Zum Jahresende laufen die Sozialmaßnahmen des Projektes "Soziale Stadt" nach dem Städtebau-Förderungsprogramm nach 10 Jahren aus

Jubiläumsfeier "Treffpunkt Soziale Stadt" mit Bürgerverein FFB

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Im Kreis der vielen ehrenamtlich Tätigen: (rechts außen) Quartiersmanagerin Silvia Piott und die erste Vorsitzende des Bürgervereins Monika Leber (Vierte von links).

Fürstenfeldbruck – Ende des Jahres laufen die Sozialmaßnahmen des Projektes „Soziale Stadt“ nach dem Städtebau-Förderungsprogramm des Bundes und der Länder nach nunmehr zehn Jahren aus. Der Bürgerverein Fürstenfeldbruck ergänzt seit seiner Gründung vor fünf Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement zusätzlich die Tätigkeiten des Teams vom Quartiersmanagement rund um die Heimstätten- und Dianastraße.

Am 8. November luden der „Treffpunkt Soziale Stadt“ und der „Bürgerverein Fürstenfeldbruck“ zu einer gemeinsamen Jubiläumsfeier in die Aula der Mittelschule West an der Abt-Anselm-Straße ein und stellten ihr hohes ehrenamtliches Engagement dar. Das Projekt des Städtebauförderungs-Programms Soziale Stadt habe frischen Wind ins Gebiet an der Heimstättenstraße gebracht, sagte die Vizepräsidentin der Regierung von Oberbayern, Maria Els bei ihrem Grußwort zurückblickend. Wohnungen und Wohnumfeld seien modernisiert sowie Grün- und Freiflächen besser nutzbar gemacht worden. Der Bezirk Oberbayern habe das als Quartier mit städtebaulichen und sozialen Problemen eingestufte Gebiet mit ca. 1,5 Millionen Euro aus dem Städtebau-Förderungsprogramm bezuschusst. 

 Es beginne jetzt die Phase des Fahrens ohne Stützräder, meinte die Vizepräsidentin die die Arbeit des Quartiersmanagement-Teams als eine wesentliche Pionierleistung würdigte. Aufgrund des bisher geleisteten ehrenamtlichen Engagements der Bürgerinnen und Bürger sei ihr aber nicht bange, dass nunmehr nach Auslauf der Projektförderung das Engagement zum Erliegen kommen könnte. Der Bürgerverein mit seinem etablierten Netzwerk lasse aufgrund seiner überzeugenden Arbeit in den zurückliegenden fünf Jahren auf ein weiteres erfolgreiches Wirken hoffen. Als er vor 18 Jahren Bürgermeister wurde, sei ihm recht schnell bewusst geworden, dass es im Gebiet rund um die Diana- und Heimstättenstraße einige Probleme gab, auch nachdem ihm die Bewohner mehrmals ihr Leid geklagt haben, sagte Oberbürgermeister Sepp Kellerer bei seiner Ansprache. 

Mit dem Projekt Soziale Stadt habe man die Situation der Menschen im Quartier rund um die Dianastraße spürbar verbessert. Viele Maßnahmen, die von der Stadt, dem Freistaat, dem Bund und der Europäischen Union finanziert wurden, haben die baulichen und sozialen Bedingungen im Quartier deutlich verbessert. Aber auch die Oberbayerische Heimstätte habe sich unterstützend eingebracht. Über 200 Wohnungen wurden umfangreich modernisiert, eine Tiefgarage gebaut und die Außenanlagen verbessert. Der Bürgerpavillon, den die Oberbayerische Heimstätte aufstellte und der Stadt 20 Jahre unentgeltlich zur Verfügung stellt, ist zu einer festen Größe für die Bewohner geworden und zugleich Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Fragen, Probleme und Aktivitäten. Das Quartiersmanagement mit Silvia Piott war von Beginn an ein kompetenter Ansprechpartner für alle Belange der Bürgerinnen und Bürger. 

 Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ habe man die Bürger motiviert, sich selbst zu engagieren, so Kellerer. Gemeinsam mit den Bewohnern habe man intensiv an vielen Themen wie z. B. Integration, Bildung und sozialer Zusammenhalt erfolgreich gearbeitet. Die Probleme und Konflikte vor Ort zu lösen, bezeichnete Kellerer als gelungen. Und die Idee, den Bürgerverein zu gründen, sei für das gemeinsame Miteinander auch zukünftig von Bedeutung. Kellerer dankte allen Ehrenamtlichen des Vereins für ihr außergewöhnliches Engagement. Damit das Erreichte mit professioneller Unterstützung weiter fortgeführt werden kann, wird die Stadt ab 2014 eine Halbtagsstelle zur Verfügung zu stellen, teilte Kellerer mit.

 Dieter Metzler

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