Stifterwäldchen zum 10jährigen Bestehen der Bürgerstiftung

Auf zehn Jahre erfolgreiche Stiftungsarbeit blickt heuer die „Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck“ zurück. Anlass für den Vorstandsvorsitzenden Fritz Morgenstern und dem Stiftungsrats-Vorsitzenden Dr. Georg Jakobs, die Jahre Revue passieren zu lassen, sowie über die Aktivitäten im Jubiläumsjahr und über künftige Ziele zu informieren. Einen Festakt werde es am offiziellen Geburtstag nicht geben, verkündete Morgenstern unlängst bei einem Pressegespräch, an dem als Vertreter des Schirmherrn, die stellvertretende Landrätin Gisela Schneid, sowie Christian Stronk, Birgit Siebert und Jutta Remsing von der Bürgerstiftung teilnahmen. Dafür stehen zehn Top-Veranstaltungen über das Jahr verteilt ganz im Zeichen des Jubiläums, ergänzte Morgenstern.

So wurde bereits mit einem Konzert der Bluestrings mit dem Schlagzeugduo Simon & Simon im PUC Puchheim der Veranstaltungsreigen eröffnet. Ende März wird die Bürgerstiftung ein Stifterwäldchen gründen. Dazu hat OB Sepp Kellerer ein Grundstück zwischen Amper und Schöngeisinger Straße zur Verfügung gestellt. Ein Golfturnier zur Unterstützung der Jugendprojekte der Bürgerstiftung veranstaltet der Olchinger Golfclub im Mai. Einen Höhepunkt stellt das Konzert des Philharmonischen Chores Fürstenfeld mit dem Akademischen Sinfonieorchester München in der Klosterkirche am 21. Juni mit einem anschließenden Fest für alle Stifter und Zeitspender in der Tenne des Veranstaltungsforums dar. Es folgen im Juli die Ausstellung des Projektes Kunst in der Schule sowie das Streitschlichterfest. Eine Fahrradsternfahrt entlang der TourBand-Strecken steht im September nach den Sommerferien an, Ende November findet die vorweihnachtliche Lesung mit Dr. Thomas Goppel und Prof. Helmut Zöpfl in der St. Cäcilia-Kirche in Germering statt, und mit der Ausstellung mit Werken aus dem Nachlass des Künstlerehepaares Josef Dering und Angelika Spethmann-Dering, einer Urenkelin Theodor Storms geht das Jubiläumsjahr zu Ende. Längst besitzt die Bürgerstiftung einen Namen im Landkreis und hat sich mit ihren bisherigen Leistungen großes Ansehen erworben. In einer Rückschau berichtete Morgenstern, ehemaliger Kommodore beim Jagdbombergeschwader 49 im Brucker Fliegerhorst, über die Idee und Anfänge der Bürgerstiftung im Landkreis. Der Gesellschaft entstehen immer mehr Anforderungen, denen Staat und Kommunen allein nicht mehr gerecht werden können. Vieles kann besser und effektiver durch eigenverantwortliches Handeln mündiger Bürger mit entsprechender Motivation geschehen. Aus dieser Erkenntnis – Anlass war der 175. Geburtstag des Landkreises – habe man sich im Jahre 1998 entschlossen, die „Bürgerstiftung für den Landkreis Fürstenfeldbruck“ ins Leben zu rufen. Bis dahin gab es in Deutschland erst vier Bürgerstiftungen nach dem Modell der anglo-amerikanischen Community Foundations. Die im Brucker Landkreis einzig bestehende Bürgerstiftung war deutschlandweit somit die fünfte in ihrer Art. Inzwischen bestehen weit über 200 Bürgerstiftungen in der Bundesrepublik. „Am Eßzimmertisch von Vorstandsmitglied Dorothee von Bary in Emmering wurde die Idee seinerzeit geboren“, erinnert sich der Vorstandsvorsitzende, der ebenso wie Vorstandsmitglied Dorothee von Bary seit der Gründung dieses Amt wahrnimmt. Seit 2001 befindet sich die Geschäftsstelle in den von Dr. Jakobs kostenlos zur Verfügung gestellten Räumen in der Pucher Straße. Die vor zehn Jahren zur Gründung der Stiftung nötige Startsumme von 100 000 Mark erfüllten die 146 Gründungsmitglieder mit 134 000 DM deutlich. Dank der Spenden sowie der Erträge der unter der Verwaltung der Stiftung stehenden fünf Treuhandstiftungen engagierter Landkreisbürger beträgt das Gesamtvermögen derzeit knapp 1,9 Millionen Euro. Auch die Mitgliederzahl ist auf 303 deutlich angestiegen. Mit den Erträgen engagiert sich die Bürgerstiftung, die ausschließlich gemeinnützige steuerbegünstigte Zwecke verfolgt, im Landkreis mit eigenen Projekten und Förderungen anderer Vorhaben. „Bürger helfen, fördern und gestalten im Landkreis gemeinsam, freiwillig und unabhängig durch Initiativen und Projekte in den Bereichen Kultur, Soziales und Umwelt, um jetzt und in der Zukunft für ihre Mitmenschen die Lebensqualität zu verbessern.“ So lautet der Leitsatz der Brucker Bürgerstiftung oder kurz „Wir stiften Lebensqualität“, so Morgenstern. Am bekanntesten dürften die vier Tafeln (in Fürstenfeldbruck, Germering, Olching, Puchheim/Eichenau), das nahTourBand, Kunst in der Schule oder das Schüler-Streitschlichtungsprogramm sein. Insbesondere die Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche genießt einen hohen Stellenwert.

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