Münchner Ermittlungsgruppe "Maxi" klärte Unfallflucht  nach schwerem Unfall mit Mutter und Kind  in nur 48 Stunden auf

Fahrzeug des flüchtigen Unfallverursachers in Gröbenzeller Garage entdeckt

Gröbenzell - Im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Ermittlungsgruppe "Maxi" konnte die Verkehrspolizeiinspektion Unfallaufnahme (VPI VU) heute (02.12.2013), nach nur 48 Stunden, die Täterermittlung mitteilen. Bei dem  Unfall in München-Pasing,  bei dem der Verursacher flüchtete,  waren eine 36-jährige Mutter und ihr achtjähriger Sohn schwer  sowie ein nachfolgender 19-jähriger  Fahrer und sein Beifahrer verletzt worden. Nach der Eingrenzung auf 180 Fahrzeuge wurde die "EG Maxi" schließlich in der Garage eines 42-jährigen Gröbenzeller Volvo-Fahrers fündig. Der Tatverdächtige stellte sich einige Stunden später bei der Polizei. 

Vorangegangen waren umfangreiche Ermittlungen, da von dem Fahrzeug des flüchtigen Unfallverursachers nur wenige Glas- und Lacksplitter an der Unfallstelle gefunden wurden. In Zusammenarbeit mit dem kriminaltechnischen Labor des Bayerischen Landeskriminalamtes und nach weiteren Zeugenbefragungen konnte innerhalb des Wochenendes das flüchtige Verursacherfahrzeug als Volvo V70 der Baureihe 2000-2004 identifiziert werden. Weitere Ermittlungen der VPI-VU führten zu einer weiteren Eingrenzung auf 180 Fahrzeuge, die systematisch von den Fluchtfahndern der VPU VU überprüft wurden. Im Verlaufe des heutigen Vormittages wurden die Mitglieder der „EG Maxi“ schließlich in der Garage eines 42-jährigen Mannes aus Gröbenzell fündig, wo sie den unfallbeschädigten Wagen mit bereits bereitliegenden Ersatzteilen für die Reparatur vorfanden. 

Der 42-jährige Tatverdächtige, der an seinem Wohnsitz nicht angetroffen wurde, stellte sich daraufhin einige Stunden später bei der Polizei. Über die Motive seiner Flucht liegen bislang keine Angaben vor. "Ich bin froh, dass eine umfassende Unfallaufnahme durch die besonders ausgebildeten Beamten des Unfallkommandos sowie die Erfahrung und Hartnäckigkeit der Fluchtfahnder bei der VPI VU so schnell zu einer Täterermittlung geführt haben", sagte der Dienstellenleiter, Polizeirat da Gloria Martins. "Das Entdeckungsrisiko ist gerade in München durch die Existenz der Fachdienststelle deutlich höher als in anderen Ballungsräumen, und das ist gut so." 

 

Der Unfall hatte sich folgendermaßen zugetragen: Am Freitag, den 29.11.2013, gegen 23:00 Uhr, fuhr eine 36-jährige Münchnerin mit ihrem Pkw die Landsberger Straße zunächst stadteinwärts. Auf Höhe der Hausnummer 412a wollte sie auf den Parkplatz des dort ansässigen Schnellrestaurants nach links abbiegen. Dazu hatte sie sich auf dem zweiten Fahrstreifen eingeordnet. Sie musste anhalten, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Mit im Fahrzeug saß ihr 8-jähriger Sohn. Ein Fahrer eines dunklen Pkw befuhr die Landsberger Straße zum selben Zeitpunkt ebenfalls stadteinwärts. Aus bisher ungeklärter Ursache nahm der Unbekannte nicht wahr, dass der Pkw vor ihm anhielt und fuhr ungebremst auf das Fahrzeugheck des stehenden Fahrzeugs auf. 

Der Pkw der Frau wurde durch den Aufprall auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Ein 19-jähriger Fahrzeugführer, der zu diesem Zeitpunkt die Landsberger Straße stadtauswärts fuhr, hatte keine Möglichkeit mehr,  dem VW der Frau auszuweichen und prallte frontal in das Heck des gedrehten Fahrzeugs. Der unbekannte Unfallverursacher, der jetzt in Gröbenzell ermittelt wurde,  hielt zunächst an, entfernte sich dann aber unerlaubt vom Unfallort. Die 36-jährige Frau und ihr 8-jähriger Sohn wurden schwer verletzt mit dem Rettungsdienst in ein Münchener Klinikum zur stationären Behandlung gebracht. 

Der 19-jährige Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs und sein ebenfalls 19-jähriger Beifahrer wurden jeweils leicht verletzt. Es entstand an allen Fahrzeugen erheblicher Sachschaden.

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