BR unterwegs in Germering - Fragen, Kritik und Anregung in aller Offenheit

„Ich wusste, dass es irgendwann einmal passiert.“ Die temperamentvolle Kritik einer Germeringer Bürgerin an der Vorabendserie „Dahoam ist dahoam“ nahm Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunk mit routinierter Gelassenheit auf. Durchschnittlich eine Million, die die Sendung verfolgten, könnten sich aber auch nicht täuschen, so Gruber, der darin von Programmbereichsleiter Andreas Bönte unterstützt wurde. Im Rahmen seiner Reihe „BR unterwegs“ stellte sich der Bayerische Rundfunk seinen Zuhörern und Zusehern diesmal in der Germeringer Stadthalle.

Die machten davon eifrig Gebrauch, sparten weder an Lob noch an sachlicher Kritik. An dieser Mischung beteiligte sich auch Oberbürgermeister Andreas Haas. Er lobte die Programmvielfalt des BR, ließ aber dessen Verantwortliche ebenso wissen, dass er beim kürzlich ausgestrahlten Kluftinger-Krimi „Entedank“ vor allem von der Darstellung der Hauptfigur enttäuscht gewesen sei. „Das kann vorkommen, wenn man das Buch vor dem Film liest“, meinte dazu Gruber. Quer durch die gesamte Programmpalette sowohl des Bayerischen Rundfunks und als auch des Fernsehens gingen die Anmerkungen der Besucher der Aufzeichnung von „BR unterwegs“. Arg fußballlastig sei die Sportberichterstattung merkte Sepp Schwarz an, der auf mehr Eishockey hoffte. Brauchtumsforscher Albert Bichler wünschte sich, dass im Volkstheater öfter auch andere Bühnen als aus dem Chiemgau berücksichtigt würden. Fast durchweg anerkennende Wort erhielt das Programm „Bayern 2“. So gestand die aus dem Iran kommende Stadträtin Feri Erschadi-Zimmermann, sie habe durch das Programm gelernt bayerisch zumindest zu verstehen. Bayern2-Programmleiter Wolfgang Aigner nahm dies sichtlich entspannt zur Kenntnis. Er informierte auch noch darüber, dass die Musik zu den entsprechenden Beiträgen passen müsse. Er reagierte damit auf eine Anmerkung, dass Berichte in einigen Fällen zu sehr von Musik überlagert seien. Weniger gut weg kam „Bayern 1“. Bis zu 40-mal in einer Stunde komme ein und derselbe Spruch oder Jingle, hatte eine Zuhörerin gezählt. Diese Jingles seien für den Wiedererkennungseffekt wichtig. Ein Besucher merkte nach der Veranstaltung gegenüber Journalisten an, diesen Wiedererkennungseffekt brauche es schon, wenn man den gleichen Musikbrei genauso auf einem halben Dutzend anderer Sender höre. Dass der BR sonntags nicht mehr in Gemeinden Bayerns vor Ort sei, sondern ein „BR-Heimspiel“ aus verschiedenen Städten oder Gemeinden produziere, erklärte Bayern1-Programmbereichsleiterin Dr. Susanne Zimmer mit Kostengründen. „Das ist doch ein erheblicher Zeitaufwand.“ Letztendlich habe man mit dem „Heimspiel“ ein neues Konzept entwickelt, das aber gut ankomme. Die Sendung„BR unterwegs“ aus Germering wird am 17. Dezember im Bayerischen Fernsehen gezeigt.

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