Der schwerkranke Junge Ulrich aus Togo kann Dank vieler Spenden operiert werden - KB-Leser sammelten auch 400 Brillen für Togo

Margret Kopp und ihr Mann Christian besuchten mit dem zehnjährigen Ritsch aus Togo die Redaktion des Kreisboten und holten zugleich die von den Leserinnen und Lesern des KREISBOTEN gespendeten Brillen ab. Foto: Dieter Metzler

Seit 30 Jahren besteht heuer die PiT-Togohilfe e. V., und Margret Kopp aus Maisach, die langjährige Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, wird nicht müde und lässt nichts unversucht, den Menschen in dem kleinen westafrikanischen Land zu helfen, um ihnen die Chance auf ein menschenwürdigeres Leben zu ermöglichen. So kehrte die ehemalige Französischlehrerin erst vor wenigen Tagen mit dem zehnjährigen schwerkranken Ulrich „Ritsch“ Kolani aus Togo nach Deutschland zurück, damit der Schüler und begeisterte Fußballer in einer Münchner Klinik eine lebensrettende Operation erhält. Eine Computer-Tomografie hatte ergeben, dass der kleine Junge einen gefährlichen Tumor im Kopf hat. In Togo ist so eine komplizierte Operation fachgerecht nicht durchführbar, und ein Aufenthalt in Europa ist für die Familie unerschwinglich. Ermöglicht wurde die OP durch viele Spenden der Bevölkerung aus dem Brucker Landkreis, die vom Schicksal des kleinen Fußballhelden aus Togo über die Medien erfuhren.

Auch der KREISBOTE berichtete von dem Schicksal des zehnjährigen aus Togo. Margret Kopp zeigte sich überwältigt von dem überaus großen Zuspruch und der Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis. Die Schauspielerin Monika Baumgartner aus Gröbenzell hat die Schirmherrschaft für das Projekt „Togo-Ronaldo“ übernommen. „Wir alle hoffen, dass sich der kleine Ronaldo, wie ihn seine Klassenkameraden beim Fußball spielen nur rufen, nach seiner Operation wieder seiner großen Leidenschaft widmen und seinem Idol, dem portugiesischen Nationalspieler Cristiano Ronaldo, nacheifern kann“, wünscht sich auch Kopp einen glücklichen Ausgang der Aktion. „Er hatte Angst. Angst vor dem Flug und Angst davor, was ihn in Deutschland erwartet. Und gleichzeitig ist er stolz, in so einen großen „Vogel“ steigen zu dürfen“, berichtete Kopp, dass der Bub noch nie ein richtiges Flugzeug gesehen hat. Zugleich erfüllte ihn die Reise aber auch mit großer Freude, denn zugleich sah er nach vielen Jahren seine in Fürstenfeldbruck lebende Mama wieder und lernte seine zwei jüngeren Stiefbrüder kennen. „Viele Gefühle stürmen so plötzlich auf den jungen Menschen ein, die er erst einmal verkraften muss“, so Kopp weiter. „Aber er weiß auch, nur die Operation kann sein Leben retten. Er flog sozusagen in seine Zukunft.“ Nicht nur beim Spendenaufruf unterstützte der KREISBOTE die Vorsitzende der PiT-Togohilfe, sondern auch mit einem Aufruf, nicht mehr benötigte Brillen in der KB-Geschäftsstelle für die Menschen in Togo abzugeben. Auch hier beweisen die Leserinnen und Leser des KREISBOTEN eine nicht unbedingt erwartete Hilfsbereitschaft. Margret Kopp und ihr Mann Christian konnten es gar nicht fassen, dass innerhalb weniger Tage über 400 Brillen in der Geschäftsstelle des KREISBOTEN in der Hauptstraße abgegeben wurden. (Es kommen laufend weitere Sehhilfen dazu...) „Sehhilfen sind in Togo sehr teuer“, informierte Kopp. „Die meisten Menschen können sich keine Brille leisten.“ Es wäre toll, meinte sie, „wenn sich jetzt noch ein Optiker im Landkreis finden würde, der die Brillen vermessen würde.“ Sollte sich wirklich ein Optiker bis zum nächsten Transport von Hilfsgütern nach Togo finden, kann er sich jederzeit mit Margarte Kopp in Verbindung setzen. Kontakt: 08141/305365 – info@aktionpit.de. Weitere Informationen sind unter www.aktionpit.de erhältlich.

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