Amoklauf in München überschattete Versammlung des CSU-Kreisverbandes FFB am 22. Juli in Mammendorf

CSU-Kreisverband im Wahlkampf-Modus

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Die nicht mehr sich zur Wiederwahl stellende Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt und Bayerns Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet mit den vier Bewerbern um Hasselfeldts Nachfolge (v. li.): Anton Kreitmair, Dr. Georg von Hundt, Hasselfeldt, Bocklet, Florian Schiller und Kathrin Mair.

Mammendorf  – Die CSU-Versammlung des Kreisverbandes Fürstenfeldbruck am 22. Juli im Mammendorfer Bürgerhaus wurde von dem Amoklauf in der bayerischen Landeshauptstadt überschattet. Kurz nach Bekanntwerden der ersten Opfer hatte Landrat Thomas Karmasin zu einer Gedenkminute aufgerufen, und nach der Vorstellung der vier Kandidaten, die sich um die Nachfolge der nicht mehr zur Wiederwahl antretenden Gerda Hasselfeldt bewerben, verzichtete die Wahlkreisabgeordnete und Vorsitzende der CSU-Landesgruppe auf ihren angekündigten „Bericht aus Berlin“. Rasch leerte sich der Saal im Bürgerhaus und die knapp 200 Delegierten fuhren nach Hause, um die tragischen Geschehnisse weiter zu verfolgen.     

Souverän führte zuvor der Brucker Landrat als Wahlvorstand die Wahl sowohl der 19 Delegierten und 19 Ersatzdelegierten für die Delegiertenversammlung im Bundeswahlkreis 224 am 17. Oktober in Germering und anschließend die Wahl von 85 Delegierten und 85 Ersatzdelegierten für die Delegiertenversammlung im Bundeswahlkreis 215 am 16. November in Dachau durch. Nach der Neuordnung der Wahlkreise für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag im kommenden Jahr gehört Germering dem neuen Wahlkreis Germering/Starnberg/Landsberg an.

Dann wurde die Reihenfolge ausgelost, wer sich von den vier Bewerbern um Hasselfeldts Nachfolge zuerst vorstellen durfte. Bei der Vorstellungsrunde erhielten die vier Interessenten erstmals Gelegenheit, sich persönlich sowie ihre politische Motivation zur Bewerbung um das Direktmandat bei der Wahl zum Bundestag 2017 den Delegierten mitzuteilen. Am 16. November findet dann die Nominierungsversammlung in der ASV-Halle in Dachau statt. Beworben haben sich dazu mit Kathrin Mair aus Türkenfeld eine Kandidatin aus dem Brucker Landkreis, sowie mit Anton Kreitmair aus Kleinberghofen, Florian Schiller aus Dachau und Dr. Georg von Hundt aus Lauterbach drei Kandidaten aus dem Dachauer Landkreis. Der 52-jährige Landtagsabgeordnete Anton Kreitmair, Kreisrat und Bezirkstagspräsident des Bauernverbandes Oberbayern, sowie Kreisobmann des Bauernverbandes in Dachau blickt inzwischen auf eine knapp dreijährige Erfahrung im Bayerischen Landtag zurück. In seiner Vorstellung verwies er auf seine kommunal- und landespolitische Erfahrung. Als zweite durfte die 34-jährige Kathrin Mair ans Rednerpult.

Die Biochemikerin, die in der Pressestelle der Unicredit arbeitet, ist seit neun Jahren in der CSU und stellvertretende Kreisvorsitzende sowie Schatzmeisterin der CSU Oberbayern. Von 2008 bis 2014 gehörte sie dem Gröbenzeller Gemeinderat an, seit 2014 ist sie Kreisrätin. Aufgewachsen ist Mair, die seit einigen Jahren in Türkenfeld wohnt, in Günding, somit sind ihr beide Landkreise bestens vertraut. Mair hat bereits bei den letzten beiden Bundestagswahlkämpfen auf der Liste kandidiert. Die Menschen zu vertreten, sei ihr ein Herzensanliegen, sagte sie. Der Name CSU sei immer ein Synonym für innere Sicherheit gewesen. Das sei verloren gegangen und müsse sich ändern. Der jüngste Bewerber ist der Vorsitzende der Dachauer CSU-Stadtratsfraktion, der 33-jährige Florian Schiller Der dem Kreistag angehörende Schiller war auch lange Jahre der Dachauer JU-Ortsvorsitzende. Der Abteilungsleiter arbeitet bei einem weltweit agierenden Unternehmen und meinte abschließend zu seinem politischen Werdegang „Ich bin in der Kreisliga groß geworden und möchte jetzt in die Bundesliga aufsteigen.“ Als letzter in der Runde der Bewerber stellte sich Dr. Georg von Hundt vor. Der 43-jährige Chirurg betreibt Land- und Forstwirtschaft im Nebenamt und arbeitet seit zehn Jahren in der Pharmaindustrie. Er bringt kommunalpolitische Erfahrung in Bergkirchen mit und engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich als Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes in Fürstenfeldbruck und Dachau. Er möchte vor allem sein Wissen in die Gesundheitspolitik einbringen.

Dieter Metzler

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