FDP-Kreisverband lud zum Vortrag über "Das THW und seine vielfältigen Aufgaben"

Ist das Technische Hilfswerk noch zeitgemäss?

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Der Kreisverband der FDP stattete dem THW FFB einen Besuch ab und informierte sich über die vielfältigen Aufgaben der Hilfsorganisation. Der Ortsbeauftragte Philipp Donath (4. V. li.)

Fürstenfeldbruck – Ist das Technische Hilfswerk (THW) noch zeitgemäß und wird es noch gebraucht? Diese existenzielle und viele weitere Fragen beantwortete der Ortsbeauftragte des THW Fürstenfeldbruck, Philipp Donath, den 15 Besuchern bei seinem Vortrag über „Das THW und seine vielfältigen Aufgaben.“ Initiiert hatte die Veranstaltung der FDP-Kreisverband, der sich das Thema zum 54. Liberalen Gesprächskreis ausgewählt hatte. 

 So zeigte sich die stellvertretende Kreisvorsitzende Birgit Thomann erstaunt, als Donath ihr mitteilte, dass nicht nur alle 83 Helferinnen und Helfer des Brucker THW ehrenamtlich tätig sind, sondern auch der Ortsbeauftragte selbst seine Aufgaben ehrenamtlich wahrnimmt.

Wegen der Flüchtlingskrise haben sich die Einsätze des THW im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2014 fast verdreifacht, berichtete Donath bei seinem kurzen Rückblick auf 2015. Von den 2709 Einsatzstunden entfielen allein 1377 Stunden auf Asyl-Einsätze wie den Transport von Feldbetten, Transport und Aufbau von Zelten, oder die Bereitstellung von WC-Containern in München, Erding und in Passau.

Das Gros an Stunden verbringen aber die ehrenamtlichen Helfer damit, sich in Übung zu halten und aus- und weiterzubilden. So verbrachten die Helferinnen und Helfer des Ortsverbandes im vergangenen Jahr knapp 20.000 sogenannte Diensthelferstunden. Wenn sich auch nach dem Aussetzen der Wehrpflicht nicht mehr so viele beim THW zum ehrenamtlichen Dienst melden, so berichtete Donath von einer zufriedenstellenden Personalausstattung. Erst unlängst haben sechs Helfer erfolgreich die Grundausbildung abgelegt. Sicher kämen nicht mehr so viele wie zu Wehrpflichtzeiten, als sich stets im Oktober ca. 20 Bewerber anmeldeten. „Aber die kamen nur, weil sie nicht zum Bund wollten“, berichtete Donath. Später traten viele wieder aus oder ließen sich einfach nicht mehr blicken.

 So erklärte Donath auch den Helferzahlen-Rückgang von einst 149 ehrenamtlichen Helfern auf nunmehr 83 Aktive. „Wir haben nur unsere Karteileichen aussortiert.“ Überrascht zeigten sich die Zuhörer, als ihnen Donath die Frage, ob man das THW auch als Privatperson zum Beispiel, um einen Baum zu fällen, in Anspruch nehmen kann, mit einem schlichten Ja beantwortete. Wenn das THW auch international in den weltweiten Hilfsorganisationen Anerkennung genieße durch Hilfseinsätze in Erdbebengebieten auf der ganzen Welt oder wie beispielsweise in Flüchtlingscamps in Jordanien, so würde er sich doch auch mehr Einsätze für seine Helferinnen und Helfer vor Ort wünschen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen habe sich in den vergangenen Jahren zwar stark verbessert, berichtete Donath, aber er würde sich dennoch wünschen, dass nicht nur die Feuerwehr über die Zentrale Leitstelle alarmiert werde. „Die Feuerwehr entscheidet dann, ob sie uns alarmiert.“ Und das würde immer weniger geschehen, weil die Feuerwehren inzwischen auch besser technisch ausgerüstet seien. Dennoch sei das THW unentbehrlich, beantwortete Donath die eingangs gestellte Frage. Das THW habe bei Katastropheneinsätzen wie bei tagelangen Hochwassereinsätzen oder Einsätzen zur Beseitigung von Sturmschäden seine Daseinsberechtigung hinreichend unter Beweis gestellt.

Dieter Metzler

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