Seelenlandschaften – Deutsch-Türkische Berufsschüler im Wartestand auf einen Ausbildungsplatz realisierten Kunstprojekt – Der Weg ins Paradies

Zum Kunstprojekt „Seelenlandschaft“ in der Berufsschule FFB stellten sich drei Schülerinnen der Klasse J 10a begleitend zur Verfügung. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Schüler, die bisher noch keinen Ausbildungsplatz fanden, aber weiterhin berufsschulpflichtig sind, konnten im Rahmen des Blockunterrichts mit der Landsberger Kunsttherapeutin Anja Röhnelt-Kamm und ihrer Lehrerin Stella John ein Kunstprojekt realisieren. „Seelenlandschaften“ geriet zur Freude von Schulleiterin Andrea Reuß zu einem von Mitschülern stark beachteten Blickfang. Er wird Nachahmer finden.

Erfreulich, dass dieser Modellversuch auch in Zukunft öffentlich gefördert wird. Dabei sind nur wenige Dinge so maßgebend für die überraschende Bestätigung der eigenen Fähigkeiten: Lust am Mitmachen und Gestalten. Dazu Phantasie, anregende Bildkarten, Fotos, Zeitungsausschnitte und einfache Materialien wie grundierte Holztafeln, Erde, Sand, Asche und Farben: Die letzteren Dinge zu einem Malbrei verarbeitet. Viel Zeit gab es für ein Bildprojekt der eigenen Schöpfung dafür nicht, nur knapp 4 Stunden Gestaltungszeit in der Schulwerkstatt am 10. November. Es wurde eine von allen begleitenden Pädagogen - daraunter der für die J 10a und 16 Schüler/innen zuständige Klassenlehrer Hans Binder sowie die Sozialpädagogen Manuela Heidler und Rolf Regul - gelobte Gemeinschaftsarbeit mit Außenwirkung. „Träume, Wünsche und Ängste der Jugendlichen wurden sichtbar“. Zu ihren Collagen setzten sie kleine Texte, die ebenso zum Nachdenken anregten: „Der Weg ins Paradies“ zeigte die Interpretation einer deutsch-türkischen Schülerin davon, „Benzin im Blut“ unverkennbar männlich eine Leidenschaft für schnelle aber auch gefährliche Fahrzeuge - was sich auf der Schöngeisinger Straße bei einem tödlichen Unfall tragisch bewies. Eine bunte Tierwelt appellierte „Tiere sind im Leben wichtig!“ und ein ganz kleiner Mädchenkopf im Eckwinkel lässt das große Grauen um sich herum erahnen: „Schmerz, Trauer, Einsamkeit,.Angst,.Krieg!“ Aber auch von der Heimat träumt ein Mann auf einer Bank sitzend, vom Bosporus und der Hagia Sophia. Ein Junge hat „Männerträume“ und ein anderer hat Spaß an Reizwäsche: „My Passion“. Die „Seelenlandschaften“ waren vielfältiger Natur, aber leider nur bis zum 1. Dezember in der Fürstenfeldbrucker Berufsschule, Hans-Sachs-Straße 2, zuhause. Erwarten wir mit Freude neue Gedanken und Werke.

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