Olchinger Bürgermeister hob beim Festakt zur 50-Jahrfeier der deutsch-französischen Freundschaft besonders den Lehrer Josef Wagner hervor 

Ehemaliger Französischlehrer hat den Schüleraustausch begründet   

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Der ehemalige Französischlehrer am Olchinger Gymnasium, Josef Wagner und seine Frau vor der Schautafel mit den Anfängen des Schüleraustausches.

Olching – „Ein großer Erfolg auf dem Weg zu dieser andauernden Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland, zwischen Feurs und Olching, war ohne Frage der Schüleraustausch“, stellte Bürgermeister Andreas Magg beim Festakt zur 50-Jahrfeier der Partnerschaft zwischen der französischen und bayerischen Stadt heraus. So erwähnten gleich mehrere Festredner bei der Jubiläumsfeier einen Namen: Josef Wagner. Der ehemalige Französisch- und Lateinlehrer, der 1975 ans Olchinger Gymnasium kam, hatte großen Anteil an diesem Schüleraustausch.

 Magg bezeichnete seinen Französischlehrer gar als einen der Motoren des Schüleraustausches. Der pensionierte und in München lebende Gymnasiallehrer und seine Frau zählten zu den Gästen des Festaktes. „Auch ich durfte beim Schüleraustausch dabei sein, genauso wie mein Kollege, genauso wie Du, lieber Jean-Pierre“, rief Magg die Jugendzeit der beiden nunmehr als Bürgermeister der befreundeten Städte in Erinnerung, als er erstmals nach Feurs kam, ebenso wie der 14-jährige Jean-Pierre Taite damals erstmals nach Olching kam. „Auf diesem Weg lernten sich viele hundert Schülerinnen und Schüler kennen und entwickelten grenzenlose Freundschaften“, so Magg. Beim ersten Schüleraustausch Ostern 1976 weilte Josef Wagner mit 30 Schülerinnen und Schüler gleich zwei Wochen in der französischen Partnerstadt. „Im Juli erfolgte dann der Gegenbesuch“, erinnerte sich Wagner vor der Pinnwand im KOM zurück, die mit Fotos und ausgeschnittenen Presseartikeln von damals zeugte. „Die Schüler nahmen am Unterricht teil, wir unternahmen Ausflüge in die nähere und ferne Umgebung. Untergebracht waren sie bei Olchinger Schülereltern. Auch ein Empfang im Rathaus gehörte zum Programm“, so Wagner. Der Gymnasiallehrer war von 1976 bis 2010 für den Schüleraustausch verantwortlich. Seit 1983 fand neben dem linguistischen Austausch auch ein musikalischer Austausch (Chor und Orchester) in vierjährigem Rhythmus statt, und ein Jahr später auch der erste „Lehrer-Austausch“, erinnert sich Wagner. Am 30. Mai 1984 empfing beispielsweise der damalige Bürgermeister Zachmann Lehrer des französischen College und des Gymnasiums Olching. Doch nicht nur die beiden Bürgermeister Magg und Taite kennt Josef Wagner seit ihrer Kindheit durch den Schüleraustausch, auch den Generalsekretär des Deutsch-Französischen Jugendwerks, Dr. Markus Ingenlath, hat Wagner unterrichtet, denn Dr. Ingenlath stammt aus dem benachbarten Lochhausen und besuchte das Olchinger Gymnasium. Wagner glaubt fest, dass der gegenseitige Besuch von jungen Menschen verschiedener Nationalitäten wichtig ist. „Galt es damals in erster Linie Vorurteile abzubauen, um das Verständnis füreinander zu wecken, so gilt es heute Freundschaften zu schließen und zu vertiefen, um in Frieden und Freundschaft gemeinsam zu leben.“ 

Dieter Metzler

 


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