27 Vereine feierten 60jähriges Bestehen des Sängerkreises FFB

In der zum Sängerkreis-Jubiläum vollbesetzten Brucker Stadthalle ging der Fernsehjournalist und Medienkenner Alexander Dorow ausführlich auf Daten ein: Auf weltgeschichtliche im Gründungsjahr 1949 ebenso wie auf die vereinshistorische Entwicklung seit dem 27. November 1949 im Hotel Post, Fürstenfeldbruck.

Dorow sparte nicht mit reichlich Lob, sprach vom Singen als einem „wertschöpfenden Faktor“ in Zeiten elektronischer Medien. Er bezeichnete Singen als eine „elementare Äußerung des Lebens“ und das Chorsingen überhaupt als einen Träger zur Gemeinschaftsbildung, sah den Sängerkreis Fürstenfeldbruck e.V. als ein „Flaggschiff der Singerei“. Jedoch, bei allen Streichelheiten kam der Festredner dann doch zum Punkt: Chorüberalterungen und fehlender Nachwuchs. Sängerkreisvorsitzender Ludwig Lösch hatte in seiner Begrüßung drei Eckdaten für die Einmaligkeit des 60-jährigen SK FFB genannt: Erstens als „anatomisches Wunder“, denn die mehreren der Vereinskinder wären weitaus älter als der ‚Vater’. Alleine 2011 würden die Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck 150 Jahre, die Liedertafel Moorenweis und der MGV Kottgeisering 100 Jahre alt. Zweitens praktiziere der SK FFB auch „Harmonie“, denn in den verflossenen 60 Jahren gab es bis heute nur zwei Vorsitzende: den Gründer Karl Huber (bis 1973) und seither, Lösch. Dazu nur vier Kreis-Chormeister mit Oberlehrer Sellwanger, Toni Kress, Christoph Bals und Norbert Steinhardt. Als dritten Eckpunkt für Solidität führte Lösch das neugeschaffene Ehrenzeichen mit Landkreiswappenan, die Gemeinschaftsschallplatte mit Beiträgen aller angeschlossenen Vereine und dem 1984 veröffentlichten, in Bayern nach dem WK II einmaligen Kreis-Chorbuch mit singbarem, repräsentativen Liedgut und den Sängersprüchen der einzelnen Vereine. Überhaupt nicht zu schweigen natürlich von den seit 1950 (erstmals in Moorenweis) kontinuierlich jährlich veranstalteten Kreissingen. Ludwig Lösch begrüßte in seiner Ansprache Dr. Thomas Goppel („Der schon oft unsere Kreissingen besucht hat“.), OB Sepp Kellerer, Altlandrat Gottfried Grimm, Stadtpfarrer Michael Bayer, Sparkassendirektor Klaus Knörr (dem er insbesondere für die Unterstützung der Jugend- und Kindersingen dankte) sowie dessen Vorgänger Franz Weigl, des weiteren Max Walch, die Vertreter der Sängerkreise Ammersee-Amper, Starnberg, Landsberg/Lech und Kreisheimatpfleger Sepp Kink - und natürlich herzlich alle Sängerinnen und Sänger. Das von Kreis-Chormeister Norbert Steinhardt zusammengestellte und präsentierte Programm für den Festabend beschäftigte mehrfach das Hattenhofener Bläserensemble. Einzelne Auftritte des Männer- und Frauen-Gemeinschafts-Chores und der gemischten Formation aus dem Landkreis wechselten mit sechs zusammengestellten Chorgruppen, jeweils mit zwei Darbietungen in unterschiedlichen musikalischen Themenbereichen: Gruppe 1 als Männerchor aus Emmering, Germering, Gröbenzell und Puchheim. Gruppe 2 als Männerchor aus Egenhofen, Jesenwang, Kottgeisering, Luttenwang, Steinbach und Wenigmünchen. Gruppe 3 als Gemischter Chor aus Eichenau, Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Olching. Gruppe 4 als Gemischter Chor aus Geltendorf, Grafrath, Landsberied, Moorenweis und Türkenfeld. Gruppe 5 als Gemischter Chor aus Hattenhofen, Maisach, Mammendorf und Mittelstetten (jüngster Sängerkreisverein, gegründet 1976). Gruppe 6 als Gemischter Chor aus Adelshofen, Althegnenberg, Aufkirchen und Günzlhofen. Mit dem Singkreis Moorenweis unter Christl Trauner erfreuten Kleine und Kleinste alle im Saal mit gleich drei Liedbeiträgen.

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