Staffellauf zum 10jährigen Partnerschaftsjubiläum zwischen Alling und dem österreichischen Lannach - Amor führte Liebespaar zusammen

Zum zehnjährigen Bestehen der Gemeinde-Partnerschaft haben sich Alling und das österreichische Lannach etwas ganz besonderes einfallen lassen: 40 Läuferinnen und Läufer aus den beiden Gemeinden starten am Mittwoch, 1. Juli zu einen Staffellauf von Alling nach Lannach, um damit die völkerübergreifende Verbindung zu symbolisieren. Die 512 Kilometer lange Laufstrecke führt über Bayrischzell, Kufstein, Ellmau, Fieberbrunn, Hochfilzen, Radstadt, Obertauern und hinauf zum 1547 Meter hohen Gaberl, bevor die Läufer nach 7600 zurückgelegten Höhenmetern am Samstag, 4. Juli, gegen 15 Uhr gemeinsam die Ziellinie an der Lannacher Steinhalle überschreiten.

Dort werden sie von den beiden Bürgermeistern der Gemeinden, Frederik Röder aus Alling und Josef Niggas aus Lannach, sowie der Lannacher Bevölkerung und vielen Gästen aus Alling empfangen. „Seit einem halben Jahr trainieren die Läuferinnen und Läufer aus den beiden Gemeinden“, berichtete Allings Bürgermeister über die intensiven Vorbereitungen und der gründlichen Organisation. „Da Fußgänger nicht durch die Tunnel laufen dürfen, musste erst einmal eine entsprechende Route gefunden werden“, so Röder weiter. Die 40 Aktiven werden von einem Service- und Küchenteam mit zehn Wohnmobilen begleitet. Nach einer ökumenischen Segnung schicken die Allinger Böllerschützen die Sportler um 14 Uhr von der Allinger Mehrzweckhalle auf die lange Strecke. „Die ersten 500 Meter legen alle gemeinsam zurück“, erläuterte Röder. „Bevor es los geht, lädt die Gemeinde vor allem Kinder und Jugendliche zu einem Nudelessen ab 12.30 Uhr am Hartplatz mit den Sportlern ein.“ Zur Unterhaltung spielt die Allinger Blaskapelle auf. Es laufen immer ein Allinger und ein Lannacher Jogger oder Nordic Walker gemeinsam eine Stunde, dann wird gewechselt. Gelaufen wird Tag und Nacht rund um die Uhr, nur unterbrochen von zwei gemeinsamen Essenspausen pro Tag. Der Staffellauf hat auch die Radl- und Motorradfahrer auf den Plan gerufen. So finden im Zeichen des Jubiläums nach einer individuellen Anreise in Lannach Einzel- und Gruppen-Radtouren zwischen dem 1. und 3. Juli rund um Lannach statt. Auch eine Gruppe von Allinger Motorradfans wird nach Lannach aufbrechen. Bürgermeister Röder rechnet so mit gut 200 Allingern, die die beiden Festtage am Samstag und Sonntag gemeinsam mit der Lannacher Bevölkerung verbringen werden. Die übrigen Gäste aus Alling brechen am Samstagmorgen mit Bussen nach Lannach auf. Die Fahrt in den Reisebussen wird von der Gemeinde organisiert und finanziert. Neben dem Hotelzimmerangeboten in Lannach bieten die Lannacher den Allingern kostenfrei Privatunterkünfte an. „Durch das persönliche Engagement vieler Einzelner hat sich die Gemeindepartnerschaft gefestigt“, berichtet Röder. „Wir wollen vor allem neue Allinger Bürgerinnen und Bürger sowie die Jugend für diese Partnerschaft begeistern. Die Gastfreundschaft der Lannacher ist sprichwörtlich, und wir freuen uns auf stimmungsvolle Tage mit unseren Lannacher Freunden.“ Selbst Amor habe schon eine Allingerin und einen Lannacher zusammengeführt, berichtete Röder. Nach der Ankunft der Staffel wird im Zentrum von Lannach ein ausgiebiges Wiedersehen gefeiert und der Tag mit einem gemütlichen Dämmerschoppen ausklingen. Den gesellschaftlichen Höhepunkt bildet am Sonntag nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Kirchgang der feierliche Festakt. Die Festrede für die Allinger hält Jakob Pfannes vom Veteranen- und Soldatenverein. Der Verein pflegt bereits seit über 20 Jahren mit Lannach Kontakte und war sozusagen vor zehn Jahren der Initiator der ins Leben gerufenen Gemeindepartnerschaft. Zur Erinnerung an das Jubiläum haben kreative Mitglieder des Kulturvereins eine Skulptur gestaltet, die beim Start in Alling erstmals vorgestellt wird und dann beim Eintreffen der Sportler in Lannach der Gemeinde als Gastgeschenk übergeben wird.

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