Ein süßes Jubiläum mit Riesentorte – Zum Jubiläum Zwanzigelf hielt Brucks Kulturreferent Prof. Wollenberg die Festansprache

Angelika Mundorff und Stephanie von Hoyos schneiden die vorzüglich schmeckende Festtagstorte an. Alle Fotos: Günter Schäftlein

In den Fürstenfelder Kloster-Ökonomiehäusern 1 bis 4 ist das heutige Stadtmuseum beheimatet, im Haus 10 die Kulturwerkstatt mit ARGE Haus 10 und Künstlervereinigung Fürstenfeldbruck. Beide Kultur-Institutionen begingen am 2. Juli ihr 20jähriges Bestehen unter beachtlicher Beteiligung maßgeblicher Persönlichkeiten aus Land- und Bezirkstag, Stadt und Landkreis.

OB Sepp Kellerer als Hausherr übernahm die Begrüßung der Festgäste im Stadtmuseum, dazu die jüngere Fürstenfelder Hausgeschichte und die Laudatio für die „Erstentwickler“ beider Einrichtungen. Hier war der verstorbene Max Steer zu nennen, aber auch seine direkte Nachfolgerin Eva Schumacher. Steer hatte in den Abschlussverhandlungen zu den Räumlichkeiten in Haus 10 die Tür geöffnet für die IG Kultur und die Künstlervereinigung FFB, in Gesprächen mit Erich Jäger, Alto Fertl und Gerhard Gerstberger. Die Kulturwerkstatt füllte sich erst langsam mit Leben und Exponaten und Gerhard Gerstberger erinnert sich, dass sein tonnenschwerer „Würfel“ das erste Vorzeigeobjekt in Haus 10 war. Auch die Einrichtungen in den zunächst als ‚Heimatmuseum’ ausgewiesenen Räumlichkeiten der FF-Häuser 1-4 mußten sorgfältig überplant und hergerichtet werden, hatte die ehemalige Klosterbrauerei hier doch ihre Lager- und Braustätten, Mälzerei und Getreidelager untergebracht. Erschwerend, dass noch Gebäudeteile bis in die 60er, 70er Jahre als Hühnerstall in Massenkäfighaltung genutzt wurden, was nicht unerhebliche Probleme für Sanierung und Umbau mit sich brachte. Als glückliche Fügung erwies sich die Nutzung des Kellergewölbes in Haus 1 für die Museumspädagogik. Die stv. Landrätin Gisela Schneid überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und würdigte beide Institutionen als „lebenserhaltende Kraft“. Wie schon zuvor OB Kellerer übergab auch Frau Schneid an die beiden leitenden Damen Angelika Mundorff (Stadtmuseum) und Stephanie von Hoyos (Künstlervereinigung) anlässlich des Jubiläums ein Geldgeschenk. In seiner von Goethe-Zitaten umrankten Festansprache empfahl Prof. Dr. Klaus Wollenberg für beide kulturellen Einrichtungen, den „Lichtstrahl der Beachtung und Betrachtung darauf zu bündeln, dass wir heute hier an dieser Stelle zusammenfinden, um einen Augenblick lang zu feiern, uns zu besinnen …“ Auch darauf zu besinnen, dass im Beiwerk ein vorzügliches Geburts- und Jubiläumsbuch entstanden sei. Die 20 Jahre Stadtmuseum und Kulturwerkstatt Haus 10 seien gekennzeichnet von bemerkenswerter Kompetenz, ansteckender Begeisterung, ehrenamtlichem Engagement, von wunderbarer Menschlichkeit und Freundlichkeit: „Dies alles als mein Dankeschön als Kulturreferent des Stadtrates.“ Dr. Wollenberg erinnerte an den Werdegang des Sühneklosters Fürstenfeld seit seiner Gründung, über die bauliche und ökonomische Entwicklung über die Jahrhunderte, aber auch an die Grundformel des monastischen Lebens der Zisterzienser, abgelegen zu leben, „In Tal und Einsamkeit“. Diese gewünschte Einfachheit in der Stille hätte es für die Menschen in Fürstenfeld nie gegeben, weder in mittelalterlicher noch barocker Zeit. Jedoch: Die klösterliche Erwartung der „Einfachheit in Allem“ ließe sich noch heute auf die beiden Geburtstagskinder übertragen. Nicht der schnelle Erfolg, die gefällige Außenwirkung, die Zahl der Besucher und Nutzer gäben den Ausschlag, sondern die Wertschätzung von allem „Schönen. Wahren. Guten.“ Angelika Mundorff und Stephanie von Hoyos dankten ausführlich für die Redebeiträge und Glückwünsche, den vielen Besuchern des Festaktes, allen Mitarbeitern, Freunden und Förderern, insbesondere dem örtlichen Mäzenatentum, aber auch den überörtlichen Unterstützern. Es wurde Zeit, die herrlich große Festtagstorte anzuschneiden, einer Stiftung.

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