Sozialdienst sucht Helfer

Gast

geber und Gäste für Projekt „TiPi“ gesucht Seit der Pflegereform ist in der Region ein starker Anstieg der Nachfrage nach Angeboten zur Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenzerkrankung festzustellen: Die Belegung der dem Träger angeschlossenen Tagespflegestätte ist sprunghaft auf 100% angestiegen, eine lange Warteliste besteht noch immer. Auch die vom Sozialdienst initiierte Gruppe „Lichtblick – Betreuung Demenzerkrankter“ ist vollkommen ausgelastet. Die demographische Entwicklung zeigt, dass der Anteil derer, die an einer Demenz erkranken, weiterhin stark ansteigen wird. Das Projekt „TiPi – Tagesbetreuung in Privathaushalten für Demenzerkrankte“, das im Juni 2010 gestartet wurde, soll diesem Engpass in der Versorgung von Menschen mit Demenz begegnen. Es ist ein innovatives, niedrigschwelliges Angebot, das eine personenbezogene, wohnortnahe Versorgung unterstützt und die Angehörigen in ihrer Betreuungsarbeit zu Hause entlastet. Ihnen bietet das Modellprojekt die Möglichkeit, ihre Angehörigen stundenweise in einer gleichermaßen familiären und privaten Atmosphäre individuell versorgen zu lassen und sich dadurch in ihrer eigenen häuslichen Umgebung einen Freiraum zu schaffen. Umgekehrt ermöglicht „TiPi“ auch den Betroffenen selbst, ein Stück Eigenständigkeit und Sicherheit im Umgang mit der Gemeinschaft zurückzugewinnen und trägt so zur Steigerung ihrer individuellen Lebensqualität bei. „TiPi“ – die Tagesbetreuung in Privathaushalten von Demenzerkrankten - setzt auf bürgerschaftliches Engagement: Engagierte Bürger öffnen ihr Zuhause und betreuen und versorgen hilfe- und pflegebedürftige demenzerkrankte Menschen als Gäste. In die Praxis umgesetzt bedeutet dieses Konzept, dass Menschen mit Demenzerkrankung in kleinen Gruppen an ein oder mehreren Tagen und bis zu 6 Stunden pro Tag von einem Team aus einer Gastgeberin und einer „Tagesbetreuerin“ in ausgewählten Privathaushalten versorgt werden. In 2010 fanden 15 Erstgespräche bezüglich „TiPi“ mit Angehörigen statt, anschließend 9 Hausbesuche. Nach dem Projektstart wurden bis heute 2 Gastgeberinnen, 8 Tagesbetreuer und 7 Gäste gewonnen. „Es ist wichtig, den Angehörigen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit garantieren zu können. Die interne Vernetzung mit den bereits existierenden Angeboten des Trägers für Menschen mit Demenz soll deshalb intensiv genutzt werden, um kurzfristige krankheitsbedingte Ausfälle auch bei den Gastgebern bzw. den Tagesbetreuern auffangen zu können“, so Leiterin Rosemarie Ladwig. Um dem zunehmenden Bedarf nach Angeboten für Demenzerkrankte in der Region gerecht werden zu können, ist der Aufbau zusätzlicher „Tipis“ für 2011 geplant, so dass noch weitere Gäste aufgenommen werden können. Der Sozialdienst sucht außerdem noch Gastgeber und Helfer. Sie erhalten für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung. Ausführliche Informationen erteilt Rosemarie Ladwig, Tel: (089) 84 00 57 18 (Mo, Mi, Do von 14-16 Uhr).

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