Ehefrau suchte am Olchinger See  nach ihrem 76-jährigen Mann und alarmierte die Wasserwacht – 45 Einsatzkräfte vor Ort 

35 Meter vom Südufer entfernt tot aus dem Olchinger See geborgen

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Jede Hilfe zu spät kam für einen vermissten 76-jährigen Rentner, den Taucher der Münchner Feuerwehr auf dem Seegrund liegend bargen.

Olching – Schon wieder kam es zu einem tödlichen Badeunfall im Landkreis Fürstenfeldbruck: Am Samstagnachmittag, 29. 8. 2015 verunglückte ein 76-jähriger Schwimmer aus Gröbenzell tödlich. Seine Ehefrau alarmierte die Wasserwacht und begab sich selbst an den See, nachdem ihr Mann um 15 Uhr noch nicht zurückgekehrt war. 

Gegen Mittag war der Rentner aus Gröbenzell mit dem Fahrrad zum Olchinger See gefahren, um dort zu schwimmen. Nachdem ihr Ehemann gegen 15.00 Uhr noch nicht wieder zu Hause war, begab sich die Frau ebenfalls zum Badesee und verständigte die Wasserwacht, als sie ihren Mann nicht finden konnte.

 Sofortige Suchmaßnahmen durch Polizei, Wasserwacht und Rettungsdienste mit Booten und einem Hubschrauber blieben zunächst erfolglos. Kurz nach 17.00 Uhr fanden dann Taucher der Feuerwehr München den leblosen Mann, in einer Tiefe von ca. 4-5 Meter, etwa 35 Meter vom Südufer entfernt, auf dem Seegrund liegend, auf. Für den Aufgefundenen kam leider jede Hilfe zu spät. Der anwesende Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. 

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen zu den Umständen des Todesfalls übernommen. Nach bisherigen Feststellungen des Kriminaldauerdienstes war der 76-Jährige noch kurz vor 15.00 Uhr im See beim Schwimmen gesehen worden. Das Verschwinden des Mannes hatte keiner der Badegäste bemerkt. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden haben sich nicht ergeben.

Taucheinsatzkräfte der BRK Wasserwacht aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau hatten  am Samstag am Karlsfelder See eine gemeinsame Tauchübung abgehalten.  Während der Übung erreichte die Wasserwachtler die Meldung, dass am gegenüberliegenden Ufer ein 17-jähriger Nichtschwimmer von Passanten aus dem Wasser gezogen worden sei.  Der junge Mann war nur kurze Zeit unter Wasser. Die Einsatzkräfte der BRK Wasserwacht fuhren mit zwei Booten über den See und übernahmen sofort die bereits durch die Passanten begonnene Wiederbelebung. Diese gelang. Der Verunglückte konnte mit einem stabilen Kreislauf an den Rettungsdienst des BRK übergeben werden. Die Rettungssanitäter verbrachte den Verunglückten in ein Krankenhaus.

 Auf der Rückfahrt vom Karlsfelder See nach Fürstenfeldbruck ging der nächste Alarm ein.  Es handelte sich um den 76-jähriger Gröbenzeller, der regelmäßig um die Mittagszeit zum Schwimmen an den Olchinger See geradelt war. Nachdem er nicht mehr nach Hause zurückkehrte, machte sich seine Ehefrau auf die Suche und entdeckte das Fahrrad sowie die Bekleidung Ihres Mannes gegen 15:00 Uhr am Seeufer. Sie wandte sich daraufhin sofort an die besetzte BRK Wasserwachtstation am Olchinger See. Die Wasserwacht Olching löste  Großalarm aus. Taucheinsatzkräfte der BRK Wasserwacht aus Fürstenfeldbruck, Germering und Grafrath sowie die Feuerwehren aus Olching und Geißelbullach machten sich daraufhin auf den Weg an den Olchinger See um die Einsatzkräfte der BRK Wasserwacht Olching zu unterstützen. „Da wir ein sehr großes Suchgebiet hatten, habe ich weitere Taucher der BRK Wasserwacht aus dem Landkreis Dachau und München sowie der Berufsfeuerwehr München alarmieren lassen“, so Christian Nagel BRK Einsatzleiter Wasserrettungsdienst. 

Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Wasserwacht sowie 36 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Einsatz. Ausdrücklich lobte Christian Nagel die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen.  Während des Taucheinsatzes bemerkten die Einsatzkräfte der Wasserwacht einen ca. 20-jährigen Syrer, der beim Schwimmen zunehmend in Probleme geriet. Durch die schnelle Reaktion eines Rettungstauchers der Wasserwacht konnte der Mann vor dem Ertrinken bewahrt werden. Der 20-jährige wurde dem an Land bereit stehenden Notarzt zur Behandlung übergeben Tragisch endete jedoch die Suche nach dem 76-jährigen. Dieser konnte gegen 17:15 Uhr nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

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