Gerda Hasselfeldt, MdB, stellte Franziska Strauß aus Emmering und Elisabeth Kranz aus Haimhausen vor 

Ein Jahr USA für eine Beamtin und eine Gymnasiastin 

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Sie nahmen „ihre Patin“ Gerda Hasselfeldt, in ihre Mitte, die Emmeringerin Franziska Strauß (li.) und die aus Haimhausen stammende Elisabeth Kranz, die sich beide auf ein Jahr USA freuen dürf en.

Fürstenfeldbruck – Ein Jahr in den USA verbringen: Davon träumen viele junge Menschen. Für Franziska Strauß aus Emmering und Elisabeth Kranz aus Haimhausen hat sich dieser Wunsch erfüllt. Die 21-jährige Beamtin aus Emmering und die 17-jährige Gymnasiastin aus Haimhausen verbringen im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) ein Jahr in den Staaten. Wenige Tage vor ihrer Abreise in die USA am 4. August „verabschiedeten“ sich die beiden jungen Frauen im Büro der Wahlkreis-Abgeordneten Gerda Hasselfeldt von „ihrer Patin“. 

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe in Berlin hatte die beiden für das einjährige Stipendium ausgewählt. Die Beamtin des mittleren Dienstes, Franziska Strauß, die bei der Landeshauptstadt München als Verwaltungswirtin beschäftigt ist, kommt bei einem Gastehepaar in Binghamton im Staat New York unter, Elisabeth Kranz, die das Gymnasium in Unterschleißheim besucht, verbringt ihr Stipendium bei einer Gastfamilie in der Nähe von Dallas in Texas. In Binghamton, das ca. drei Autostunden von New York entfernt liegt, wird Franziska Strauß bei einer Gastfamilie wohnen und zunächst ein halbes Jahr das SUNY Broome Community College besuchen, um anschließend sechs Monate ein Praktikum in einem amerikanischen Unternehmen zu absolvieren. Am liebsten wäre ihr, wenn sie in der öffentlichen Verwaltung unterkäme. 

Schon während ihrer Schulzeit träumte Franziska Strauß immer von einem Auslandsaufenthalt, wobei die USA schlechthin ihr Traumziel war. Auf die Möglichkeit, sich auch als junge Berufstätige für einen Auslands-Stipendium zu bewerben, machte sie eine Arbeitskollegin aufmerksam. Im zweiten Anlauf klappte es dann mit einer Bewerbung, nachdem Strauß zunächst im Wahlkreis München-Ost eine Absage erhalten hatte. Umso größer war die Freude, als sie von Hasselfeldt eingeladen wurde und sich beim persönlichen Bewerbungsgespräch ebenso wie ihre Mitbewerberin aus dem Dachauer Landkreis gegen die Mitbewerber durchsetzen konnte. Die am ersten August ihren 17. Geburtstag feiernde Elisabeth Kranz wurde über einen Artikel im Münchner Merkur auf das Patenschafts-Programm aufmerksam. 

Und auch Kranz, die die 10. Klasse des Unterschleißheimer Gymnasiums besucht, schaffte den Sprung über den „Großen Teich“ im zweiten Anlauf, nachdem sie sich im vergangenen Jahr als Ersatzkandidat bereithielt. Sie kommt bei einer Gastfamilie mit zwei Gastgeschwistern und drei Hunden unter und wird dort ein Jahr lang die High-School besuchen. Die beiden jungen Frauen freuen sich auf ihr „Abenteuer“, ein Jahr in einem fremden Land zu verbringen, ohne Heimaturlaub und ohne Weihnachten zu Hause. „Das ist so gewollt“, erläuterte Gerda Hasselfeldt beim Pressegespräch. Denn die jungen Frauen sollen schließlich als „Botschafter“ Deutschlands lernen, was die beiden Länder gesellschaftlich, kulturell und politisch verbindet und unterscheidet. Zugleich sollen sie aber auch die politischen und kulturellen Werte ihrer Heimat im Ausland vermitteln. „Das Programm bietet jungen Menschen die einmalige Chance, ihren Horizont zu erweitern, die man sich nicht entgehen lassen sollte“, warb die Bundestagsabgeordnete für das Patenschafts- Programm für Schülerinnen und Schüler sowie für junge Berufstätige und Auszubildende. 

Im Jahre 1983 vereinbarten der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und der Deutsche Bundestag diesen beidseitigen Jugendaustausch. Anlass war der 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung. Ziel des PPP ist es, ein Netzwerk persönlicher Verbindungen zwischen jungen Menschen in den USA und in Deutschland zu knüpfen. Seit 1983 reisen so etwa jährlich 360 Stipendiaten als Junior Botschafter in die USA; ebenso viele junge Amerikaner kommen nach Deutschland. Bundestagsabgeordnete nominieren die Stipendiaten und betreuen sie während des Stipendiums als Paten – daher der Name des Programms. Die Abgeordneten sind Ansprechpartner, stellen ihre „Patenkinder“ im Wahlkreis vor, laden sie zu politischen Veranstaltungen ein, halten während der Austauschzeit Kontakt zu ihnen und helfen dabei, die amerikanischen Stipendiaten in Deutschland zu integrieren.

Für das Programmjahr 2016/17 läuft die Bewerbungsfrist noch bis zum 11. September. Nähere Infos und Bewerbungen sind für Schüler unter www.bundestag.de/ppp und für junge Berufstätige unter www.giz.de/usappp unter Angabe der Wahlkreisnummer 216 möglich.

 Dieter Metzler

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