Retter mit kalter Schnauze

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Drückten noch einmal die Schulbank: Die Hunde der Rettungshundestaffel Fürstenfeldbruck trainierten die Suche nach vermissten Personen auf dem Gelände der leer stehenden Grundschule am Niederbronner Weg.

Fürstenfeldbruck – Die leer stehende Grundschule am Niederbronner Weg diente kürzlich noch einmal zu Ausbildungszwecken. Doch diesmal waren es nicht Kinder, die dort Neues lernten, sondern fertig ausgebildete, einsatzfähige Rettungshunde und Vierbeiner, die das einmal werden wollen. Das große Gebäude bot den Aktiven der Rettungshundestaffel Fürstenfeldbruck e.V. ideale Ausbildungsmöglichkeiten, die sie bis in den Abend hinein nutzten.

Die erfahrenen Hunde suchten ganz auf sich gestellt das komplette Gebäude nach den vorher dort versteckten Personen ab. Frauchen oder Herrchen blieben einfach an der Eingangstür stehen und warteten bis nach ein paar Minuten lautes Bellen einen Fund signalisierte. Diese enorme Selbstständigkeit und die nötige Ausdauer wollen allerdings Schritt für Schritt gelernt sein. 

Hunde, die erst am Beginn ihrer Karriere stehen, bekamen nur einen oder zwei Räume zugewiesen, in denen sie mit sichtbarer Begeisterung nach menschlicher Witterung suchten. Groß war die Freude bei ihnen, sobald sie jemanden – etwa in einem Schrank – lokalisierten. Kein Wunder, denn wenn ein Rettungshund eine Person findet, gibt es für ihn immer eine ganz besondere Belohnung, ganz auf den Geschmack des einzelnen Hundes abgestimmt: Von Wiener Würstchen bis Leberwurst aus der Tube war auch dieses Mal alles geboten. Denn schließlich suchen die Lebensretter mit der kalten Schnauze beim Training wie auch im Ernstfall nicht aus sozialer Einstellung nach vermissten oder verschütteten Personen. 

Egal ob es um die demenzerkrankten ältere Dame geht, die von einem Spaziergang nicht mehr ins Seniorenheim zurückgekommen ist, oder nach einer Gasexplosion ein Sucheinsatz nötig ist. Für die Hunde ist es jedes Mal ein großer Spaß, ihre unersetzliche Nase einzusetzen und sie erwartet immer eine tolle Belohnung, wenn sie ihre Aufgabe gemeistert haben. Auch bei dieser Übung in der leer stehenden Grundschule sah man den Hunden regelrecht an, wie zufrieden sie nach jeder erfolgreichen Suche ins Auto sprangen und dort auf den nächsten Durchgang warteten. Dementsprechend positiv fiel das Fazit der ersten Vorsitzenden am Ende der Übung aus: „Heute wurden unsere erfahrenen Rettungshunde richtig gefordert und unsere Nach- wuchshunde haben alle wieder etwas dazugelernt“, so Dr. Esther Gruber.

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