Eröffnungsfeier der Ausstellung  mit Bauernhofmuseum mit den Reiterlichen Jagdhornbläsern München – Forst - Jagd - Natur 

Sonderausstellung "Der Wald im Brucker Land" im Jexhof

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v. li.: Bauernhof-Museumsleiter Dr. Reinhard Jakob, Ruth Strähhuber (Jexhof-Museum), Amtsleiter Hans-Jürgen Gulder, Forstbetriebsleiter Wilhelm Seerieder

Schöngeising/Jexhof –  Der Jexhof, das Bauernhofmuseum des Landkreises bei Schöngeising, zeigt vom 6. Juni bis 2. November eine Sonderausstellung „Der Wald im Brucker Land. Forst – Jagd – Natur“. Die Ausstellung will den Besuchern die kulturgeschichtliche aber auch die ökologische Bedeutung des Waldes bewusst machen.

 Bei der Eröffnungsfeier der Ausstellung am Abend des 5. Juni, die von den Reiterlichen Jagdhornbläsern München musikalisch begleitet wurde, stand naturgemäß die jahrtausendlange Evolution und Bedeutung des Waldes für die Natur und den Menschen insbesondere auch im Hinblick auf den Klimawandel im Mittelpunkt der Ansprachen von Kreis-Kulturreferentin Christina Claus (Grüne), Museumsleiter Dr. Rainhard Jakob, dem Münchner Forstbetriebsleiter Wilhelm Seerieder und dem Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Hans-Jürgen Gulder. 

Die Reiterlichen Jagdhornbläser München sorgten für die passsende musikalische Umrahmung der Eröffnungsfeier

Einst waren es Urwälder, bevor der Mensch kam und sie rodete, sesshaft wurde und Ackerbau betrieb. Die Kulturlandschaft wurde geformt und der Wald vielfältig genutzt. Holz war nicht nur ein wichtiger Baustoff, sondern auch der zentrale Energieträger. Ohne Holz keine Häuser und Brücken, ohne Holz kein Feuer. Vieles im täglichen Leben war aus Holz: vom Löffel bis zum Wagenrad. Den Bauern diente der Wald als Viehweide. Exklusiv dem Landesherrn und den Adligen war die Jagd bis ins 19. Jahrhundert vorbehalten. Auch in den Wäldern um den Jexhof waren Kurfürstin und Kurfürst jagend unterwegs. Aber auch der Wilderer-Fürst Mathias Klostermair soll hier sein Unwesen getrieben haben. Als der Wald ausgebeutet und am Ende schien, entstand ausgangs des 18. Jahrhunderts die planmäßige Waldbewirtschaftung. 

Die staatlichen Förster brachten Ordnung in den Wald und mit ihr auch die raschwüchsige Fichte mit ihrem bestens verwertbaren Nutzholz. Die Waldarbeiter sorgen für die Pflege und Nutzung des Waldes im Rahmen der neuen Forstwirtschaft. Heute im Zeichen des Klimawandels werden die wärmeempfindlichen Fichtenwälder zu buchenreichen Mischwäldern umgebaut. Reicht die Zeit für einen erfolgreichen Umschwung noch aus? Wie lebt der Wald und wozu brauchen wir ihn? Ein Walderlebnispfad mit zwölf Stationen bringt gerade den jungen Besuchern der Ausstellung diese Fragen sinnenreich nahe. Die Ausstellung, die von zahlreichen Exkursionen, Lesungen und Vorträgen begleitet wird, wird unterstützt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck, vom Betrieb München der Bayerischen Staatsforsten sowie vom Verein für Mensch und Natur e. V. Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Samstag von 13 Uhr bis 17 Uhr (montags Ruhetag, außer an Feiertagen), Sonn- und Feiertage von 11 Uhr bis 18 Uhr (Allerheiligen geschlossen). 

Dieter Metzler

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