Sozialverband feierte mit zahlreichen Gästen ein großes Jubiläum 

65. Gründungsjubiläum des VdK-Ortsverbandes Puchheim

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Im Rahmen der 65-Jahrfeier wurde Manuela Kastner aus Puchheim als 600. Mitglied des VdK-Ortsverbandes geehrt (v. li.): Kreisvorsitzender Roland Müller, Ortsvorsitzender Helmut Kerscher und Bürgermeister Norbert Seidl

Puchheim – Seit August 1948 vertritt der Puchheimer Ortsverband (OV) des Sozialverbandes VdK die Interessen ihrer Mitglieder. Am 29. September feierte der OV sein 65. Gründungsjubiläum im Pfarrsaal der Katholischen Kirche St. Josef in der Allinger Straße in Puchheim.

Der erste Vorsitzende Helmut Kerscher freute sich über die gut besuchte Feier, für die Bürgermeister Norbert Seidl die Schirmherrschaft übernommen hatte. „Seit 65 Jahren gehen VdK und die Stadt Puchheim einen gemeinsamen Weg“, sagte Seidl u. a. bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal und betonte die Bedeutung und Wichtigkeit des VdK in der heutigen Zeit. „Dieser Sozialverband wird weiter gebraucht. Deshalb lassen Sie uns auch diesen Weg in Zukunft gemeinsam weitergehen.“ 

Nach einem Böllersalut marschierten die Fahnenabordnungen und Festgäste zu einem bayerischen Mittagessen in den Pfarrsaal ein. Der Ortsverband Puchheim wurde durch eine Abspaltung von Alling/Eichenau am 22. August 1948 selbständig, ließ Kerscher bei der Begrüßung die Entstehung des Ortsverbandes Revue passieren. 1994 wandelte sich der VdK zum Sozialverband, nachdem die Zahl der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen immer weniger wurden. Den großen Zulauf zum Verband sieht Kerscher in erster Linie durch die ständigen Änderungen in der Sozialgesetzgebung begründet. So kletterte die Mitgliederzahl des OV von März 2011 von 464 auf inzwischen über 600 Mitglieder. Manuela Kastner aus Puchheim konnte am 17. September als 600. Mitglied begrüßt werden. Sie erhielt bei der Festveranstaltung vom Ortsvorsitzenden einen Geschenkkorb überreicht. 

Bevor der VdK-Kreisvorsitzende Roland Müller aus Maisach in seinem Festvortrag die Entstehung und die Entwicklung des Sozialverbandes der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderten und Rentner darstellte, würdige er das beispielhafte Verhalten und die menschliche Hilfsbereitschaft der Weggefährten. „Für diesen Einsatz im Dienst der großen „VdK-Familie“ gebührt Ihnen besonderer Dank und besondere Anerkennung“, so Müller, der zugleich die Glückwünsche des Kreisgeschäftsführers Robert Otto überbrachte. 

 Der VdK, der aus der Not der Nachkriegszeit geboren wurde, hat sich in Bayern von einer einfachen Selbsthilfe-Organisation zu einem modernen sozialen Dienstleistungsverband entwickelt, auf den alle – auch in Puchheim – stolz sein können, so Müller. Es galt jenen zu helfen, die sich nicht selbst helfen konnten. So waren nach dem Ende des schrecklichen Zweiten Weltkrieges im Alltag viele Kriegsbeschädigte zu sehen, die an die schier legendäre Not nach dem Ersten Weltkrieg erinnerten. In dieser Zeit tiefer nationaler Not fanden sich entschlossene Männer, die am 19. Juli 1945 in Rosenheim eine Kriegsopferbetreuungs- und Beratungsstelle, unter dem Dach des Roten Kreuzes, als „private Wohlfahrtseinrichtung“ gründeten. 1946 wurde der VdK-Landesverband Bayern gegründet, erster Landesgeschäftsführer wurde Karl Weishäupl, Staatssekretär im Bayerischen Wirtschaftsministerium, in dessen Händen bereits die Leitung des privaten Selbsthilfebüros lag. 

 Der Landesverband zählt inzwischen 624.000 Mitglieder. Durch seine Größe ist der VdK zu einem Interessenverband gewachsen, der nachhaltig auf Politik und Behörden Druck ausüben kann. „Zukunft braucht Menschlichkeit“, ist die Richtschnur des Handels des Sozialverbandes. Auch in Zukunft wird der VdK vor nicht leichte sozialpolitische Herausforderungen gestellt werden. Der Verband wird sich auch weiterhin gegen Unsolidaität und für soziale Gerechtigkeit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln einsetzen. Die Umbenennung des Verbandes in „Sozialverband VdK“ im Jahr 1990 bezeichnete Müller als den Durchbruch. „Der einstige Kriegsopferverband hat sich zu einem modernen Sozialverband weiterentwickelt. Konsequent habe sich der Verband für breite Bevölkerungsgruppen geöffnet und bietet nunmehr allen Bürgerinnen und Bürgern sozialrechtliche Beratung und Vertretung vor Gerichten an: jüngeren und älteren Menschen mit Behinderung, chronisch Kranken, Rentnern und Arbeitnehmern.

 Dieter Metzler

 

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