Schafkopf mit Bewohnern und Fitnesstraining - Torwart-Ikone zu Gast in einer Wohnanlage für Betreutes Wohnen im Brucker Westen

Fußball-Legende Sepp Maier zu Besuch in Seniorenwohnanlage

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Nach dem Rundgang durch die Erlbau „Betreutes Wohnen“-Anlage nahm sich Sepp Maier die Zeit, um mit drei Senioren aus der Wohnanlage noch eine Runde Schafkopf zu spielen.

Fürstenfeldbruck – In der ansonsten eher ruhigen Seniorenwohnanlage am Kurt-Huber-Ring im Brucker Westen, die vor fünf Jahren vom Familienunternehmen Erlbau seiner Bestimmung übergeben wurde, herrschte am 23. März rege Betriebsamkeit. Der Grund war der Besuch des früheren FC Bayern Torhüters Sepp Maier, der mit der deutschen Fußballnationalmannschaft 1972 Europameister und 1974 Weltmeister wurde.

Sepp Maier führt das Rudergerät vor.

  Das in Deggendorf beheimatete Unternehmen, Spezialist in der Projektentwicklung und dem Bau von Wohneinrichtungen für das Alter, hat die deutsche Torwart-Ikone als prominenten Werbepartner gewinnen können. „So oid bin i doch noch gar ned“, meinte Maier, bekannt dafür, stets einen lockeren Spruch auf den Lippen zu haben. Doch als der im Februar 72 Jahre alt gewordene Maier die schmucke Wohnanlage im Brucker Westen betrat, war seine Neugierde geweckt.

 

Betreutes Wohnen mitten im Brucker Westen

 

 Bei einem einstündigen Rundgang durch die Wohnanlage konnte sich die „Katze von Anzing“ wie Maier in Anspielung auf seinen Wohnort bei Erding in seiner aktiven Zeit von den Fans genannt wurde, von dem Wohnkomfort überzeugen. „Natürlich bin ich nicht zu jung für das heiße Thema Betreutes Wohnen und Pflege im Alter“, sagte Maier, der altersmäßig genau in der Zielgruppe des Betreuten Wohnens mitten im Brucker Westen passt. 41 Wohnungen, etwa die Hälfte der Bewohner sind Mieter, die andere Hälfte Eigentümer, verteilen sich auf die beiden Wohnblocks mit einer gepflegten Außenanlage. Die meisten kommen gut alleine klar: Sie kochen, treffen ihre Kinder, gehen in die im Keller gelegene Sauna oder den Fitnessraum. Eigentlich sollte ihn seine Frau Monika beim „Probewohnen“ im Betreuten Wohnen begleiten, doch sie musste wegen Erkrankung kurzfristig passen.

 

Begleitet von einem Pulk von Journalisten

 

So begann für die Fußball-Torwartlegende das Probewohnen in der Wohnung des Ehepaares M, die ihre hübsche 3-Zimmer-Wohnung mit 85 Quadratmetern, aufgeteilt in Bade-, Gäste-, Wohn- und Schlafzimmer, eine Küche, ein kleiner Abstellraum sowie eine Terrasse, dem Ex-Profi-Fußballer kurzzeitig zur Verfügung stellten. Begleitet von einem Pulk von Journalisten und Fotografen sowie TV-Kameras zog Maier von Zimmer zu Zimmer und meinte anschließend begeistert: „Da legst di nieder, so hätt ich mir das nicht vorgestellt.“ Auch von den Gemeinschaftsbereichen im Haus war Maier recht angetan. Im Fitnessraum probierte er einige Geräte aus, nachdem er zuvor erst einmal eine kräftige Prise Schnupftabak genommen hatte, besichtigte die Sauna und den Ruheraum. Zurück im Gemeinschaftsraum warteten schon einige Bewohner auf den bekannten Gast und freuten sich, als er mit ihnen eine Runde Schafkopf klopfte.

 

Was man sich wünscht: Sicherheit in den eigenen vier Wänden

 

Nach zwei Stunden kehrte wieder Normalität in die Wohnanlage ein, dann war Maiers „Probewohnen“ im Betreuten Wohnen beendet. Im Alter werde der Mensch anfälliger für Krankheiten und häufig lasse sich der Alltag auch nicht mehr ganz ohne fremde Hilfe bewältigen, meinte der 72-Jährige abschließend. Was man sich dann vor allem wünsche, sei Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Betreutes Wohnen stelle daher auch für ihn genau die richtige Mischung dar.

 Dieter Metzler

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