Geplante Straßen-Baumaßnahmen

2,5 Millionen Euro für neue Brücke

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Wie fast kein anderes Bauwerk in der Kreisstadt prägt die Brucker Amperbrücke das Bild der Stadt, sie war auch Thema Nummer 1 beim Gespräch zwischen Landratsamt und dem Bauamt Freising.

Fürstenfeldbruck – Beim jährlichen Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt Freising informierten Baudirektor Stefan Meier und Bauoberrat Alex Eder im Brucker Landratsamt über den Stand der laufenden und geplanten Straßenbaumaßnahmen im Landkreis Fürstenfeldbruck.

Dabei teilte Meier mit, dass die Finanzierungsmittel beim Bund deutlich aufgestockt wurden, so dass man einiges im und am Straßennetz machen könne. Auch beim Land habe man eine solide Mittelausstattung, die es dem Straßenbauamt ermögliche, einiges für das Staatsstraßennetz zu tun, auch wenn es sich nicht ganz so dynamisch entwickelt habe, wie beim Bund.

Amperbrücke ohne Tonnen-Begrenzung

Zum „Dauerbrenner“ Amperbrücke in der Kreisstadt führte Bauoberrat Eder aus, dass sich das mindertragfähige Bauwerk nicht mehr sinnvoll und vor allem wirtschaftlich sanieren lasse. Eine Erneuerung der über 100 Jahre alten Brücke sei unausweichlich. „Die Zeit drängt, das Bauwerk ist in einem schlechten Zustand.“ Rund 2,5 Millionen Euro planen die Straßenbauer für die neue Amperbrücke. Auch wenn die Ergebnisse der letzten Brückenprüfung vor wenigen Wochen noch nicht vorliegen, so sei eine unbeschränkte Nutzung nicht mehr möglich. Je nach dem Zustand der Brücke könnte es passieren, dass die jetzt schon geltende Tonnagebeschränkung noch weiter verringert werden muss. „Der Bund gibt kein Geld für ein Bauwerk aus, das nur beschränkt nutzbar ist“, sagte Meier dazu. Es wurde vom Staatlichen Bauamt zugesichert, dass ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung der neuen Brücke gelegt werde, so dass sie auch optisch in die Umgebung passe. Dabei werde man auch den Belangen des Denkmalschutzes nachkommen. Sollten aus dem Brucker Rathaus Widerstände kommen, könnte das Verfahren allerdings noch Jahre dauern. Eine neue Brücke werde jedenfalls keine Tonnagebeschränkungen erhalten und es werden auch Verbesserungen für den Geh- und Radverkehr erreicht, verspricht Meier.

3,7 Kilometer der B471 werden saniert

Da sich der Straßenbelag der Bundesstraße 471 im Bereich zwischen Esting und Geiselbullach in einem schlechten Zustand befindet, wird die B471 auf einer Strecke von 3,9 Kilometer noch heuer erneuert. Wann, hänge von der Witterung ab, so Bauoberrat Eder. Die Fahrbahnerneuerung lohne sich trotz des beabsichtigten vierspurigen Ausbaus der B471, der zwar Priorität habe, aber bisher noch nicht einmal geplant ist. Als „sportlich“ bezeichnete Eder, wenn der Ausbau in den nächsten fünf Jahren vonstattengehen sollte. „Eher wohl nicht“, ergänzte Meier dazu. „Der Bund ist zunächst stark an der Erhaltung der jetzigen Bundesstraße interessiert.“

Neue Straßen, Ampeln, Wände

Zur Beseitigung der unfallträchtigen Kreuzung bei Puch durch den Bau eines Kreisverkehrs werde derzeit das Planfeststellungsverfahren vorbereitet, teilte Eder mit. Aufgrund massiver Bedenken des Denkmalschutzes werde derzeit eine Optimierung der Planung bereits vor Einleitung des Verfahrens geprüft. Auch der Geh- und Radweg zwischen Schöngeising und Grafrath sollte ursprünglich heuer noch auf einer Länge von 1,2 Kilometer saniert werden. Die Maßnahme verschiebt sich auf Anfang des Jahres 2017. Die inzwischen 25 Jahre alte 288 Meter lange Lärmschutzwand aus Holz an der B 471 bei Schöngeising wird im Jahr 2017 erneuert. Eine Ampelanlage soll an der Straße von Germering nach Planegg an der Anschlussstelle Germering Süd (Einmündung zur A96) errichtet werden. Die Stelle gilt als Unfallschwerpunkt.

Ortsumfahrung südwestlich von Olching

Seit dem 25. Juni des vergangenen Jahres besteht nach längerem Rechtsstreit um die 1,7 Kilometer lange Ortsumfahrung südwestlich von Olching unanfechtbares Baurecht. Die Straßenbauer haben sich zum Ziel gesetzt, noch im Jahr 2017 mit dem Bau der Ortsumfahrung zu beginnen. Derzeit muss noch überprüft werden, inwieweit die Änderung des Überschwemmungsgebietes des Starzelbaches die Planung beeinträchtigt. „Wenn es gut läuft, werden wir wohl im Herbst 2017 beginnen“, teilte Eder mit. „Das hängt noch mit dem Erwerb einiger Grundstücke zusammen.“ Einige vom Trassenverlauf betroffene Bauern hoffen, ihren Grund gegen andere Flächen eintauschen zu können. Im Raum stehen dabei Flächen des Lehr- und Versuchsguts Roggenstein der TU München.

Am Ende des Jahresgesprächs gab Baudirektor Meier, der die Nachfolge von Peter Weywadel im Amt im Januar 2016 antrat, unmissverständlich zu verstehen, dass die Tür für die Deichenstegtrasse definitiv zugegangen sei, nachdem der Bundesverkehrswegeplan 2030, der zentrale Plan zum Neu- und Ausbau überregionaler Verkehrswege in Deutschland, vom Bundeskabinett am 3. August beschlossen wurde.

Dieter Metzler

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