Afrikanische Gruppe besichtigte KommEnergie und Bürgersolaranlage -  Heimisches Projekt geplant

Besucher aus Tansania informierten sich in Gröbenzell über alternative Energien 

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Mitglieder der Agenda 21 Gröbenzell mit der Besuchergruppe aus Tansania.

Gröbenzell - Eine Gruppe von Besuchern aus Tansania war  jetzt auf Einladung des evangelischen Dekanats München-West  in Gröbenzell zu Gast. Ein Schwerpunkt ihrer Reise war „die Bedeutung alternativer Energien am Beispiel der Solarenergie“. 

Karin Schwarzbauer, Sprecherin der örtlichen Agenda 21, hielt dazu mit Hilfe eines Übersetzers für Kisuaheli einen Vortrag im evangelischen Gemeindehaus. Es ging um das Thema „Energiewende“ und insbesondere um die Anfänge der Photovoltaik in Deutschland.


Anschließend besuchte die Gruppe die Ährenfeldschule. Hier konnten die Teilnehmer die Bürgersolaranlage und die Anlage der KommEnergie vor Ort besichtigen und weitere Fragen stellen. Mut machte den Afrikanern, dass die erste Anlage vor über zehn Jahren von Bürgern initiiert worden ist. Mit Hilfe von Bürgern, die in ihrer Region  Mittel  zur Finanzierung haben, wollen sie in ihrer Heimat nun ein ähnliches Projekt realisieren.

Karin Schwarzbauer, Sprecherin der örtlichen Agenda 21, hielt dazu mit Hilfe eines Übersetzers für Kisuaheli einen Vortrag im evangelischen Gemeindehaus. Es ging um das Thema „Energiewende“ und insbesondere um die Anfänge der Photovoltaik in Deutschland.


Anschließend besuchte die Gruppe die Ährenfeldschule. Hier konnten die Teilnehmer die Bürgersolaranlage und die Anlage der KommEnergie vor Ort besichtigen und weitere Fragen stellen. Mut machte den Afrikanern, dass die erste Anlage vor über zehn Jahren von Bürgern initiiert worden ist. Mit Hilfe von Bürgern, die in ihrer Region  Mittel  zur Finanzierung haben, wollen sie in ihrer Heimat nun ein ähnliches Projekt realisieren.


Karin Schwarzbauer,  Sprecherin Agenda 21 Gröbenzell, hielt einen Vortrag. Hier ein Ausschnitt: 

"Bis zum 18. Jahrhundert konnte sich die Menschheit nur mit erneuerbaren Energien versorgen, insbesondere Holz war das Brennmittel. Erst im 19. Jahrhundert, als die Industrialisierung begann, kamen fossile Energien dazu, hauptsächlich die Kohle. Im 20. Jahrhundert werden dann zusätzlich die fossilen Energien Öl, Gas aber auch Uran benutzt. Weil diese jedoch zu Ende gehen, müssen wir im 21. Jahrhundert auf regenerative Energien umstellen. Und dadurch können wir auch die Umweltbelastung vermindern. Ein wichtiger Schritt ist die Photovoltaik. Deutschland hat mit seinem erneuerbaren Energiegesetz „EEG“ hier bereits im Jahr 2000 ein deutliches Zeichen gesetzt, indem es eine festgesetzte Vergütung von eingespeistem Sonnenstrom für insgesamt 20 Jahre garantiert. 

Zusätzlich gibt es eine Abnahmegarantie des Stroms, der in das vorhandene Stromnetz eingespeist wird. Deshalb konnten es auch ganz normale Bürger wagen, in die am Anfang noch sehr teuren Anlagen zu investieren. In Gröbenzell entstand bereits im Jahr 2001 eine der ersten Bürgersolaranlagen im Landkreis Fürstenfeldbruck auf dem Dach der Ährenfeldschule, an der 22 Bürger beteiligt sind. Seit diesen Anfängen hat sich viel getan. Eine Vielzahl von Anlagen, die immer preiswerter wurden, ist entstanden. Der Solarstrom wird immer günstiger und wird in absehbarer Zeit ganz ohne Förderung auskommen. In Schwellenländern, wo kein ausgebautes Stromnetz zur Verfügung steht, ist die Benutzung von Sonnenstrom sehr vorteilhaft. Mit wenigen Solarmodulen und einem kleinen Akku hat man den Strom genau dort, wo man ihn braucht. Man benötigt hier nur wenig Strom aber für wichtige Bereiche wie z. B. für Licht, Kühlschrank, Handyaufladung und Radio. Da in Afrika die Sonne fast immer scheint, ist das die ideale Technik. 

Herausforderung ist hier die Bezahlung der Investition. Mit den anwesenden Afrikanern wurden mehrere Möglichkeiten diskutiert. Es könnten sich Bürger in ihrer Umgebung, die Geld haben, zusammenschließen, um die Technik zu kaufen. Diese könnten dann den Strom für sich selbst günstiger oder umsonst beziehen, den Rest an andere verkaufen. Es könnten, wenn möglich, auch Microkredite benutzt werden, um Anschaffungen zu tätigen und diese vom Stromerlös wieder zu tilgen. Oder es könnte im Rahmen der Entwicklungshilfe entsprechende Zuschüsse geben. Der Sprecher der Schwarzafrikaner will in seiner Heimat diese Schritte mit anderen überlegen und sich gegebenenfalls wieder an uns wenden."

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