Den Sprung zu den Bayern geschafft – Gymnasiast Niki Grotz aus Grafrath spielt im U16-Team des FC Bayern mit Hoffnungsträgern

Der 15-jährige Nikolaus „Niki“ Grotz spielt bei seinem „Traumverein“, dem FC Bayern München. Foto: Dieter Metzler

Welcher fußballbegeisterte Junge träumt nicht von einer Karriere als Fußball-Profi? Und wenn sie dann auch noch beim deutschen Rekordmeister vom FC Bayern München beginnt, dann stellt dies schlichtweg das Non-plus-Ultra dar. Der Weg zu Ruhm und Ehre scheint vorgezeichnet. So könnte man es zumindest meinen, wenn man als junger Nachwuchsspieler den Sprung ins Juniorteam des FCB geschafft hat. Den Sprung zu den „Bayern“ hat Nikolaus „Niki“ Grotz aus Grafrath geschafft. Bereits seit dem 1. Juli 2008 spielt der Gymnasiast von St. Ottilien, der am 22. März 16 Jahre alt wird, im U16-Team des FCB neben Lucas Scholl und Gianluca Gaudino, den Söhnen berühmter Fußballer aus vergangenen Tagen. Auch der Sohn des ehemaligen Vizepräsidenten beim SC Fürstenfeldbruck, Yannick Demmer, spielt mit Grotz in einer Mannschaft, die von Sebastian Dremmler trainiert wird.

Doch der bei seinem Traumverein kickende Gymnasiast hebt deswegen nicht ab und bleibt schön auf dem Teppich. Eine Karriere hänge schließlich von vielen nicht beeinflussbaren Faktoren ab, wie beispielsweise davon, dass man als Spieler von schweren Verletzungen verschont bleibe, betrachtet das junge Talent aus Grafrath seinen Werdegang völlig abgeklärt. „Ich denke da von Saison zu Saison“, so Grotz, der als Fünfjähriger bei seinem Heimatverein, der SpVgg Wildenroth, unter Trainer Paul Glück das Fußball-Einmaleins erlernte. Im Juniorteam des FCB, das sämtliche Juniorenstufen bis hinauf zur U23 umfasst, werden die jungen Talente aber nicht nur für ein Leben mit dem Fußball vorbereitet. Vielmehr wird neben der zweifellos qualitativ hochwertigen Fußballausbildung auch berücksichtigt, dass der Weg eines talentierten Spielers nicht automatisch in den bezahlten Fußball führt. Dementsprechend legt man beim FCB großen Wert darauf, auch die „außerfußballerische Lebensfähigkeit“ zu erhalten und zu fördern. „Bei den Junior-Teams des FCB werden vor jeder Saison sozusagen „die Würfel neu gemischt“, erklärte der 15-jährige Grafrather. Da kann es mit der Karriere ganz schnell zu Ende sein. Deshalb wird der junge Grotz auch erst einmal in zweieinhalb Jahren sein Abi „bauen“, ggf. studieren oder vielleicht dann doch eines Tages eine Ausbildung als Pilot, einem weiteren Traumberuf, anstreben. Viel Zeit muss der im linken Mittelfeld spielende Grotz für sein Hobby aufbringen. Allein viermal in der Woche steht Training auf dem Plan. Dann heißt es für Niki, die S-Bahn in Grafrath zu besteigen, um in die Bayern-Zentrale an der Säbenerstraße zu gelangen. „Da bleibt nicht viel Zeit für andere Hobbys“, will sich Niki aber nicht beschweren. Dazu gesellen sich die Spiele am Wochenende. Die Heimspiele bestreitet die U16-Mannschaft in Vaterstetten, und zu den Auswärtsspielen geht es quer durch Bayern hinauf bis nach Aschaffenburg. Aber auch unvergessliche Erlebnisse wie ein viertägiges Trainingscamp in Katar während der Herbstferien zählen zu den Highlights beim deutschen Spitzenclub. Den Wunsch, beim FC Bayern zu spielen, hatte Niki Grotz bereits, als er noch beim SC Fürstenfeldbruck spielte. Im Jahre 2006 hatte sich Grotz dem Kreisstadtverein angeschlossen. Dort waren Thomas Zivcic und Roberto Fontana, der jetzige Landesliga-Trainer der ersten Mannschaft, seine Trainer. Insbesondere Fontana habe ihn gefördert, berichtete Grotz. Fontana habe ihn, obwohl noch zum jüngeren Jahrgang zählend, in der stärkeren Mannschaft eingesetzt. Das habe ihn in der sportlichen Entwicklung weiter gebracht. Schon beim ersten Sichtungstermin im Jahre 2006, als über 100 junge Talente aus ganz Deutschland beim FCB versammelt waren, war Niki Grotz den Bayern-Spähern aufgefallen. Doch für den Zehnjährigen Buben aus Grafrath kam der Zeitpunkt noch etwas zu früh. Die Bayern-Scouts verloren Niki aber nicht aus den Augen. Mehrere Male wurde er zum Probetraining eingeladen, und 2008 stimmte dann auch Papa Guido einem Wechsel zum großen Bayernclub zu.

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