Gutbesuchte Informationsveranstaltung im Landratsamt – Rentenbeitragszahlung bei Pflege von Angehörigen möglich

Frau und Rente

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Siegrun Kern von der Deutschen Rentenversicherung informierte über „Frau und Rente – was ist wichtig?“

Fürstenfeldbruck -  Für Frauen ist es erste Priorität, sich rechtzeitig über ihre Rentenansprüche sowie die Auswirkungen von Babypause, Pflegezeiten, Teilarbeitszeit und Minijobs zu informieren. Damit die Frauen im Alter keine bösen Überraschungen erleben, luden die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes, Annemarie Fischer, und die Referentin des Kreistags für Gleichstellung, Petra Weber (SPD), am 13. April zu einer Informations-Veranstaltung in den großen Sitzungssaal im Landratsamt ein. Siegrun Kern von der Deutschen Rentenversicherung, referierte zum Thema „Verschenken Sie kein Geld – Frau und Rente – was ist wichtig?“

Groß war das Interesse an der Veranstaltung,  der Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Vieles hatte die Referentin im Gepäck, angefangen bei der Frage, wie sich die Babypause oder auch die Pflege von Angehörigen auf die Rente auswirkt. Sie informierte auch darüber, welche Zeiten angerechnet werden beziehungsweise, welche Auswirkungen Minijob und Teilzeitarbeit auf die späteren Rentenbezüge haben. So warnte Kern davor, bei einem Minijob  auf das Einzahlen des Arbeitnehmeranteils in die Rentenversicherung zu verzichten. Auch wenn das einen Abzug von den maximal 450 Euro bedeute, rechne sich das für die meisten, so Kern. „Diese Zeiten werden unter anderem auf Ihre Wartezeiten angerechnet und sie haben dann Anspruch auf Rehaleistungen.“ Beim Thema Altersrente stellte Kern die unterschiedlichen Rentenarten vor, wobei sie die Regelaltersgrenze und auch die Auswirkungen der Inanspruchnahme einer vorzeitigen Rente oder der Ausübung einer Teilzeitbeschäftigung auf die Rentenhöhe darstellte. 

Da Frauen im Gegensatz zu den Männern meistens keinen zusammenhängenden Versicherungsverlauf haben, gebe es viel zu beachten. Zum Beispiel wies Kern in Sachen Kindererziehungszeiten darauf hin, dass in Deutschland sich nicht nur die leiblichen Eltern Erziehungszeiten anrechnen lassen können, sondern auch Adoptiv- und Pflegeeltern. 

Auch wer einen Familienangehörigen im häuslichen Umfeld pflegt, sollte unbedingt prüfen, ob er nicht einen Anspruch auf eine Rentenbeitragszahlung durch die Pflegekasse habe. Es bedarf dazu keinen Antrag, sondern nur ein Fragebogen müsse ausgefüllt werden. Mit der Übernahme der Rentenbeitragszahlungen durch die Pflegekasse erhöhe sich nicht nur die Rente. Es ist damit auch sichergestellt, dass die Beitragsjahre weiter fortgeführt werden, was sich auf die Wartezeit positiv auswirkt. An diesem Nachmittag wurde verdeutlicht, dass gerade bei Frauen die richtige Information und gut geplante Vorsorge ein sehr wichtiger Punkt für die Lebensplanung im Alter ist.   Sie wies aber auch darauf hin, dass bei diesem Info-Nachmittag nur die wichtigsten Punkte der einzelnen Themen angeschnitten werden könnten. Für eine individuelle Beratung sei es auf jeden Fall empfehlenswert, einen Termin bei einer Rentenberatungsstelle zu vereinbaren. 

Dieter Metzler

 

Termine für die  Terminvergabe für die Rentenberatung der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd können ausschließlich über die kostenfreie Telefonnummer 0800 6789100 vereinbart werden. Das Servicetelefon ist Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr besetzt. Bitte halten Sie zur Terminvereinbarung Ihre Versicherungsnummer bereit und bringen Sie zur Beratung Ihre Versicherungsunterlagen und Ihren Personalausweis mit.

Sämtliche Beratungen sind kostenfrei.

Auch bei der Stadt Fürstenfeldbruck können sich Interessenten bei "Renten und Soziales" beraten lassen. Tel.-Nr. 08141/2813320 oder 3321 von Mo - Do 8 - 12 Uhr,  Freitag: geschlossen.  

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