12. Ultraleicht-Treffen bei Walch - 1000 Besucher am Sonderflugplatz Jesenwang

Auf dem Sonderflugplatz Jesenwang am Rande der Gemeinde empfing Max Walch sen. am Tag der Arbeit 2009 rund 1000 Besucher, die die 75 Modelle der wachsenden Zahl ultraleichter Fluggeräte bewunderten - vom Motorschirmflieger bis zum wohlgeformten Typ „Kiebitz“ aus dem Eigenbau von Fritz Wegener, Gilching, vom Oktober 2008 und gerade einmal 25 Flugstunden alt.

Wegener taufte seinen fliegenden Untersatz aus leichtem Polyesterstoff „Liesl“, den er nach Lizenz und Plänen in 3 Jahren und 2000 Arbeitsstunden auf die Räder stellte. Liesl ist im Eigengewicht nur 248 Kg schwer und im Jesenwanger Hangar stationiert. Solide mit einem 55-PS-Nissan-Micra-Motor ausgerüstet, stehen für den Flugbetrieb 70 l Sprit für eine beachtliche Reichweite von 500 Kilometer zur Verfügung. Auch der Senior Max Walch, immer mit wachsamen Augen im Flugplatzgeschehen unterwegs, lobt bei den Ultraleichten die von Jahr zu Jahr bessere Technik: „Die haben Zukunft!“ Nach seiner Beurteilung sind hierfür drei Gründe maßgeblich: „Um die Hälfte weniger - bleifreien - Sprit. Entsprechend billiger der Gesamtbetrieb. Mit um 50 Prozent leiseren Motoren.“ Begonnen hatte das inzwischen regelmäßige Treffen der Ultraleichten in Jesenwang 1998. „Und durchschnittlich hatten wir dabei immer ein ganz passables Wetter - wie heuer.“ Max Walch sen. war es eine Freude und Ehre, mit Angelika Kramer, München, eines der „Urgewächse“ beim Verein Pro Luftfahrt mit einer Urkunde für das langjährige Engagement auszeichnen zu können. Und mit gleichem Stolz nannte er auch das Ehrenmitglied Edi Strack, der am 27. Juli letzten Jahres und noch vom damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein mit weiteren fünf Vorgeschlagenen für ihr ehrenamtliches Engagement vom Freistaat ausgezeichnet wurde. Immerhin „im Kaisersaal vor 1000 Gästen!“ Strack, demnächst 83, langjähriger Betriebsangehöriger bei der MTU München, engagiert sich führend im Werftverein zur Erhaltung der historischen Flugmotorenwerft Schleißheim. Er richtete mit MTU-Unterstützung eine eigene Werkstatt samt Maschinen, Werkzeuge und Material ein. Der Weltkrieg-II-Teilnehmer Edi Strack entdeckte schon im nordfranzösischen Rennes seine Leidenschaft für Flugzeugmotoren. Das hat sich weit über seinen beruflichen Werdegang hinaus verlängert, denn er ist nachwievor ein gesuchter Spezialist, wenn es um Antriebsveteranen aller Kategorien geht. So steht der legendäre DBF4A als weltweit einziger Prototyp und Urtyp aller modernen Daimler-Benz-Flugmotoren - „Ein Einzelstück von unschätzbarem Wert!“ - aufgebockt in der Restaurationswerkstatt der MTU. Nicht umsonst nennt man ihn in Fachkreisen den „Chirurg der Motoren“. Und das vollzieht sich bei seinen ‚OP’s’ fast immer ohne alte Unterlagen und Pläne und nur mit seiner umfassenden beruflichen Erfahrung. Zum Familienunternehmen Walch hat Edi Strack auch noch eine ganz besondere Verbindung: „Ich komme jeden Sonntag ins Fly Inn zum Mittagessen.“

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