Das Traumland USA winkt jungen Schülern und Berufstätigen – Gerda Hasselfeldt stellte Patenschafts-Programm PPP vor

Die CSU-Landesgruppenvorsitzende und Bundestagabgeordnete Gerda Hasselfeldt mit Gabriele Etterer (li.) aus Dachau und Moritz Höchtl aus Fürstenfeldbruck sowie Barbara Hörmann aus Oberschweinbach.

USA - für viele Schüler und junge Berufstätige immer noch das Traumland. Für die 18-jährige Fachoberschülerin Gabriele Etterer aus Dachau wurde der Traum im vergangenen Jahr wahr, für die 24-jährige Barbara Hörmann aus Oberschweinbach sowie den 15-jährigen Moritz Höchtl aus Fürstenfeldbruck wird er in wenigen Tagen in Erfüllung gehen, wenn die ausgelernte Hotelfachfrau und der Schüler des Graf-Rasso-Gymnasiums als Stipendiaten für ein Jahr bei einer amerikanischen Gastfamilie verbringen. Bundesweit werden seit Einführung des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) jährlich 360 Stipendien für ein Austauschjahr in den USA vergeben, informierte die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in Berlin und Brucker Wahlkreisabgeordnete Gerda Hasselfeldt am 26. Juli bei einem Pressegespräch in ihrer Bundeswahlkreisgeschäftsstelle in der Kreisstadt. Im September 1983 vereinbarten der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und der Deutsche Bundestag diesen beidseitigen Jugendaustausch. Ziel des PPP ist es, der jungen Generation in beiden Ländern die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen politischen und kulturellen Wertvorstellungen beruht, auf anschauliche Weise zu vermitteln.

Die Auswahl der geeigneten Bewerber führt eine unabhängige, vom Bundestag beauftragte Austauschorganisation durch, erläuterte Hasselfeldt den Verfahrensweg. Die Bewerber müssen sich einem Test und Auswahlgespräch unterziehen und werden anschließende einem am Patenschafts-Programm teilnehmenden Abgeordneten zugeordnet. Die Brucker Wahlkreisabgeordnete übernimmt seit Jahren solche „Patenschaften“ für junge Menschen aus ihrem Wahlkreis. „Auch wenn ich mich aus den vorgeschlagenen Bewerbern nur für einen oder zwei im Jahr entscheiden kann und mit dieser Entscheidung, den einen oder anderen enttäusche, so möchte ich den jungen Menschen diese einmalige Chance nicht vorenthalten“. Neben guten schulischen Leistungen sollten sich die Bewerber auch in Bereichen hervortun, die nicht zwingend notwendig sind, erklärte Hasselfeldt, sich beispielsweise im musischen, sportlichen oder anderen Bereichen außerhalb der Schule ehrenamtlich engagieren. Aber auch soziale Gesichtspunkte können eine Rolle spielen, so Hasselfeldt. Im Rahmen des Pressetermins berichtete nun Gabriele Etterer nach Rückkehr ihres einjährigen USA-Aufenthalts von ihren Erlebnissen. Zugleich erhielten Barbara Hörmann und Moritz Höchtl erste Eindrücke, wenn sie als „junge Botschafter“ Deutschlands in den nächsten zwölf Monaten ihren Beitrag zu einer besseren Verständigung zwischen jungen Deutschen und Amerikanern leisten. Sie habe mit ihrer Gastfamilie in Michigan das perfekte Los gezogen, schwärmte Etterer, so dass die Zeit wie im Pfluge verging. Durch den vielen Sport an der Schule, sie spielte zuletzt im Wasserball-Team, findet man schnell Anschluss. Zugleich werden die Sprachbarrieren dabei schnell abgebaut, so Etterer. „Den Akzent verliert man nie, auch wenn man sich noch so bemüht“, sagte Etterer und gab den beiden neuen Stipendiaten mit auf den Weg: „Einfach drauflos plappern“. Nach Hause habe sie absichtlich wenig Kontakt gepflegt, um nicht Heimweh zu bekommen. Erstaunt habe sie, wie wenig die Amis über Europa wissen. Als sie beispielsweise erfuhren, dass sie aus Dachau komme, wurde sie gefragt, ob das Konzentrationslager noch existiere. „Da habe ich dann schon ein wenig geschluckt“. Großes Lob zollte Etterer den Lehrern. „Sie hören besser zu, wenn man Probleme hat“. Die Hotelfachfrau aus Oberschweinbach, die ihre Ausbildung bereits 2009 abschloss und seitdem im Maritim-Hotel in München arbeitet, wird zunächst sechs Monate lang die Schulbank des Scotsdale Community-Colleges in Mesa in der Nähe von Phönix, der Hauptstadt des US-Staates Arizona, drücken. In der zweiten Hälfte ihrer Stipendiatenzeit absolviert Hörmann, die Geige spielt und in einem Chor singt, ein Praktikum in einem Hotel. Der 15-jährige Moritz Höchtl freut sich auf ein Jahr bei einer amerikanischen Gastfamilie und dem Besuch einer High-School in Detroit. Der Gymnasiast, der eine Klasse übersprungen hat, hat sich als Chefredakteur der Schülerzeitung engagiert, im Sanitätsdienst und wurde mit der Schulmannschaft Bayerischer Tischtennismeister. Die Stipendien des PPP richten sich an Schüler im Alter zwischen 15 und 17 Jahren, sowie an junge Berufstätige und Auszubildende bis 24 Jahren. Um die 360 Stipendien - 285 für Schüler sowie 75 für junge Berufstätige und Auszubildende - bewerben sich jährlich ca. 4.500, teilte Hasselfeldt mit. Bis zum 14. September 2012 ist eine Bewerbung bei der Austauschorganisation „Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH“ unter Angabe der Nummer des Bundestagswahlkreises (Wahlkreis 216 für DAH/FFB) noch für 2013/14 möglich, teilte Hasselfeldt mit.

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