Margret Kopp, Vorsitzende der PiT-Togohilfe Maisach, freute sich über Besuch des Bundesministers Dr. Gerd Müller im Togohaus 

500 aktive Patenschaften beim deutschlandweit größten Togo–Hilfsverein

+
Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller (4. V. li.) im Gespräch mit Rachmann Abrangao, (li.), Gerda Hasselfeldt, Souglibe Pare, Margret Kopp und Hans Seidl

Maisach – „Schöner kann das Jahr nicht beginnen“, freute sich die Vorsitzende der Aktion PiT-Togohilfe Maisach, Margret Kopp, über den hohen Besuch gleich zu Beginn des Jahres. Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller (CSU), hatte spontan zugesagt, vor dem Neujahrsempfang der Maisacher CSU am 5. Januar in Gernlinden, den Verein im Maisacher Ortszentrum in der Hauptstraße 1a zu besuchen.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Räumlichkeiten und dem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Maisach, das Bürgermeister Hans Seidl (CSU) und seine beiden Stellvertreter Roland Müller (CSU) sowie Waltraut Wellenstein (SPD) mitgebracht hatten, zeigte sich der Bundesentwicklungsminister begeistert von dem umfangreichen Engagement, das von Maisach und dem Landkreis für die ehemalige deutsche Kolonie Togo ausgeht. „Es gibt viele Privatinitiativen, aber das hier schlägt alles“, sagte Dr. Müller. Es sei einfach unglaublich, nahezu modellhaft für eine deutschlandweite Initiative, lobte der Bundesminister. „Ich würde mir in unserem politischen Leben mehr Menschen wünschen, die mit so viel Herzblut eine Sache angehen“, sagte er. „Was ich bräuchte, wären tausend Kopps. Es wäre schön, wenn Sie mich auf der nächsten Reise nach Togo begleiten würden“, lud Dr. Müller die Vorsitzende der Togohilfe spontan ein. 

Schon Bürgermeister Seidl hatte zuvor Kopps Engagement mit dem nur 18 Mitglieder zählenden Verein als beispielhaft herausgestellt und als ein Aushängeschild für die Gemeinde bezeichnet. Kopp nutzte die Gelegenheit und stellte einige Projekte der Togohilfe vor. Der Verein sei klein, aber „wir nehmen auch nur Mitglieder auf, die echt mitarbeiten. Wir führen keine Karteileichen“, so Kopp dazu. Sie dankte vor allem den anwesenden Sponsoren und den prominenten Unterstützern, zu denen CSU-Landesgruppenvorsitzende in Berlin, Gerda Hasselfeldt, und die Gröbenzeller Schauspielerin Monika Baumgartner zählen. Aber sie dankte auch der Gemeinde, der kompletten Bürgermeisterschar bis hin zu Altbürgermeister Gerhard Landgraf, die für sie und ihr Anliegen immer ein offenes Ohr haben. „Wenn ich die Unterstützung nicht hätte, wäre es nie so weit gekommen.“ 

Der inzwischen deutschlandweit zum größten Hilfsverein für Togo avancierte Maisacher Verein unterhält derzeit 500 aktive Patenschaften für Kinder, insgesamt waren es seit der Gründung der Togohilfe im Jahre 1980 über 1.000, informierte Kopp. Daneben wurde von den Sponsoren der Bau von 100 Brunnen finanziert, der Ausbau von Krankenstationen unterstützt und jährlich werden etwa 14 Container mit Sachspenden aus dem Gesundheits- und Schulbereich nach Togo geschickt. Schauspielerin Monika Baumgartner hat sich vor kurzem erst an die Spitze einer Bewegung gestellt, um 50.000 Euro für eine lebenswichtige Operation eines Kindes aus Togo zu sammeln. „40.000 haben wir schon“, berichtete Kopp unter dem Beifall der anwesenden Gäste. „Und ich bin mir sicher, dass wir die restliche Summe bis zum 27. Januar, dem Tag der Operation, auch noch zusammen bekommen.“ Die größte Freude aber bereitete der Bundesentwicklungsminister der Vereinsvorsitzenden, als er ihr zusagte, sich für zwei Projekte in Togo, die Margret Kopp vorgestellt hatte, persönlich einzusetzen. Das erste steht unter dem Motto „Gesundheit für alle“, womit Kopp die Gesundheitsversorgung in der ländlichen Region verbessern möchte. Als zweites Projekt möchte Kopp ein Krankenhaus errichten mit einem Isolationstrakt zum Schutz gegen Ebola, einen weiteren Trakt für Aus- und Fortbildung der Pflegekräfte. 

Dieter Metzler

Meistgelesene Artikel

Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Hattenhofen/Mammendorf - Erneut ereignete sich auf der Bundesstraße 2 zwischen Hattenhofen und Mammendorf ein tödlicher Verkehrsunfall. Erst am 7. …
Erneut tödlicher Verkehrsunfall auf B2

Rauschende Ballnacht

Fürstenfeldbruck – Über 550 begeisterte Tänzer haben den Jahreswechsel zusammen mit der Heimatgilde „Die Brucker“ im ausverkauften Stadtsaal …
Rauschende Ballnacht

Mülleimer peppen Stadtbild auf

Fürstenfeldbruck – Schülerunternehmen „Royal Trashmasters“ verschönert in Zusammenarbeit mit der Stadt Abfallbehälter der Innenstadt mit …
Mülleimer peppen Stadtbild auf

Kommentare