Soziale Stadt in Fürstenfeldbruck - Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

„Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben“, sagte Regierungsvizepräsident Ulrich Böger beim 15. Oberbayerischen Integrationsforums der Regierung von Oberbayern am 24. November in der Aula der Hauptschule West an der Abt-Anselm-Straße in Fürstenfeldbruck.

„Ein wichtiger Teilbereich dieser Aufgabe ist die Organisation des Zusammenlebens. Quartiersentwicklung und Wohnungsbau schaffen die Voraussetzungen für ein konfliktfreies Miteinander einerseits und individuelle Rückzugsmöglichkeiten andererseits. Ein vielfältiges und qualitätvolles bauliches Umfeld bietet Raum für spontane und organisierte gemeinsame Aktivitäten. Zufällige Begegnungen, kurze Gespräche, gemeinsames Spielen und Feiern in vertrauter Umgebung schaffen Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen“, betonte Böger weiter. Als ein besonders anschauliches Beispiel für die Sanierung eines Wohnquartiers bezeichnete der Integrationsbeauftragte der Regierung von Oberbayern das Wohnquartier an der Heimstätten-, Dianastraße mit seinen rd. 880 Wohnungen. Im Vergleich zum Landkreis-Durchschnitt von 9,2 Prozent beträgt der Ausländeranteil in diesem Gebiet rd. 28 Prozent. Die Stadt Fürstenfeldbruck habe bereits im Jahr 2003 im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Soziale Stadt“ das Sanierungsgebiet „Heimstättenstraße“ festgelegt und mit der Aufwertung begonnen, berichtete Böger. In den vergangenen sechs Jahren wurden in dem Gebiet die Wohnungen modernisiert, ein Spielplatz unter Mitwirkung der Bewohner angelegt, ein Bürgertreffpunkt geschaffen und viele Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds begonnen. Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer ging auf die demographische Entwicklung der Stadt und die dadurch entstandenen Probleme speziell im Brucker Westen ein. Er dankte der Oberbayerischen Heimstätte für ihr starkes Engagement und dem Rektor der Hauptschule West, Anton Hirsch, sowie seinem Vorgänger Reinhold Winkhler, die ständig mit Vorurteilen zu kämpfen hatten und wieder für Ruhe gesorgt hätten. „Ich habe immer den Frust bei den Leuten in der heruntergekommenen Wohnanlage gespürt, wenn ich sie zu Geburtstagen oder Goldenen Hochzeiten besuchte“, sagte Kellerer. Um mit den Bürgern noch stärker kommunizieren zu können, habe man einen Bürgerpavillon aufgestellt. „Wir müssen Wege finden, um zueinander zu finden“, so Kellerer „und das wird noch Jahre dauern, bis wir das sagen können.“ Für Maßnahmen und Aktivitäten im Sanierungsgebiet wurden bisher rd. 1,1 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel, davon 240.000 Euro im Jahr 2009 bewilligt. Allein für die Modernisierung der Wohngebäude südlich der Dianastraße wurden Mitte des Jahres rd. fünf Millionen zinsgünstige Förderdarlehen aus dem Bayerischen Modernisierungsprogramm bewilligt. „Die Stadt Fürstenfeldbruck, die Bewohner, Institutionen und Initiativen sowie, die Oberbayerische Heimstätte (OH) haben sich der Herausforderung der Integration aller Bewohner in engagierter Art und Weise gestellt“, so Böger. „Es freut mich besonders, dass wir sie dabei mit Mitteln aus einschlägigen Förderprogrammen unterstützen konnten und dies auch in Zukunft tun werden.“

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