Bund fördert neue Kinder-Betreuungs-Initiative – Arbeitgeber erhalten Förderung

Tagesmütter in Festanstellung durch neues Bundesprojekt 

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Foto (von links): Maria Vogl, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Dr. Maria Leitenstern-Gulden, Projektleitung Fürstenfelder Gesundheitstage, Dietmar König, Leiter Jugendamt FFB und Daniela Ziegert, Kindertagespflege Jugendamt FFB

Fürstenfeldbruck –  Im Rahmen der Initiative „Gesundheit & Arbeitsplatz“ der Fürstenfelder Gesundheitstage stellte deren Projektleiterin Dr. Maria Leitenstern-Gulden, zusammen mit einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit Weilheim, Maria Vogl und dem Leiter des Jugendamtes FFB, Dietmar König, das Bundesprojekt „Tagesmütter“ vor. Das aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes finanzierte Aktionsprogramm Kindertagespflege sieht eine Festanstellung von Tagesmüttern/ Tagesvätern vor.

Der Bund fördert Festanstellung von Tagesmüttern.  Bei dem Programm geht es darum, die Personalkosten für neu anzustellende Tagespflegepersonen zu fördern. Arbeitgeber, die Tagesmütter entsprechend den Förderbedingungen sozialversicherungspflichtig beschäftigen, erhalten eine Förderung für anteilige Personalausgaben und eine Pauschale für Verwaltungskosten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in Deutschland so aktuell wie noch nie. 

Nicht nur die Eltern, sondern auch Unternehmen und Betriebe haben ein großes Interesse an einem familienfreundlichen Arbeitsumfeld. Im Rahmen der Initiative „Gesundheit & Arbeitsplatz“ der Fürstenfelder Gesundheitstage stellte deren Projektleiterin Dr. Maria Leitenstern-Gulden, zusammen mit einer Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit Weilheim, Maria Vogl und dem Leiter des Jugendamtes FFB, Dietmar König, das Bundesprojekt „Tagesmütter“ vor. Das aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes finanzierte Aktionsprogramm Kindertagespflege sieht eine Festanstellung von Tagesmüttern/ Tagesvätern vor. Dr. Leitenstern-Gulden ist es ein großes Anliegen, dieses Projekt bekannter zu machen: „Zum einen sollten potentielle Tagesmütter davon erfahren, da sie dadurch ihre finanzielle Situation verbessern können, zum anderen müssen auch die Betriebe darüber informiert werden“. 

 Ziel ist es, neue Kindertagespflegepersonen zu gewinnen, sowie vorhandene Fachkräfte in den Betrieben zu sichern. Die Vorteile für die Unternehmen sind zum einen, dass sie sich bei den Mitarbeitern als familienfreundliche Arbeitgeber präsentieren und sich dadurch attraktiver machen, zum anderen haben potentielle Tagesmütter die Möglichkeit, sich dafür zu engagieren. Für sie würde das eine höhere ökonomische Sicherheit, eine verbesserte soziale Absicherung und geregelte Abläufe bedeuten. „Im Landkreis Fürstenfeldbruck haben wir bislang noch keine Festanstellung von Tagesmüttern, obwohl es für viele Firmen sehr interessant wäre“, sagt Maria Vogl. 

 Das Modell der Kindertagespflege eignet sich besonders für kleine und mittelgroße Betriebe, weil sich diese Art der Betreuung schon bei wenigen Kindern anbietet – im Gegensatz zu einem Betriebskindergarten oder einer Kita. Eine Tagesmutter darf zeitgleich bis zu fünf Kinder in Räumen des Betriebes oder zu Hause betreuen. Interessierte wenden sich am besten direkt an das Jugendamt. Ein erster großer Schritt ist die Qualifizierung, für die man 160 Unterrichtsstunden mit einem Mix aus Theorie und Praxis benötigt.

 Weitere Infos zum Aktionsprogramm Kindertagespflege unter: www.esf-regiestelle.eu/aktionsprogramm

Nicole Burk 

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