Aus 30 verschiedenen Ländern - Kadetten an der Offizierschule Fürstenfeldbruck

Bis zu 600 Offizieranwärter bildet die I. Lehrgruppe der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) jährlich in ihren fünf Inspektionen aus. Darunter befinden sich auch immer wieder ausländische Kadetten mittlerweile aus mehr als 30 Ländern, die im Rahmen von Austauschprogrammen oder militärischer Ausbildungshilfen ihre Ausbildung an der OSLw absolvieren. Zurzeit nehmen neun ausländische Kadetten aus den USA, Thailand, Senegal, Algerien, Mali, Namibia und erstmals auch ein Kadett aus Weißrussland am 102. Offizierlehrgang im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck teil. Neben der militärischen Ausbildung stehen dabei das gegenseitige Kennenlernen, der offene Gedankenaustausch und die Intensivierung der gegenseitigen Beziehungen im Mittelpunkt.

Bevor die mit sehr unterschiedlichen Deutschkenntnissen ausgebildeten Kadetten an die OSLw nach Fürsty kommen, nehmen sie beim Bundessprachenamt in Hürth an einem Deutschkurs teil. Dennoch hin und wieder auftretende Verständnisschwierigkeiten beispielsweise in den Fächern Innere Führung oder Wehrrecht werden nach Dienst oder am Wochenende im Kameradenkreis geklärt, loben die Kadetten ihre deutschen Hörsaalkameraden, die ihnen stets Hilfestellung leisten. Die Aufenthaltsdauer der Kadetten ist ebenfalls recht unterschiedlich. Nicht alle nehmen vom ersten bis zum letzten Tag an dem elf Monate dauerenden Offizierlehrgang teil. So bleiben die beiden Kadetten aus den USA nur für ein Semester an der OSLw und kehren anschließend zur Fortsetzung ihrer militärischen Ausbildung in die USA zurück. Die beiden thailändischen Kadetten studieren im Anschluss an die Offizierausbildung noch weitere fünf bis sechs Jahre an der Bundeswehr-Universität München. Der erste Kadett aus Weißrussland sowie sein algerischer Kamerad hingegen verbringen die gesamte Lehrgangsdauer an der OSLw, um dann ihre militärische Karriere in ihrem Heimatstaat fortzusetzen. Der Senegalese, bereits im Rang eines Offiziers, erhält mehr oder weniger einen Einblick über die Offizierausbildung bei der Deutschen Luftwaffe. Ob sie einen persönlichen Vorteil auf ihrem weiteren militärischen Karriereweg dadurch haben, beurteilen die Kadetten unterschiedlich. Während die amerikanischen Kadetten weniger daran glauben, könnte sich der weißrussische Kadett vorstellen, leichter bei internationalen militärischen Organisationen Karriere zu machen. Der algerische Kadett meint gegenüber seinen in der Heimat verbliebenen Kameraden schon Vorteile zu haben. Ein Gewinn stelle aber für alle dar, so die einhellige Meinung, dass der Aufenthalt zu einer Horizonterweiterung und zu einem besseren Kulturverständnis beitrage.

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