Kranzniederlegung am Luftwaffenehrenmal in Fürstenfeldbruck  – "Denkt an uns"

Gedenken an die Opfer beider Weltkriege und der Auslandseinsätze

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Die Offizierschule der Luftwaffe war zur Kranzniederlegung mit 380 Soldatinnen und Soldaten angetreten. 

Fürstenfeldbruck – Mit einer Kranzniederlegung am Luftwaffenehrenmal in Fürstenfeldbruck im Rahmen eines militärischen Zeremoniells, gedachten die Anwesenden der Opfer beider Weltkriege, der Opfer der Luftfahrt, sowie der toten Kameraden der Luftfahrt, die in der Bundeswehr für die Erhaltung des Friedens ihr Leben gelassen haben.

Traditionell am Vortag des Volkstrauertages lud der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, aktive und ehemalige Generale und Generalärzte der Luftwaffe zur Totenehrung der Luftwaffe und zur anschließenden Generalstagung an die Offizierschule. Die Offizierschule der Luftwaffe war zur Kranzniederlegung mit 380 Soldatinnen und Soldaten angetreten. 

Junge Soldaten der Offizierschule der Luftwaffe stellten den Ehrenzug für die Totenehrung. Der Offizieranwärter, Gefreiter Dennis Büttner, trug zu Beginn der Totenehrung ein Gedicht mit dem Namen „Die jungen toten Soldaten“ von Archibald MacLeish vor. „Sie sagen: Wir waren jung. Wir sind gestorben. Denkt an uns.“ Mit diesen Worten bringt der Autor des Gedicht‘s dieses Gedenken für uns Lebende zum Ausdruck und richtet gleichzeitig eine Mahnung an uns. Nach dem Verlesen der Gedenkworte folgten eine Gedenkminute und die anschließende Kranzniederlegung. Unter leisem Trommelwirbel zu Ehren des Gedenken an die Toten, wurden 20 Kränze von Vertretern der Luftwaffe und der Politik sowie von namhaften Traditionsverbänden der Luftwaffe niedergelegt. Den Kranz der Luftwaffe legten  der Inspekteur der Luftwaffe,  Generalleutnant Karl Müllner sowie Generalleutnant Martin Schelleis, Generalleutnant Joachim Wundrak und Brigadegeneral Rainer Keller nieder. Als Vertreter der bayerischen Staatsregierung legte der Ministerialrat Dr. Philipp Stiel den Kranz des Bayerischen Ministerpräsidenten nieder. 

Für den Landkreis und der Stadt Fürstenfeldbruck nahmen der stellvertretende Landrat, Johann Wieser und der Oberbürgermeister Klaus Pleil an den Feierlichkeiten teil und legten einen gemeinsamen Kranz nieder. Zum Ausklang des militärischen Zeremoniells, das jährlich von der Offizierschule der Luftwaffe durchgeführt wird, spielte das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch Partenkirchen unter der Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner, das „Lied vom guten Kameraden“ und zum Abschluss die deutsche Nationalhymne. 

Am Sonntag zum Volkstrauertag nahmen zahlreiche Abordnungen von Dienststellen des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck an den Gedenkfeiern umliegender Gemeinden und Städten zu Ehren der Toten der Weltkriege und der Gewaltherrschaft teil.  

 Gedicht von Archibald MacLeish „Die jungen toten Soldaten“

 Die jungen toten Soldaten sprechen nicht. Aber man hört sie in stillen Häusern: wer hat sie nicht gehört? Sie haben ein Schweigen, das spricht für sie, nachts, wenn die Uhr schlägt. Sie sagen: Wir waren jung. Wir sind gestorben. Denkt an uns. Sie sagen: Wir haben getan, was wir konnten, aber bevor es vorbei ist, ist es nicht getan. Sie sagen: Unser Tod ist nicht unser. Er ist euer; er wird bedeuten, was ihr daraus macht. Sie sagen: Ob unser Leben und Tod für Frieden war, und für neue Hoffnung, oder für nichts, können wir nicht sagen, denn ihr müsst es sagen. Sie sagen: Wir lassen Euch unsere Tode. Gebt ihnen Sinn. Wir waren jung, sagen sie. Wir sind gestorben. Denkt an uns. 

Uwe Lenke, Oberstabsfeldwebel    

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