Was sich Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt wünschen: Ausreichend Parkplätze und attraktives neues Gewerbe am Grünen Markt 

20 Planer im Wettbewerb um die Neugestaltung der Stadtmitte Puchheim

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Das neue Zentrum: Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl präsentierte den Gewerbetreibenden die Pläne für den Grünen Markt.

Puchheim – Ausreichend Parkplätze und attraktives neues Gewerbe, das die Menschen anlockt: Diese Wünsche zur Neugestaltung der Stadtmitte rund um den Grünen Markt haben die Puchheimer Gewerbetreibenden bei der einer Präsentation der Preisträger des Architektenwettbewerbs im Glashaus am Grünen Markt geäußert. 20 Planungsbüros haben am Wettbewerb zur Neugestaltung der Stadtmitte teilgenommen. 

Eine Jury hat daraus fünf Preisträger ermittelt, die die vorgegebenen Ziele am besten umgesetzt haben: Leben in die Stadt zu bringen, ein echtes Zentrum zu bilden und damit eine Stadtidentität zu schaffen. Rund zehn Gewerbetreibende ließen sich die Pläne nun im Glashaus von Seidl erläutern. „Mehrere Wegeachsen zwischen Bahnhof, Rathaus und den umliegenden Gebieten bringen schon jetzt viel Leben auf den Grünen Markt“, sagte Seidl. Das Problem: „Der Platz hat keine Aufenthaltsqualität, es gibt keinen Grund zum Verweilen.“ Das wolle man ändern. Deshalb soll der Grüne Markt zum verkehrsfreien Platz werden. Hinterhalb der Alten Schule, die auf Wunsch der Puchheimer Bürger erhalten wird und als Bürgerhaus dienen soll, sollen zudem neue Gebäude für Musik- und Volkshochschule sowie Bibliothek gebaut werden. In diesen Häusern könnte auch neues Gewerbe eine Heimat finden. Einigen der anwesenden Gewerbetreibenden war dies im vorliegenden Modell etwas zu sehr vom Grünen Markt abgewandt. Doch Seidl erklärte, dass dies bei der endgültigen Planung noch angepasst werden kann. Sicher scheint dagegen, dass die derzeit vorhandenen 24 Parkplätze auf dem Grünen Markt entfallen werden. Dafür könnte laut der Planung eines Preisträgers ein Parkplatz im Bereich der Adenauerstraße entstehen. 

Bei den Gewerbetreibenden gab es Bedenken, dass die noch vorhandenen Parkplätze von S-Bahn-Pendlern belegt werden könnten. Laut Seidl müsse man dann über eine Parkraumbewirtschaftung nachdenken. Soll heißen: Parkautomaten könnten aufgestellt werden. „Außerdem könnte man mit der Bahn darüber sprechen, dass ein Parkdeck für die S-Bahn-Kunden errichtet wird“, so der Rathauschef. Zum weiteren Vorgehen erläuterte Seidl, dass der Stadtrat nun auswählen wird, die Planung welchen Preisträgers man weiter verfolgen will. Im nächsten Jahr soll dann die Aufstellung des Bebauungsplans begonnen werden. Hier können auch weitere Bedenken und Einwendungen von Seiten der Bürger eingebracht werden. Für 2017 erhofft sich der Bürgermeister den fertigen Entwurf. „2018 ist dann der früheste Zeitpunkt für den Spatenstich“, sagte Seidl. Eher rechnet er aber damit, dass erst 2020 der Startschuss fällt. 

Andreas Daschner

 

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