Tag des offenen Hauses in der zweiten Flüchtlingsunterkunft  in der Mauerner Straße in Grafrath 

Warmherzige Vermieter und Asyl-Helferkreis heißen syrische Flüchtlingsfamilie willkommen

+
Viele Grafrather folgten der Einladung zum Tag des offenen Hauses in der zweiten Flüchtlingsunterkunft in Grafrath und lernten eine syrische Flüchtlingsfamilie kennen. 

Grafrath – Der Einladung zum Tag des offenen Hauses in der zweiten Flüchtlingsunterkunft in der Mauerner Straße in Grafrath sind am Samstag, 22. Juni 2013  erfreulich viele Grafrather gefolgt und konnten so die neue syrische Flüchtlingsfamilie und die Räumlichkeiten in ungezwungener Runde kennen lernen. Dem vermietenden Ehepaar Schwäbisch ist es sehr wichtig, dass die neuen Bewohner in der Nachbarschaft Akzeptanz finden. 

 Das Vermieter-Ehepaar hatte sich bewusst dafür entschieden, ihren frei gewordenen Wohnraum dem Landratsamt für die Einquartierung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, weil sie Menschen, die ihre Heimat z.B. wegen der Kriegsereignisse verlassen mussten, unterstützen wollen. 

 So hatten die Vermieter schon vor Ankunft der Flüchtlingsfamilie die Nachbarschaft informiert und zum Tag des offenen Hauses geladen. Die Hilfsbereitschaft war dann auch in den ersten Tagen schon enorm: Nachbarinnen organisierten spontan Einrichtungsgegenstände, der Asylhelferkreis hat mit Deutschunterricht für die neuen begonnen und ein herzliches Verhältnis zu einigen Nachbarn ist bereits entstanden. So konnten am Samstag nicht nur freundliches Händeschütteln sondern auch herzliche Begrüßungsszenen zwischen den neuen Bewohnern, Nachbarschaft, Mitgliedern des Asyl-Helferkreises und den Bewohnern der anderen Flüchtlingsunterkunft in Grafrath beobachtet werden. Diese waren ebenfalls gekommen und hatten sich auch am Vortag schon in die Vorbereitung des Buffets eingebracht, das die Vermieterin zusammen mit der Familie und Kuchenspenden aus der Nachbarschaft vorbereitet hatte.

"Es ist vorbildlich, wie das Ehepaar Schwäbisch hier als Vermietende aktiv wird," sagt Monika Glammert-Zwölfer vom Asyl-Helferkreis. "Noch vor wenigen Wochen wurde mir von Vorbehalten und Ängsten einiger Grafrather berichtet, doch nach dem Kennenlernen und dem offenen Umgang ist nun nichts mehr davon zu spüren." Zwei Zimmer werden in der Unterkunft gerade noch renoviert und bald werden weitere Flüchtlinge folgen, besonders auch wegen der furchtbaren Situation in Syrien ist zur Zeit die Zahl der Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und in Deutschland Aufnahme suchen, besonders groß.

Eine positive Nachricht überbrachte am Samstag unter großem Jubel der Gäste noch Conny Hoch-Hennecke vom Asyl-Helferkreis: Für ein syrisches Ehepaar, das bereits den Aufenthaltstitel besitzt, konnte eine Wohnung gefunden werden, wenn jetzt das Jobcenter noch zustimmt, steht einem Umzug in ein etwas selbstbestimmteres Leben nichts mehr im Wege. Für eine fünfköpfige Familie, die ebenfalls bereits Aufenthaltsrecht in Deutschland hat, wird jedoch noch händeringend nach einer eigenen Wohnung gesucht. Da die Kinder in Grafrath zur Schule gehen und die ganze Familie schon recht gut integriert ist, möchten sie gerne dort bleiben - Wohnraum in Grafrath ist aber kaum zu finden bzw. teuer.

Monika Glammert-Zwölfer  

Asyl-Helferkreis Grafrath 

Meistgelesene Artikel

Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Hattenhofen/Mammendorf - Erneut ereignete sich auf der Bundesstraße 2 zwischen Hattenhofen und Mammendorf ein tödlicher Verkehrsunfall. Erst am 7. …
Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Fürstenfeldbruck – Brucks 53-jähriger Oberbürgermeister Klaus Pleil (BBV) ist nach Feststellung einer amtsärztlichen Untersuchung auf Dauer …
Bedrückende Stimmung im Sitzungssaal

Famata erfolgreich behandelt

Fürstenfeldbruck – Als Fatama Cephas vor vier Jahren das erste Mal im Klinikum behandelt worden ist, war sie acht Jahre alt. Nach einem Sturz ist ihr …
Famata erfolgreich behandelt

Kommentare