Rosen für die Niederbronner Schwestern

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HERMANN EISENHARDT Landkreis - Fürstenfeldbruck – Mit einer Festmesse feierten die Niederbronner Schwestern, Betreiber des Alters- und Pflegeheims Theresianum an der Brucker Kirchstraße, ihre Ordensgründung vor 150 Jahren und ihre Niederlassung in der Kreisstadt. Pfarrer Michael Bayer und Kirchenpflegerin Gabriele Fröhlich dankten zum Jubiläum für die treuen Dienste der Schwestern in der Kreisstadt. Sie überreichten Schwester Ehrengardis, der hiesigen Ordensoberin der Gemeinschaft, im Namen der Pfarrei St. Magdalena am Schluss des Festgottesdienstes einen Rosenstock. Die Festmesse konzelebrierten Stadtpfarrer Bayer zusammen mit dem neuen Krankenhausseelsorger Dominikanerpater Alexander Klima. In seiner Predigt wünschte der Pfarrer den sieben Schwestern und den Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes, es möge ihnen und allen Menschen gelingen, „unsere Urwünsche und Sehnsüchte zu stillen“ und dabei zu erfahren, dass letztlich die „Einheit mit Gott das wahre Ziel aller Sehnsüchte der Menschen“ ist. Außerdem dankte Pfarrer Bayer den Schwestern ausdrücklich für das lange „Zeugnis der Treue und des seit 150 Jahren gelebten Glaubens hier in Fürstenfeldbruck“. In seiner Festansprache nannte er drei Urwünsche, die das Leben aller Menschen antreiben: „Jeder strebe nach Anerkennung seiner eigenen Individualität, Selbst-, statt Fremdbestimmung und einem sicheren Ort der menschlichen Geborgenheit und Heimat.“ Der Orden der Niederbronner Schwestern wurde von Alfons Maria Eppinger im Elsass gegründet. Gleich nach der Ordensgründung vor 150 Jahren erreichte die Schwestern der Wunsch aus Bruck, sich auch hier niederzulassen. So gründeten sie in damaligen Markt Bruck ein hoch angesehenes Altenwohnheim. Erst vor wenigen Wochen, pünktlich zum Jubiläum, konnte der mittlerweile notwendig gewordene Erweiterungsbau und die neue, vergrößerte Hauskapelle eingeweiht werden. Heute betreuen die sieben Schwestern im Theresianum knapp 160 Bewohnerinnen und Bewohner, darunter etwa 50 bis 60 Demenzkranke, die besonderer Pflege bedürfen. Nach der Information von Oberin Ehrengardis erkranken auch mehr und mehr Menschen schon im Alter von 40 bis 60 Jahren an Demenz, so dass auch eine etliche Anzahl jüngerer Leute im Theresianum gepflegt werden. Die Schutzheilige der Niederbronner Schwestern ist die heilige Theresia von Avila, die von 1515 bis 1582 in Spanien lebte und ihrerseits dem Orden vom Göttlichen Erlöser angehörte. Die Festmesse zum 150. Ordenjubiläum im Theresianum, daher der Name, wurde denn auch am Namenstag der heiligen Theresia gefeiert. Die Heilige selbst erhielt im Jahre 1970 eine hohe kirchliche Ehre: Sie wurde vom damaligen Papst Paul VI als erste weibliche Kirchenlehrerin zum „doctor ecclesiae“ ernannt. Aus Anlass des Jubiläums der Niederbronner Schwestern benannte die Stadt Fürstenfeldbruck den Platz vor dem gerade neu entstehenden Mehrgenerationenhaus in der ehemaligen Knabenschule „Niederbronner Platz“.

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