Ringer-Talent Thomas Kaufmann, dreifacher Bayerischer und einmal Deutscher Meister

Er scheint ein wahres Ringer-Naturtalent zu sein, der 16-jährige Thomas Kaufmann aus Olching. Erstmals aufhorchen ließ der Schüler, als er sich nach nur neun Monaten intensivem Training im Jahre 2006 als 14-Jähriger bei seiner ersten Meisterschaftsteilnahme sogleich den Titel als bayerischer B-Jugendmeister (Altersklasse 14 – 15 Jahre) im Freistil Ringen bis 85 Kg souverän sicherte. Mit drei Schultersiegen in der gleichen Gewichtsklasse heimste Kaufmann Anfang April 2007 im hessischen Haibach sogleich auch die Deutsche Meisterschaft ein. Dabei musste der Olchinger, der für den SV Siegfried Hallbergmoos-Goldach ringt, nicht einen einzigen Wertungspunkt abgeben.

Im vergangenen Jahr gewann Kaufmann erstmals die bayerische A-Jugendmeisterschaft im griechisch-römischen Stil bis 100 kg. Vor zwei Wochen verteidigte er nun seinen Titel in Unterdürrbach bei Würzburg erfolgreich. Durch technische Überlegenheit bezwang er in seinem ersten Kampf Michael Marnette vom SC Anger nach Punkten, ebenso wie anschließend Vasili Govedarica vom TSV Burgebrach. Im dritten Kampf führte Kaufmann gegen Tunahan Cedimoglu nach Punkte, bevor er seinen Gegner noch vor dem Ende der ersten Runde schulterte. Nach dem Schultersieg im vierten Kampf nach nur zehn Sekunden über Florian Riegauf vom TSV 1860 Weißenburg war Thomas Kaufmann am Ziel. Zuletzt nahm Thomas Kaufmann mit seinem Verein Hallbergmoos an der Bayerischen Mannschafts-Meisterschaft in Mietraching teil. Im März steht dann der Auswahl-Lehrgang zur Qualifikation um die Deutsche Meisterschaft in der Sportschule Oberhaching auf dem Programm. Denn die bayerischen Titelträger sind nicht automatisch für die Wettkämpfe qualifiziert, sondern die Entscheidung trifft der Landes-Verbandstrainer nach dem Lehrgang. Kaufmann hofft auf eine Nominierung, da die Deutschen A-Jugend-Meistschaften im Freistil Ringen heuer vom 3. bis 5. April von seinem Heimverein Hallbergmoos ausgetragen werden. Begonnen hat Thomas Kaufmann als Siebenjähriger mit dem Ringen noch beim TSV Gernlinden, dem nächstgelegenen Verein von Olching, der einer Ringer-Riege unterhielt. Doch als die Abteilung mangels geringer Teilnehmer aufgelöst wurde, wandte sich Thomas Kaufmann nach zwei Jahren dem Handball zu. Bis zu seinem 13. Lebensjahr spielte er beim TSV Olching. Doch das Ringen ließ ihn einfach nicht los. So schaute er mit seinem Vater beim ESV Neuaubing vorbei, der eine erfolgreiche Ringer-Abteilung hatte. Vorbeigeschaut und mitgemacht, das machte für den Ringer begeisterten Thomas Kaufmann keinen Unterschied mehr. Ein Jahr lang blieb der Schüler beim ESV, dann wechselte er zum SVS Hallbergmoos, denn er wollte unbedingt höherklassig ringen. Drei bis viermal in der Woche muss Papa Stefan oder Mama Conny den ehrgeizigen Burschen nun ins Training nach Hallbergmoos kutschieren, denn die Fahrt mit der S-Bahn dauert eine halbe Ewigkeit.

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